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#MANA Make America Nuclear Again

Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (42/2018)

Der am 8. Dezember 1987 von US-Präsident Reagan und dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow unterzeichnete INF-Vertrag droht zu zerfallen. Erstmals kam es 1987 zu einer echten Abrüstung, denn statt die Nuklearwaffen zu begrenzen, hat das Abkommen eine ganze Gattung von Atomwaffen vernichtet. Nun will US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit Russland beenden. Der Grund dafür?

“Russland hat das Abkommen verletzt. Sie haben es viele Jahre lang verletzt. Wir werden es nicht zulassen, dass sie ein Nuklearabkommen verletzen und sich Waffen zulegen, während es uns nicht erlaubt ist”, so Trump.

Das russische Außenministerium zögert nicht und reagiert auf die Vorwürfe von Trump: “Der Traum von einer unipolaren Welt” sei die Hauptmotivation für den angekündigten Rückzug, denn Beweise gibt es nicht.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Nach den erheblichen Verlusten an den Aktienmärkte letzte Woche wurden Anleger diese Woche mit einer leichten Erholung beschert: der deutsche Leitindex DAX schloss die Woche mit +0,26 Prozent; der europäische Leitindex EURO STOXX 50 schloss die Woche ebenfalls etwas fester mit +0,51 Prozent. Nun liegen seit Jahresbeginn die führenden europäischen Indizes tief im roten Bereich: DAX mit -13,26 Prozent; EURO STOXX 50 mit -11 Prozent.

Beginnt nach dem längsten Bullenmarkt der Geschichte nun der Bärenmarkt? Morgan-Stanley warnt, dass dies erst der Anfang eines einsetzenden Bärenmarktes ist. An den amerikanischen Märkten verabschiedete sich der S&P 500 mit +0,02 Prozent bei 2.767,78 Punkten in das Wochenende. Auch der Dow Jones 30 Industrial konnte mit einer positiven Wertenwicklung von +0,59 Prozent die Woche abschließen. Der NASDAQ Composite Index konnte den Wertverlust der vergangenen Woche (KW41: -6,2 Prozent) fast vollständig wiedergutmachen und ging mit +4,38 Prozent in das Wochenende.

Die Auswirkungen des Handelskonfliktes zwischen den USA und China ist mitunter ein Grund für die schlechte Laune an den Märkten. Chinas Wachstum ist stark zurückgegangen, der Anstieg betrug im dritten Quartal lediglich 6,5 Prozent, wobei 6,6 Prozent erwartet wurden. Um gegen die Folgen der von den USA erhobenen Strafzölle anzugehen wird China die Geld- und Haushaltspolitik lockern, zudem sollen Infrastrukturprojekte dem Wachstum neue Impulse verleihen – mit dem Risiko einer weiteren Staatsverschuldung.

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden 43. Börsenwoche?

Am kommenden Montag kommt es zum großen Showdown zwischen Rom und Brüssel. Der Streit um Italiens Haushaltspolitik verschärft sich weiter. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wirft Rom eine “beispiellose” Abweichung von den europäischen Haushaltsregeln vor. Bis Montag, den 22. Oktober, hat die italienische Regierung Zeit, sich zu den Bedenken der EU zu äußern.

Genau in der Phase der gestiegenen Verunsicherung an den Kapitalmärkten startete die Berichtssaison. Nach etwa 10 Prozent der US-Unternehmen setzt sich der erfolgreiche Trend der Vorquartale fort. Nun hat die Berichtssaison es bislang nicht geschafft, die Stimmung der Anleger zu heben. In der kommenden Woche werden weitere amerikanische und europäische Unternehmen Ihre Quartalsergebnisse für das dritte Quartal 2018 veröffentlichen.

Im Euroraum wird am Montag das Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und Asset Backed Securities veröffentlicht. Am Dienstag folgen die Einzelhandelsumsätze der Amerikaner aus dem Redbook und die vorläufigen Zahlen aus dem Euroraum zum Verbrauchervertrauen im Oktober. Der Mittwoch startet mit den Einkaufsmanagerdaten: in Deutschland der PMI mit den Zahlen aus dem verarbeitenden Gewerbe im Oktober. Zudem wird der Wirtschaftsbericht der Federal Reserve, das Beige Book, veröffentlicht. Am Donnerstag werden der ifo-Geschäftsklimaindex Oktober und am Nachmittag der Zinsentscheid er EZB veröffentlicht. Vor dem Wochenende folgen dann noch das Konsumklima der Uni Michigan (Verbraucherverhalten) und das Bruttoinlandsprodukt aus den USA für das dritte Quartal.

Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen