Der Oktober hat erneut zugeschlagen. Während der ersten zwei Handelstage im neuen Monat hat der deutsche Leitindex DAX die kompletten Gewinne aus dem September wieder abgegeben. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Sorgen um die Konjunktur im In- und Ausland

Die deutsche Konjunktur ist auf einer Achterbahnfahrt – und das nicht erst seit gestern. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW, ifo, ifW, IWH, RWI) Deutschlands blicken besorgt auf die Konjunktur zu Hause. In Ihrer Herbstdiagnose teilten die Institute eine etwas trübere Prognose des Wachstums in Deutschland mit: das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2019 nur um 0,5 Prozent und 2020 um 1,1 Prozent steigen. Im Frühjahr waren die Prognosen etwas freundlicher, nämlich 0,8 (2019) und 1,8 (2020) Prozent.

Werfen wir einen Blick über den Atlantik zum großen Bruder Amerika, wobei wir feststellen, dass auch dort das konjunkturelle Bild etwas schwammiger wird. Die Wirtschaftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe (ISM Manufacturing PMI) ist von 49,1 im August auf 47,8 im September gefallen – der niedrigste Wert seit Juli 2009 (44,8). Das verarbeitende Gewerbe der USA bzw. die Produktion, ist die größte der Welt. Sie produziert rund 18 Prozent der Weltproduktion und trug 2018 11,6 Prozent zur Wirtschaftsleistung der USA bei. Obwohl das verarbeitende Gewerbe zwei Monate hintereinander gesunken ist, sank auch die Arbeitslosenquote auf 3,5 Prozent, was einem 50-Jahres-Tief in den USA entspricht.

Die Arbeitslosenquoten und die PMI-Zahlen in den USA zeigen zwei verschiedene Bilder auf. Doch sie sind nur zwei von vielen Messgrößen für die Konjunktur. Das komplexe Gebilde der Wirtschaftsleistung lässt sich nicht so einfach von lediglich zwei Werten erklären.

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung steigt signifikant

Am Rande der schlechten wirtschaftlichen Nachrichten der vergangenen Woche reagierten die Aktienmärkte weltweit auch entsprechend negativ. Gegen Ende der Woche traten die Märkte jedoch in einen weiteren Rallye-Modus ein. Die jüngste Markterholung war darauf zurückzuführen, dass sich die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Leitzinssenkung der Fed am 30. Oktober wesentlich erhöht hat. Wieder einmal scheint es, als könnten die US-Notenbank Helden den Tag retten. 

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am kommenden Montag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen