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Das war das Jahr 2019! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (52/2019)

Ein ereignisvolles Börsenjahr neigt sich dem Ende zu. Doch genau vor einem Jahr beendete US-Zentralbank Präsident Jerome Powell die Party an den Börsen. Nach vielen Jahren Hausse war die Euphorie und Partystimmung im Keller – zumindest dem Anschein nach. Über das laufende Jahr 2019 sind wir eines Besseren belehrt worden. Die Aktienmärkte haben den Knick aus dem Dezember 2018 wieder schnell ausgebügelt und konnten, vor allem in den USA, neue Höhen erreichen. Werfen wir einen Blick darauf, was 2019 die Märkte bewegte.

Jerome Powell zündete noch einmal die Kerzen an

Bereits im Januar konnte Powell seine Kritiker wieder beruhigen, als er von weiteren Zinserhöhungen erst einmal Abstand nahm. Die kulante Politik der Fed trug zur guten Partystimmung an den Börsen bei. Allein im Januar konnte der NASDAQ 100 9,11 Prozent zulegen – die Bullen sind vom Schönheitsschlaf wieder aufgeweckt worden. Insgesamt konnte der NASDAQ 100 über das laufende Jahr 38,56 Prozent (per 27.12.2019) Performance erzielen.

Erst als das Thema der Liquidität bzw. Bilanzabkürzung der US-Notenbank vom Tisch war kannten die Aktienmärkte nur noch eine Richtung – und zwar nach oben!  Auch wenn die Fed ihre jüngsten Maßnahmen nicht als Quantitative-Easing (Lockerung der Geldpolitik) bezeichnen möchte: Tatsache ist, dass die Bilanz der Zentralbank seit dem 28. August 2019 um mehr als 400 Milliarden USD ausgeweitet worden ist (siehe Chart 1). Der NASDAQ 100 hat in diesem Zeitraum 15,59 Prozent zulegen können. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Aktienmärkte von Liquidität getrieben werden. Falls genug Liquidität vorhanden bleibt, könnte auch das kommende Jahr für eine positive Überraschung sorgen.

Politische Börsen werden immer relevanter – auch wenn sie nicht relevant sind

„Das größte Risiko unserer Zeit liegt in der Angst vor dem Risiko“, sagte einst Helmut Schoek. Ganz nach diesem Motto entwickelte sich das Jahr 2019, ähnlich wie das Jahr 2018, an den weltweiten Kapitalmärkten – geprägt von Unsicherheit, Volatilität, Euphorie und Angst. Das ganze Jahr über wurden die Börsen von zwei Geistern immer wieder heimgesucht: das Gespenst des Brexits und der Geist des Handelskrieges. Im Laufe des vierten Quartals 2019 haben wir jedoch gesehen, wie diese Geister scheinbar verschwunden sind:

  • Der Brexit kann jetzt kommen. Die Wahlen in Großbritannien sind nun gelaufen. Die Tories haben die Unterhauswahlen am 12. Dezember mehr als eindeutig gewonnen. Für die Aktienmärkte waren das gute Nachrichten, denn nun herrschen klare Verhältnisse zwischen Großbritannien und der Europäischen Union. Im kommenden Jahr dürfte der Brexit, nach langer Verzögerung, endlich stattfinden.
  • In Sachen Handelskrieg haben sich die USA und China auf ein Abkommen der ersten Phase geeinigt. Die geplanten US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf 160 Milliarden US-Dollar chinesischer Waren wurden zunächst einmal verschoben. Die chinesische Regierung kündigte ebenso an, dass auch sie die geplanten Strafzölle auf US-Autos und andere Waren verschieben werden.

Das Wirtschaftswachstum weltweit stabilisiert sich, die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate sind optimistisch, der Ausblick für die Unternehmensgewinne hellt sich auf, vor allem in Europa, und das niedrige Zinsniveau dürfte uns noch lange begleiten. Die harten Fakten zeichnen ein optimistisches Bild für die Aktienmärkte ab. Wir dürfen uns von den politischen Börsen, die immer relevanter werden, auch wenn sie nicht relevant sind, nicht allzu oft ablenken lassen.

Wir warten gespannt auf das kommende Jahr und vor allem auf die US-Präsidentschaftswahlen im November 2020. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblicke.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Börsengespenster 2019 | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (50/2019)

Das ganze Jahr über wurden die Börsen von drei Geistern immer wieder heimgesucht: das Gespenst des Brexits, der Geist des Handelskrieges und der Geist der Zinspolitik in den USA. Im Laufe der vergangenen Woche haben wir jedoch gesehen, wie diese Geister scheinbar verschwunden sind – einer nach dem anderen. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Das Gespenst des Brexits

Der Brexit kann jetzt kommen. Die Wahlen in Großbritannien sind nun gelaufen. Die Tories haben die Unterhauswahlen am 12. Dezember mehr als eindeutig gewonnen und Boris Johnson steht im Mittelpunkt. Jetzt dürfte in Sachen Brexit nichts mehr im Weg stehen, denn mit einer Mehrheit im Unterhaus ist der parlamentarische Widerstand höchst unwahrscheinlich.

Für die Aktienmärkte sind das gute Nachrichten, denn nun herrschen klare Verhältnisse zwischen Großbritannien und der europäischen Union. Das Restrisiko eines harten Brexits bzw. eines unregulierten Austritts ist nunmehr vom Tisch. Jetzt müssen das Vereinigte Königreich und die EU ihre Wirtschaftsbeziehungen neu verhandeln. Das Gespenst des Brexits dürfte uns im kommenden Jahr nicht mehr begleiten.

Der Geist des Handelskrieges

Die USA und China haben gesagt, dass sie sich auf ein Abkommen der ersten Phase einigen wollen. US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf 160 Milliarden US-Dollar chinesischer Waren, die für heute (Sonntag, 15.12.2019) geplant waren, wurden zunächst einmal verschoben. Im Rahmen der ersten Phase des Abkommens werden die USA die bereits bestehenden Zölle gegen chinesische Produkte senken. Die chinesische Regierung kündigte heute an, dass auch sie die geplanten Strafzölle auf US-Autos und andere Waren verschieben werden.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte, dass China sich im Rahmen des Abkommens vom Freitag verpflichtet hat, in den nächsten zwei Jahren 40 Milliarden US-Dollar an amerikanischen Agrarprodukten zu kaufen. Er sagte, China habe auch versprochen, seine langjährige Praxis des Drucks auf Unternehmen zu beenden, ihre Technologie als Voraussetzung für den Marktzugang zu übergeben. Der Geist des Handelskrieges, zumindest was die erste Phase angeht, dürfte unseren Schlaf nicht mehr rauben.

Der Geist der Zinspolitik in den USA

Die Aktienmärkte schlossen am vergangenen Mittwoch etwas freundlicher, nachdem die US-Notenbank darauf hinwies, dass sie die Zinsen im Jahr 2020 wahrscheinlich nicht anheben wird, was die Befürchtung der Anleger beseitigt, dass sie einen Fehler vom vergangenen Jahr wiederholen würden. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell sagte in einer Pressekonferenz, die Zentralbank müsse einen anhaltenden Anstieg der Inflation sehen, bevor sie die Zinsen wieder anheben könne.

Die Inflation ist in den Vereinigten Staaten, gemessen am Verbraucherpreisindex (CPI), im November von 1,8 auf 2,1 Prozent pro Jahr gestiegen und lag über der Markterwartung von 2 Prozent, wie die vom United States (US) Bureau of Labor Statistics (BLS) am Mittwoch veröffentlichten Monatsdaten zeigen. Ob wir einen nachhaltigen Anstieg der Inflation in den USA sehen bleibt die Schlüsselfrage für das kommende Jahr!

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Rede der EZB-Präsidentin am kommenden Mittwoch. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Das Hin und Her der Politik | Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski, November 2019

Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski | Leiter Research und stellvertretender Leiter Portfoliomanagement und Handel, AMF Capital AG | www.amf-capital.de

Das Hin und Her der Politik

Seit einiger Zeit wird die Europäische Wirtschaft vom Handelskonflikt zwischen China und den USA belastet. Zudem trägt das Hin und Her rund um den Brexit zur Unsicherheit bei. Es ist daher verständlich, dass die Unternehmen bei ihren Investitionen gehemmt sind. Sie bekommen kein klares Bild von der Politik vorgegeben und können daher nicht beurteilen wo die Reise der wirtschaftlichen Entwicklung hingen wird.

Im Handelsstreit heißt es einmal die Zölle werden erhöht, dann  man sei einer Lösung ganz nah, nur um ein paar Tage später zu verkünden, dass man doch nur über eine Verschiebung nachdenke. Und somit kann das ganze Spiel wieder von vorne beginnen. Wie soll ein Unternehmen bei diesem ganzen Hin und Her denn nun wissen wie es sich für die Zukunft positionieren soll? Für ein Unternehmen gibt es kein größeres Problem als die Unsicherheit, denn dadurch sind die Wachstumsaussichten und die damit verbundene Planung der Investitionen extrem schwer zu kalkulieren. Es ist daher kein Wunder das sich die Konjunkturindikatoren in den vergangenen Monaten deutlich eingetrübt haben.

Auch zu Weihnachten werden wir uns wohl über kein Geschenk unter dem Baum freuen können, in dem eine endgültige Lösung für den Handelsstreit enthalten ist. Allerdings geht der Präsidentschaftswahlkampf im neuen Jahr in die heiße Phase und was würden die vielen negativen Schlagzeilen rund um Donald Trump und seinem Amtsenthebungsverfahren eher verblassen lassen, als wenn er einen großartigen Deal für Amerika mit China verkünden könnte.

Ob dieser Deal am Ende wirklich so großartig ist oder einfach nur dazu dient mit erhobenen Haupt davon zuschreiten ist ein andere Frage. Aber mit einem Deal könnte er endlich wieder einen benötigen Sieg präsentieren, welcher ihm wichtige Stimmen für die Wiederwahl bringen könnte. Mit diesem Deal könnte dann auch endlich der Teufelskreis für die Europäischen Exporttitel durchbrochen werden. Die Unternehmen hätten ihre Planungssicherheit zurück und das Umfeld von nicht existenten Zinsen würde den besten Boden liefern, um ihre Projekte zum Nulltarif zu finanzieren.

Wir durchschreiten daher im Moment das Tal der Tränen, allerdings deutet nicht viel darauf hin, dass am Ende des Tals eine Schlucht auf uns wartet. Es scheint vielmehr so, als das die Wirtschaft sich im kommenden Jahr stabilisieren dürfte.

Konjunkturdaten

In Deutschland stieg das BIP im dritten Quartal um +0,1% (VQ: -0,1%; [e]: -0,1%) an, womit man hauch zart einer technischen Rezession (davon wird gesprochen wenn in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal nicht wächst oder einen Rückgang verzeichnet) entgangen ist.

Nachdem der ZEW-Index im Oktober noch deutlich schwächer ausgefallen war, konnte sich der Index im November wieder erholen. Wie das ZEW-Institut mitteilte, kletterte das Barometer auf -2,1 Punkte (Vm: -22,8 Punkte; [e]: -14,8 Punkte) an. Damit schauen die befragten Analysten nicht mehr ganz so negativ in die Zukunft wie in den beiden Vormonaten. Grund dafür waren die besseren Aussichten für einen geregelten Brexit sowie die Verschiebung von US-Strafzöllen auf Autoimporte aus der EU.

Aber auch die neusten Umfrageergebnisse des Wirtschafsforschungsinstituts Ifo zeigen, dass die deutschen Unternehmen wieder etwas positiver für die Zukunft gestimmt sind. Bei der Umfrage des Münchner Institut unter 9.000 Unternehmen, kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex für November auf 95,0 Punkte (Vm: 94,7 Punkte; [e]: 95,0 Punkte) an. Der Teilindex für die aktuelle Lage ging hingegen auf 97,9 Punkten (Vm: 97,8 Punkte; [e]: 97,9 Punkte) leicht zurück.

Dass der Handelsstreit zwischen China und den USA die Weltwirtschaft belastet zeigt sich besonders deutlich an den Exportzahlen in Japan. Hier kam es bei den Ausfuhren zu dem elften Rückgang in Folge. Im Oktober lag der Rückgang bei -9,2% (Vm: -5,2%; [e]: -7,5%). Durch den Handelsstreik kamen die japanischen Exporte besonders bei den asiatischen Handelspartnern ins stocken.

In den USA scheint hingegen das schlimmste überstanden zu sein. Hier fielen die Daten zur US-Wirtschaft besser aus als im Vorfeld erwartet worden war. Der PMI Composite konnte im November auf 51,9 Punkte (Vm: 50,9 Punkte) deutlich zulegen.

Auch das von der Universität von Michigan publizierte US-Verbrauchervertrauen stieg im November auf 96,8 Punkten (Vm: 95,7 Punkten; [e]: 95,7 Punkte) deutlich an.

Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski.






Freundliche Börsen trotz reichlich Zündstoff | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (35/2019)

Trotz reichlich Zündstoff an den Märkten haben sich die Börsen gut gelaunt in das Wochenende verabschiedet. Doch die Unsicherheiten bezüglich des Brexit, dem Handelskonflikt und der abschwächenden Wirtschaft konnten die Marktteilnehmer nicht loslassen.

„Take back control from Boris. Bring down Boris. Defend Democracy. Resist the parliament shutdown.” – diese und viele weitere schlagkräftige Slogans prägten die Proteste im Vereinigten Königreich am Samstag. Nach wochenlanger Stille ist es wieder da: das Schlagwort Brexit und die Unsicherheit um die Zukunft der Briten in der Europäischen Union. Der neue britische Regierungschef Boris Johnson wird den Brexit zum 31. Oktober 2019 durchführen und betont dabei ausdrücklich, dass ein Austrittsabkommen mit der EU nicht relevant dafür sei. Der zuvor von Theresa May und der EU ausgehandelte Backstop wird von Johnson abgelehnt und somit werden an der Grenze zwischen dem zur EU gehörenden Irland und zur UK gehörenden Nordirland wieder Grenzkontrollen eingeführt. Zudem ist die Integrität des EU-Marktes mit dem Vereinigten Königreich ohne Backstop und der Frieden zwischen Katholiken und Protestanten auf der Insel dann nicht mehr gewährleistet. Zu allem Ärger hat Johnson daraufhin auch noch die zweiwöchige Sitzungspause des britischen Parlamentes auf vier Wochen verlängert – laut der Protestanten sei diese Verlängerung eine Zwangspause Johnsons. Die Verlängerung der Sitzungspause bis zum 14. Oktober würde im Endeffekt dafür sorgen, dass die Verhinderung eines harten Brexit nicht mehr möglich sei. Den Kurs der britischen Pfund hat Johnson durch diese Aktion in neue Tiefen gezwängt.

Für weitere Unsicherheit sorgt zudem die neue Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die angekündigten Strafzölle auf beiden Seiten sind in Kraft getreten, genauer die Sonderabgaben der USA auf weitere chinesische Importe in Höhe von 100 Milliarden Dollar und Gegenzölle aus China. Diese werden insbesondere amerikanische Bauern in Leidenschaft ziehen, da zehn Prozent auf Importe wie Fleisch, Mais, Kartoffel oder Obst verhängt wurden und fünf Prozent auf Sojabohnen, Milchprodukte und Chemikalien. Die USA verhängt das erste Mal auch Zölle auf Konsumgüter wie Fernseher, Instrumente, Bücher, Smartphones oder Kleidung, wodurch langfristig die Preise für amerikanische Verbraucher steigen könnten. Insgesamt belaufen sich die Zölle auf Waren im Wert von ca. 360 Milliarden Dollar. Trotz versöhnlicher Worte seitens Trump wird eine Lösung des Handelskonfliktes derzeit nicht erwartet. Mit Blick auf die nahenden Wahlen in den USA bildet sich im rund um den Handelskonflikt aber auch ein anderes Bild ab: Eine Lösung des Konflikts ist für die USA, den Dollar und die Popularität Trumps relevant. Die Wahlen finden zwar erst in fünfzehn Monaten statt, jedoch ist die erneute Wahl Trumps als Präsidenten der USA von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig. Der wirtschaftliche Aufschwung schwächt in den USA ab und durch den Handelskonflikt ist das Wirtschaftswachstum ebenfalls gefährdet.

Zu allem Übel können wir seit Wochen auch eine inverse Zinsstruktur in den USA beobachten. Das bedeutet, dass die Rendite festverzinslicher Wertpapiere für lange Laufzeiten niedriger ist als die für kurze Laufzeiten. So notierte die Rendite für 10-year U.S. Treasuries zeitweise geringer als die Rendite für die 2-year U.S. Treasuries. Das Risiko kann bei 10-jährigen Anleihen jedoch weniger gut eingeschätzt und eingepreist werden, als bei 2-jährigen Anleihen. In der Vergangenheit wurde die Inversion der Zinsstrukturkurve als Vorbote einer drohenden Rezession angesehen. Anleger achten inzwischen genauer auf den Spread zwischen Anleihen, da dieser ein verlässlicher Konjunkturindikator sei. Die Aktienmärkte reagierten bspw. am Mittwoch auf die Inversion der Zinsstrukturkurve in den USA mit Börsenverlusten. Ob die wiederholte Inversion nun tatsächlich auf eine nahende Rezession hindeutet wird sich zukünftig zeigen.

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Währungskrieg oder Handelskrieg?! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (32/2019)

Gefühlt seit einer halben Ewigkeit sind China und Amerika in einen immer wieder eskalierenden Handelskonflikt verwickelt. Der Kampf ist immer noch nicht entschieden und es ist noch kein Ende in Sicht. Doch aus Verzweiflung ergreifen die Gegner neue Maßnahmen, um den Krieg zu gewinnen, nämlich die Abwertung der eigenen Währung. Willkommen in der Verlängerung des Handelskrieges – dem Währungskrieg.

Doch was sollte man unter einem Währungskrieg bzw. der kompetitiven Abwertung der Währung verstehen? Ein Währungskrieg (Currency War) ist ein Konflikt zwischen Volkswirtschaften, bei dem die eigene Währung abgewertet wird, um dadurch die eigene internationale Wettbewerbsfähigkeit auf Kosten der anderen Volkswirtschaften zu verbessern. Infolgedessen soll der Export steigen, die Produktion angekurbelt werden und die Arbeitslosigkeit sinken. Wenn ein Land wie China z.B. die eigene Währung abwertet, werden Exporte billiger, während Importe teurer werden.

Mit rund 12,3 Prozent der weltweiten Exporte kann China durch eine massive Abwertung des Renminbis enorm profitieren. Doch die zweitgrößte Exportmacht der Welt – die USA – hat bereits (inoffiziell) den Währungskrieg angekündigt. An den Devisenmärkten spürt man bereits die ersten Anzeichen eines anstehenden Währungskrieges. Der US-Dollar-Index verlor vergangene Woche rund 0,6 Prozent, was den größten wöchentlichen Rückgang seit Ende Juni entspricht. Auch in China verlor der Renminbi in den letzten 5 Handelstage 1,8 Prozent und ist damit auf dem Weg zu seinem größten wöchentlichen Rückgang seit 13 Monaten.

Die Turbulenzen an den Devisenmärkten und Börsen weltweit führten dazu, dass Gold vergangene Woche die Performance-Rangliste anführte. Der Anstieg des Edelmetalls um 4,3 Prozent war die beste Wochenperformance seit Ende Juni. Der Preis pro Feinunze lag Ende der vergangenen Woche über 1.500 USD, was einem Sechsjahreshoch entspricht. Da das Risiko eines Währungskrieges stark zunimmt, haben viele US-Hedgefonds ihre Gold-Exposure deutlich erhöht. Werden wir bald die Marke von 1.600 USD knacken?

Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Powell to the rescue – die Stimmung in Europa trübt sich ein | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (28/2019)

Der Dow Jones erreichte am vergangenen Donnerstag ein Rekordhoch und schloss zum ersten Mal über der magischen Marke von 27.000 Zählern – Powell sei Dank! Nachdem Fed-Chef Jerome Powell Anfang letzter Woche neue Zinssenkungen angedeutet hat, fingen die US-Indizes an neue Höhen zu erklimmen. Doch die Rede von Powell lässt viele Fragen noch unbeantwortet.

In seiner Stellungnahme vor dem Senat am vergangenen Mittwoch äußerte Powell, dass sich der wirtschaftliche Ausblick in den letzten Wochen nicht verbessert habe und betonte mehrere Risiken. Die US-Notenbank ist über die schwächelnde Inflation besorgt, was ja letztendlich auf das nachlassende Verbrauchervertrauen zurückzuführen ist. Darüber hinaus machte Powell deutlich, dass er an Machtspielchen mit Donald Trump nicht interessiert ist. Die amerikanischen Aktienindizes reagierten mit neuen Hochständen (S&P 500, NASDAQ 100 & Dow Jones Industrial) auf die Kommentare von Powell.

Etwas weniger Euphorie war auf den europäischen Aktienmärkten zu spüren. Der deutsche Leitindex kam in der vergangenen Woche etwas unter die Räder und fiel nach fünf Verlusttagen in Folge um 1,95 Prozent. Grund dafür sind eine Reihe von Gewinnwarnungen sowie neu entfachte Konjunktursorgen. Der Euro Stoxx 50 folgte dieser Entwicklung und schloss die Woche mit 0,86 Prozent im Minus.

Die Berichtssaison für das zweite Quartal 2019 ist bereits in vollem Gange. Die Unternehmen in Deutschland blicken nur noch verhalten optimistisch nach vorne. Der Autokonzern Daimler musste seine Jahresprognose erneut, innerhalb weniger Wochen, senken. Der Konzern begründet die Gewinnwarnung u.a. mit der Dieselthematik und mit einer Erhöhung der Rückstellungen im Zusammenhang mit einem Rückruf von Takata-Airbags um 1,0 Milliarden Euro. Auch die neueste Entwicklung der BASF, das weltweit größte Chemieunternehmen, weist auf eine sich abschwächende Weltwirtschaft hin. Die vom Handelskrieg ausgelöste Abkühlung der Autoindustrie bis hin zum Agrarbereich könnte die Gewinne der Unternehmen in diesem Jahr um 30 Prozent verringern.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die ZEW-Umfrage zu den Konjunkturerwartungen in Deutschland. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Meine Damen und Herren, am Gleis 3 verspätet sich der Brexit | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (13/2019)

Hierzulande sind wir es gewohnt, dass die Züge mit Verspätung fahren. Doch die Politik dürfte etwas zuverlässiger als die Deutsche Bahn sein, oder? Sei es der Brexit oder nun der große DEAL zum Handelskonflikt – Anleger warten ungeduldig auf eine klare Richtung.

Die britische Premierministerin Theresa May wird voraussichtlich ihren Austrittsentwurf dem britischen Parlament, erneut, zur vierten Abstimmung vorlegen – obwohl ihre Vorschläge bereits dreimal abgelehnt wurden. Am vergangenen Wochenende marschierten hunderttausende Briten und forderten den Widerruf des Artikel 50 – die öffentliche Stimmung ändert sich zu ihren Gunsten. Ein zweites Referendum ist nicht sehr wahrscheinlich und wirft die Frage auf, ob es überhaupt demokratisch ist – sollen die Briten so oft die Münze werfen, bis das Ergebnis stimmt? Eines scheint jedoch sicher zu sein: Ein Hard-Brexit könnte das Pfund auf den niedrigsten Stand seit 1985 gegen den US-Dollar bringen. Als es wahrscheinlich schien, dass Großbritannien die EU ohne ein Abkommen verlässt, fiel das Pfund gegenüber dem Dollar.

Der Handelskrieg „DEAL“ wird sich auch ein wenig verspäten. Doch beide Seiten, USA und China, sind weiterhin entschlossen, eine Einigung zu erzielen, die eine Eskalation eines Handelskrieges verhindert. In einem Tweet nannte US-Finanzminister Mnuchin die Gespräche mit China “konstruktiv” und bestätigte, dass der chinesische Vizepremier Liu He nächste Woche in Washington erwartet wird.

Auf den Finanzmärkten der Welt sind die Anleiherenditen gesunken, während Sorgen um eine schwächere Weltwirtschaft steigen. Die Erwartungen, dass die Zentralbanken die Zinsen senken werden, bevor sie sie jemals wieder anheben, sind signifikant gestiegen. Doch die amerikanische Notenbank hat auf ihrer März-Sitzung nicht angedeutet, dass Zinssenkungen notwendig seien. Der führende Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, möchte jedoch, dass die US-Notenbank die Zinssätze “sofort” um 50 Basispunkte senkt. Die Fed sollte sich dem Druck des Marktes nicht beugen, indem sie sich für eine “vorzeitige” Zinssenkung ausspricht, bis klar wird, ob die jüngste Schwäche der US-Wirtschaft ein Ausrutscher oder ein Vorbote der Gefahr auf dem Weg dorthin ist, sagte Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, am Freitag gegenüber Reuters.

Hierzulande verbessern sich die Aussichten für die Wirtschaft. So ist der Ifo-Geschäftsklimaindex nach sechs Rückgängen in Folge überraschend gestiegen. Grund dafür seien die positiven Aussichten, vor allem für den Dienstleistungssektor, den Handel und die Bauwirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe hingegen trübte sich die Stimmung ein, denn die Erwartungen sind auf den tiefsten Stand seit 2012 gefallen. 

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Die kaputte Schallplatte – Brexit Blues & Trade War Boys | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (11/2019)

Man könnte glauben, dass die Schallplatte kaputt ist. Trump hat erneut den Trade Deal mit China nach hinten verschoben und die Briten können sich immer noch nicht entscheiden, was aus dem Brexit werden soll. Seit Monaten drehen sich die Märkte rund um die Themen Brexit und Trade War – wann ist endlich ein Ende in Sicht? Die Märkte ließen sich vergangener Woche jedoch nicht  davon abhalten, positiv abzuschließen – grüne Zahlen across the board! (siehe Performance Tabelle unten).

Berichten zufolge, möchte die britische Premierministerin Theresa May um eine kurze Verlängerung der Austrittsfrist bis Ende Juni bitten. Das Problem: Ende Mai findet die Wahl zum neuen EU-Parlament statt. Es soll im Juli das erste Mal zusammenkommen, dann erstmals ohne Abgeordnete aus Großbritannien. Das könnte die Union in schwerwiegende juristische Probleme stürzen, falls Großbritannien um eine Verlängerung bis Ende Juni bittet.

Und zweites Leidensthema – Trade War: Donald Trump hat es wohl nicht besonders eilig, ein Handelsabkommen mit China abzuschließen. Trotz Behauptungen über den Fortschritt der Gespräche zwischen den USA und China wird nun Ende April ein erhoffter Gipfel in Trump’s Mar-a-Lago Resort stattfinden – falls es überhaupt dazu kommen sollte.

Doch die US-Industrieproduktion (PMI: Purchasing Manager Index) aus den USA gibt Grund zur Sorge. Der PMI fiel im Februar 2019 auf 54,2 gegenüber 56,6 im Januar und lag damit unter den Markterwartungen von 55,5. Die Lesung verwies auf das langsamste Wachstum der Fabriktätigkeit seit November 2016, da Auftragseingänge, Produktion und Beschäftigung weniger stark stiegen. Der PMI ist deshalb ein führender Indikator in den USA, da er die Produktion von Unternehmen, die in den Industriesektor der Wirtschaft integriert sind, misst. Das Verarbeitende Gewerbe ist der wichtigste Sektor der Vereinigten Staaten und macht 78 Prozent der Gesamtproduktion aus.

Eine schlechte Woche hat der Flugzeugbauer Boeing hinter sich. Nach dem bereits zweiten Absturz des Maschinentyps 373 Max 8 und Max 9 und Flugverboten für diese Maschine, sowie schmerzhaften Kursverlusten der Boeing-Aktie wurde mitgeteilt, dass Boeing die Auslieferung der Maschine 373 Max 8 aussetzt. Experten rechnen mit Strafschadensersatzansprüchen gegen Boeing in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar.

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Brexit rückt näher – keine Einigung in Sicht | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (09/2019)

29. März 2019 – ein Datum, welches momentan vielen Menschen ein Dorn im Auge ist und welches in die Weltgeschichte eingetragen werden könnte. Die Welt wartet mit einer großen Portion Ungewissheit auf ein Abschluss des Themas „BREXIT“. Bisher sind weit und breit keine Einigung des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union und kein Ablaufplan des Austritts in Sicht.  Stattdessen verbreiten sich auf der Insel die Gerüchte, dass der reichste Einwohner Sir Jim Ratcliffe nach Monaco auswandern wird. Mit ihm gemeinsam auch Steuergelder in Millionen-/ Milliardenhöhe. Zudem steigt die Anzahl der britischen Auswanderer allgemein ebenfalls an – so haben in 2018 fast 100.000 britische Bürger die einen irischen Pass beantragt. Ein harter Brexit könnte fatale Folgen mit sich bringen – so beispielsweise eine Verknappung der Güter in Supermärkten oder Apotheken.

Währenddessen hat auf der anderen Seite des Globusses eine neue Ära der amerikanischen Präsidentschaft begonnen: Zwischen den USA und Nordkorea wurde keine Einigung getroffen. Nordkorea hat die Aufhebung sämtlicher Sanktionen von den USA gefordert, Trump indes hat nicht zugestimmt. Zusätzlich startete Trumps Ex-Anwalt Cohen eine fiese Enthüllungsschlacht gegen ihn und warf ihm kriminelle Tätigkeiten vor. Trump kann nun kräftigen Gegenwind gegen seine Person befürchten.

Die Deadline am 1. März zwischen den USA und China wurde jedoch mit Einvernehmen beider Seiten verschoben. Gespräche mit Xi Jinping zur Lösung des Handelskonfliktes werden laut Trump noch stattfinden – wenigstens etwas Hoffnung für die Märkte, auch wenn eine Bestätigung diesbezüglich noch aussteht. 

Whatever it takes – but at what cost? Um die chinesische Wirtschaft zu stimulieren plant die chinesische Regierung Steuerkürzungen und Ausgaben in die Infrastruktur in Höhe von 370 Milliarden Yuan – mit massiven Schulden. Der CSI 300 notiert seit Jahresbeginn eine sehr starke Performance, inzwischen schon 24,55 Prozent seit Jahresbeginn. Es bleibt abzuwarten, ob die Pläne Chinas, auch mit Hinblick auf den Handelskonflikt, aufgehen werden. 

Die Börsen entwickelten sich diese Woche moderat. Lediglich die Rohstoffmärkte notierten im Wochenverlauf negative Zahlen. Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben dafür gesorgt, dass die Ölpreise gefallen sind. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf sein Zwei-Jahres-Tief um 2,4 Prozent auf 54,2 Punkte. Auch der Goldpreis ist in den letzten zwei Wochen deutlich gefallen und notierte am Freitag bei 1306 US-Dollar je Feinunze. Auf Wochensicht hat Gold 2,62 Prozent Verluste gemacht. Grund dafür ist die allgemein positive Stimmung an den Märkten, da Gold nicht mehr als einzig sichere Anlage wahrgenommen wird. 

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?

Wie haben sich die Märkte im Februar geschlagen? 


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Trade War – die dunklen Wolken lösen sich langsam auf | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (08/2019)

Die dunklen Wolken am Himmel des Handelskonfliktes scheinen sich langsam aufzulösen – können Anleger die lang ersehnte Einigung zwischen den USA und China erwarten? Die Staatspräsidenten haben sich zumindest bei dem Treffen in dieser Woche hinsichtlich einer Einigung zuversichtlich gezeigt. China habe den USA Zusagen in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar gemacht, um das US-Defizit im Warenaustausch mit China zu reduzieren. Auch der Streit zwischen der US-Regierung und Huawei könnten bei dem Abkommen gelöst werden. Doch Anleger sollten sparsam mit dem Optimismus umgehen, denn Einigungen zwischen den USA und der EU sind bisher nicht in Sicht. Es steht weiterhin offen, ob die deutsche Automobilindustrie unter amerikanischen Strafzöllen leiden wird.

Insgesamt entwickelten sich die Märkte diese Woche positiv, trotz negativer Ergebnisse des ifo-Geschäftsklimaindex im Februar. Deutschlands Unternehmer haben die Lage in Deutschland seit 2014 nicht mehr so schlecht bewertet – ein Indiz für die weiterhin gedämpfte Konjunktur. Im Januar stand der Index bei 99,3 Punkten und sank diesen Monat auf 98,5 Punkte.

In der kommenden Woche beginnen erneut Abstimmungen zu dem Thema BREXIT. Nach Gesprächen zwischen May und Juncker gab es erneut keine Fortschritte. Die Gefahr eines „No Deal“-Brexit ist laut Experten hoch.

16,92 Prozent Performance in 2019 – der chinesische Aktienindex CSI 300 ist bisheriger Spitzenreiter in der Performancetabelle. Anscheinend sind Investoren davon überzeugt, dass die chinesischen Märkte ihre unruhigen Zeiten hinter sich haben – trotz des weiterhin existenten Handelskonfliktes.

Ein heißes Thema sind derzeit Aktienrückkäufe, welche insbesondere von amerikanischen Unternehmen in Rekordhöhe betrieben werden. Die Meinungen spalten sich: Während Namen wir Sanders, Schumer oder Rubio Aktienrückkäufe als wertvernichtende und für die Wirtschaft gefährliche Praktiken beschimpfen, befürworten andere das Doping der Aktienkurse. Bereits die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms steigert die Kurse in den darauffolgenden Tagen um durchschnittlich ein bis zwei Prozent. Über 700 Milliarden Dollar haben amerikanische Unternehmen im letzten Jahr für ihre eigenen Aktien ausgegeben. Der Trend steigt allerdings auch in Deutschland an: So hat beispielsweise der Industriegaskonzern Linde angekündigt bis Ende April ca. fünf Prozent der ausstehenden Aktien aufzukaufen (ungefähr eine Milliarde US-Dollar).

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen