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Kaufrausch trotz Pessimismus | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (49/2019)

Der Kaufrausch der US-Konsumenten erreicht neue Höhen. Auf der anderen Seite weist der ISM-Einkaufsmanagerindex auch im November auf eine schrumpfende US-Industrie hin. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Frohen Black Friday! Alles Gute zum Cyber Monday!

Man könnte behaupten, dass Black Friday und Cyber Monday zu Amerikas ‚Lieblingsfesten‘ geworden sind. Mit der bevorstehenden Weihnachtszeit haben viele Amerikaner ihre Weihnachtsgeschenke an diesen beiden Tagen bereits gekauft.

Nach Daten des Marktforschungsunternehmens Adobe Analytics wurden in diesem Jahr neue Rekordumsätze erzielt. Am Black Friday wurden insgesamt 7,4 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt, was dem größten Verkaufstag aller Zeiten für den Black Friday entspricht. Am Cyber Monday wurden insgesamt Online-Bestellungen über 9,4 Milliarden US-Dollar aufgegeben, 1,5 Milliarden mehr als im Vorjahr.

Wenn wir einen Blick nach China werfen, sehen wir noch viel Luft nach oben. Allein am ‚Singles‘ Day‘, das chinesische Pendant zu Black Friday und Cyber Monday, hat der Amazon-Rivale Alibaba 38,4 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt.

Die US-Einkaufsmanager zeigen sich ‚noch‘ pessimistisch

Aus den USA kamen am vergangen Montag Konjunkturdaten, die erneut unter den Erwartungen der Analysten lagen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ging auf 48,1 Punkte zurück und lag damit deutlich unter den Erwartungen von 49,2 Punkten am Markt. Mit einem Indexwert von unter 50 Punkten signalisiert der Index, dass die US-Industrie schrumpft. Seit August 2019 befindet sich die US-Industrie im ‚Schrumpfmodus‘.

Der Welthandel bleibt das wichtigste branchenübergreifende Thema. Der fortgeschrittene Handelskrieg zwischen den USA und China bereitet den verarbeitenden Sektoren der USA Bauschmerzen. Von den 18 verarbeitenden Industrien verzeichneten nur fünf im November ein Wachstum: Bekleidung, Lebensmittel, Papierprodukte, Elektronikprodukte und sonstige Herstellung. Die restlichen 13 Branchen meldeten einen Rückgang, u.a.: Holzprodukte, Möbel, Textilfabriken, Transportrüstung, Maschinen und chemische Produkte. Ein baldiges Abkommen zwischen den Handelsgiganten könnte die Weltwirtschaft nach vorne katapultieren. Noch müssen wir uns gedulden!

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed am kommenden Mittwoch. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


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Oktober Deals – sollten Anleger jetzt jubeln? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (42/2019)

Der Monat Oktober ist bekannt für seine großartigen Angebote am Schwarzen Freitag. Allerdings war dieses Jahr anders. Anleger durften sich bereits zwei Mal freuen: zum einen über den China-Deal und am vergangenen Donnerstag über den Brexit-Deal! Doch die Kauflaune der Börsianer war letzte Woche nicht zu spüren. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Endlich ein Brexit-Deal, aber die Euphorie lässt schnell nach

Für kurze Zeit während des Brexit-Gipfels am vergangenen Donnerstag waren die europäischen Aktienmärkte voller Euphorie, denn die EU und Großbritannien hatten sich endlich auf einen Brexit-Deal geeinigt. Nachdem der deutsche Leitindex um mehr als 1 Prozent gestiegen ist, mussten die Gewinne auch schnell wieder abgegeben werden, denn die Börsianer erinnerten sich schnell daran, dass auch Theresa May zu Ihrer Zeit einen Deal mit der EU hatte. Wir alle wissen, wie die Geschichte ausgegangen ist.

Das Prozedere ist bekannt: auch Boris Johnsons muss, wie seine Vorgängerin Theresa May, vor dem britischen Unterhaus antreten um die Parlamentarier von „seinem“ Deal zu überzeugen. Der erste Anlauf am vergangenen Samstag fühlte sich wie ein Déjà-vu an. Das britische Parlament hat zunächst ein Gesetz beschlossen, welches die Unterstützung des Deals mit der EU bis zur vollständigen Gesetzgebung zurückhält. Johnson ist entschlossen, erneut am Montag vor dem Parlament anzutreten. Möglicherweise wird Johnson, wie Theresa May, die EU erneut um eine Verlängerung bitten. Das Brexit-Spiel dürfte uns bis in das Jahr 2020 begleiten.

US-Banken bleiben trotz Notenbankpolitik profitabel

US-Banker und Bankinvestoren können endlich ausatmen. Es gab erhebliche Ängste, dass die Ergebnisse des 3. Quartals aufgrund der sinkenden Zinsen deutlich schlechter ausfallen würden.

Die amerikanischen Großbanken haben einmal mehr bewiesen, dass sie einen Schlag einstecken können. Die meisten Banken übertrafen die Gewinnschätzungen der Analysten, einige davon mit deutlichem Abstand.

Das Ertragswachstum war jedoch geringer, da die Kreditmargen aufgrund der niedrigen Zinssätze deutlich enger waren. Trotz der dünneren Luft im dritten Quartal funktionieren die Geschäftsmodelle der US-Banken nach wie vor. Die großen Kreditgeber sammeln immer noch in gesundem Tempo Einlagen – anders als bei den europäischen Banken. Mittlerweile erwirtschaften die meisten US-Großbanken in einem Quartal mehr Gewinn, als die Deutsche Bank im ganzen Jahr. Die europäischen Banken müssen Ihre Quartalsergebnisse in den kommenden Wochen noch veröffentlichen.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die EZB Zinsentscheidung am kommenden Donnerstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Chinas Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Erholung | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (36/2019)

Nun ist es wieder Sonntag. Eine weitere Handelswoche ist inzwischen zu Ende gegangen. Viel bewegte vergangene Woche die Aktienmärkte: das britische Unterhaus hat sich klar gegen ein No-Deal-Brexit ausgesprochen; in Italien ist es der Fünf-Sterne-Bewegung-Partei gelungen gemeinsam mit den Sozialdemokraten eine Regierung zu bilden und die Handelsgespräche zwischen China und USA werden im Oktober weitergeführt.

Die chinesische Wirtschaft zeigte im August Anzeichen einer Erholung – zumindest kurzfristig. Chinas Produktionsindex Caixin kehrt im expansiven Modus zurück. Der Caixin-Index ist einer der führenden Indikatoren für die Geschäftsbedingungen in China und wird von Analysten weltweit genau beobachtet. Ein Wert von 50 trennt die Expansion von der Kontraktion. Je höher der Wert über 50 liegt, desto schneller die Expansion, während je weiter unter 50, desto größer die Kontraktion. Laut Daten der chinesischen Regierung expandierte trotz Handelskonflikt mit den USA Chinas Produktion von 49,9 Punkten im Juli auf 50,4 im August. Das verarbeitende Gewerbe machte in der ersten Hälfte des Jahres knapp 30 Prozent des chinesischen Bruttoinlandproduktes aus.

Die Exportaufträge gingen jedoch im dritten Monat in Folge und mit dem stärksten Tempo seit November 2018 zurück. Sowohl Washington als auch Peking begannen am vergangenen Sonntag, neue Zölle auf die Waren des anderen zu erheben. Beide Handelsmächte haben sich jedoch darauf geeinigt, konkrete Maßnahmen zu unternehmen, um positive Bedingungen für einen weiteren Dialog zu schaffen. Beide Länder werden sich Anfang Oktober in Washington treffen.

Werfen wir nun einen Blick auf Europa. „Take back control from Boris. Bring down Boris. Defend Democracy. Resist the parliament shutdown.” – diese und viele weitere schlagkräftige Slogans prägten die Proteste im Vereinigten Königreich am vergangenen Wochenende. Der neue britische Regierungschef Boris Johnson wird den Brexit zum 31. Oktober 2019 durchführen und betont dabei ausdrücklich, dass ein Austrittsabkommen mit der EU nicht relevant dafür sei. Doch das britische Unterhaus ist einer anderen Meinung gewesen – das britische Unterhaus hat sich klar gegen einen No-Deal-Brexit ausgesprochen. Das neue Gesetz sieht vor, den Brexit vom 31. Oktober bis zum 31. Januar 2020 zu vertagen, falls Johnson bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen mit der EU erreicht hat – so soll ein „Hard Brexit“ Großbritanniens aus der Europäischen Union verhindert werden. In der kommenden Woche wird das britische Parlament zum neuen Brexit Plan abstimmen. Wir lassen uns, wie immer, einfach mal überraschen.

Nach wochenlanger Krise in Italien gibt es nun endlich eine Regierung. Die neue italienische Regierung aus der populistischen Partei Fünf-Sterne-Bewegung und den Sozialdemokraten ist nach mühsamen Verhandlungen entstanden – auch wenn vor kurzem noch diese Konstellation der Regierungsbildung undenkbar erschien. Ob diese Koalition Früchte trägt werden wir in den kommenden Wochen genauer beobachten.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Reuters/Uni Michigan Verbrauchervertrauen-Daten am kommenden Freitag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Freundliche Börsen trotz reichlich Zündstoff | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (35/2019)

Trotz reichlich Zündstoff an den Märkten haben sich die Börsen gut gelaunt in das Wochenende verabschiedet. Doch die Unsicherheiten bezüglich des Brexit, dem Handelskonflikt und der abschwächenden Wirtschaft konnten die Marktteilnehmer nicht loslassen.

„Take back control from Boris. Bring down Boris. Defend Democracy. Resist the parliament shutdown.” – diese und viele weitere schlagkräftige Slogans prägten die Proteste im Vereinigten Königreich am Samstag. Nach wochenlanger Stille ist es wieder da: das Schlagwort Brexit und die Unsicherheit um die Zukunft der Briten in der Europäischen Union. Der neue britische Regierungschef Boris Johnson wird den Brexit zum 31. Oktober 2019 durchführen und betont dabei ausdrücklich, dass ein Austrittsabkommen mit der EU nicht relevant dafür sei. Der zuvor von Theresa May und der EU ausgehandelte Backstop wird von Johnson abgelehnt und somit werden an der Grenze zwischen dem zur EU gehörenden Irland und zur UK gehörenden Nordirland wieder Grenzkontrollen eingeführt. Zudem ist die Integrität des EU-Marktes mit dem Vereinigten Königreich ohne Backstop und der Frieden zwischen Katholiken und Protestanten auf der Insel dann nicht mehr gewährleistet. Zu allem Ärger hat Johnson daraufhin auch noch die zweiwöchige Sitzungspause des britischen Parlamentes auf vier Wochen verlängert – laut der Protestanten sei diese Verlängerung eine Zwangspause Johnsons. Die Verlängerung der Sitzungspause bis zum 14. Oktober würde im Endeffekt dafür sorgen, dass die Verhinderung eines harten Brexit nicht mehr möglich sei. Den Kurs der britischen Pfund hat Johnson durch diese Aktion in neue Tiefen gezwängt.

Für weitere Unsicherheit sorgt zudem die neue Eskalationsstufe im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die angekündigten Strafzölle auf beiden Seiten sind in Kraft getreten, genauer die Sonderabgaben der USA auf weitere chinesische Importe in Höhe von 100 Milliarden Dollar und Gegenzölle aus China. Diese werden insbesondere amerikanische Bauern in Leidenschaft ziehen, da zehn Prozent auf Importe wie Fleisch, Mais, Kartoffel oder Obst verhängt wurden und fünf Prozent auf Sojabohnen, Milchprodukte und Chemikalien. Die USA verhängt das erste Mal auch Zölle auf Konsumgüter wie Fernseher, Instrumente, Bücher, Smartphones oder Kleidung, wodurch langfristig die Preise für amerikanische Verbraucher steigen könnten. Insgesamt belaufen sich die Zölle auf Waren im Wert von ca. 360 Milliarden Dollar. Trotz versöhnlicher Worte seitens Trump wird eine Lösung des Handelskonfliktes derzeit nicht erwartet. Mit Blick auf die nahenden Wahlen in den USA bildet sich im rund um den Handelskonflikt aber auch ein anderes Bild ab: Eine Lösung des Konflikts ist für die USA, den Dollar und die Popularität Trumps relevant. Die Wahlen finden zwar erst in fünfzehn Monaten statt, jedoch ist die erneute Wahl Trumps als Präsidenten der USA von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig. Der wirtschaftliche Aufschwung schwächt in den USA ab und durch den Handelskonflikt ist das Wirtschaftswachstum ebenfalls gefährdet.

Zu allem Übel können wir seit Wochen auch eine inverse Zinsstruktur in den USA beobachten. Das bedeutet, dass die Rendite festverzinslicher Wertpapiere für lange Laufzeiten niedriger ist als die für kurze Laufzeiten. So notierte die Rendite für 10-year U.S. Treasuries zeitweise geringer als die Rendite für die 2-year U.S. Treasuries. Das Risiko kann bei 10-jährigen Anleihen jedoch weniger gut eingeschätzt und eingepreist werden, als bei 2-jährigen Anleihen. In der Vergangenheit wurde die Inversion der Zinsstrukturkurve als Vorbote einer drohenden Rezession angesehen. Anleger achten inzwischen genauer auf den Spread zwischen Anleihen, da dieser ein verlässlicher Konjunkturindikator sei. Die Aktienmärkte reagierten bspw. am Mittwoch auf die Inversion der Zinsstrukturkurve in den USA mit Börsenverlusten. Ob die wiederholte Inversion nun tatsächlich auf eine nahende Rezession hindeutet wird sich zukünftig zeigen.

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Meine Damen und Herren, am Gleis 3 verspätet sich der Brexit | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (13/2019)

Hierzulande sind wir es gewohnt, dass die Züge mit Verspätung fahren. Doch die Politik dürfte etwas zuverlässiger als die Deutsche Bahn sein, oder? Sei es der Brexit oder nun der große DEAL zum Handelskonflikt – Anleger warten ungeduldig auf eine klare Richtung.

Die britische Premierministerin Theresa May wird voraussichtlich ihren Austrittsentwurf dem britischen Parlament, erneut, zur vierten Abstimmung vorlegen – obwohl ihre Vorschläge bereits dreimal abgelehnt wurden. Am vergangenen Wochenende marschierten hunderttausende Briten und forderten den Widerruf des Artikel 50 – die öffentliche Stimmung ändert sich zu ihren Gunsten. Ein zweites Referendum ist nicht sehr wahrscheinlich und wirft die Frage auf, ob es überhaupt demokratisch ist – sollen die Briten so oft die Münze werfen, bis das Ergebnis stimmt? Eines scheint jedoch sicher zu sein: Ein Hard-Brexit könnte das Pfund auf den niedrigsten Stand seit 1985 gegen den US-Dollar bringen. Als es wahrscheinlich schien, dass Großbritannien die EU ohne ein Abkommen verlässt, fiel das Pfund gegenüber dem Dollar.

Der Handelskrieg „DEAL“ wird sich auch ein wenig verspäten. Doch beide Seiten, USA und China, sind weiterhin entschlossen, eine Einigung zu erzielen, die eine Eskalation eines Handelskrieges verhindert. In einem Tweet nannte US-Finanzminister Mnuchin die Gespräche mit China “konstruktiv” und bestätigte, dass der chinesische Vizepremier Liu He nächste Woche in Washington erwartet wird.

Auf den Finanzmärkten der Welt sind die Anleiherenditen gesunken, während Sorgen um eine schwächere Weltwirtschaft steigen. Die Erwartungen, dass die Zentralbanken die Zinsen senken werden, bevor sie sie jemals wieder anheben, sind signifikant gestiegen. Doch die amerikanische Notenbank hat auf ihrer März-Sitzung nicht angedeutet, dass Zinssenkungen notwendig seien. Der führende Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, möchte jedoch, dass die US-Notenbank die Zinssätze “sofort” um 50 Basispunkte senkt. Die Fed sollte sich dem Druck des Marktes nicht beugen, indem sie sich für eine “vorzeitige” Zinssenkung ausspricht, bis klar wird, ob die jüngste Schwäche der US-Wirtschaft ein Ausrutscher oder ein Vorbote der Gefahr auf dem Weg dorthin ist, sagte Neel Kashkari, Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, am Freitag gegenüber Reuters.

Hierzulande verbessern sich die Aussichten für die Wirtschaft. So ist der Ifo-Geschäftsklimaindex nach sechs Rückgängen in Folge überraschend gestiegen. Grund dafür seien die positiven Aussichten, vor allem für den Dienstleistungssektor, den Handel und die Bauwirtschaft. Im verarbeitenden Gewerbe hingegen trübte sich die Stimmung ein, denn die Erwartungen sind auf den tiefsten Stand seit 2012 gefallen. 

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Wie haben sich die Märkte im März geschlagen? 


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Die kaputte Schallplatte – Brexit Blues & Trade War Boys | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (11/2019)

Man könnte glauben, dass die Schallplatte kaputt ist. Trump hat erneut den Trade Deal mit China nach hinten verschoben und die Briten können sich immer noch nicht entscheiden, was aus dem Brexit werden soll. Seit Monaten drehen sich die Märkte rund um die Themen Brexit und Trade War – wann ist endlich ein Ende in Sicht? Die Märkte ließen sich vergangener Woche jedoch nicht  davon abhalten, positiv abzuschließen – grüne Zahlen across the board! (siehe Performance Tabelle unten).

Berichten zufolge, möchte die britische Premierministerin Theresa May um eine kurze Verlängerung der Austrittsfrist bis Ende Juni bitten. Das Problem: Ende Mai findet die Wahl zum neuen EU-Parlament statt. Es soll im Juli das erste Mal zusammenkommen, dann erstmals ohne Abgeordnete aus Großbritannien. Das könnte die Union in schwerwiegende juristische Probleme stürzen, falls Großbritannien um eine Verlängerung bis Ende Juni bittet.

Und zweites Leidensthema – Trade War: Donald Trump hat es wohl nicht besonders eilig, ein Handelsabkommen mit China abzuschließen. Trotz Behauptungen über den Fortschritt der Gespräche zwischen den USA und China wird nun Ende April ein erhoffter Gipfel in Trump’s Mar-a-Lago Resort stattfinden – falls es überhaupt dazu kommen sollte.

Doch die US-Industrieproduktion (PMI: Purchasing Manager Index) aus den USA gibt Grund zur Sorge. Der PMI fiel im Februar 2019 auf 54,2 gegenüber 56,6 im Januar und lag damit unter den Markterwartungen von 55,5. Die Lesung verwies auf das langsamste Wachstum der Fabriktätigkeit seit November 2016, da Auftragseingänge, Produktion und Beschäftigung weniger stark stiegen. Der PMI ist deshalb ein führender Indikator in den USA, da er die Produktion von Unternehmen, die in den Industriesektor der Wirtschaft integriert sind, misst. Das Verarbeitende Gewerbe ist der wichtigste Sektor der Vereinigten Staaten und macht 78 Prozent der Gesamtproduktion aus.

Eine schlechte Woche hat der Flugzeugbauer Boeing hinter sich. Nach dem bereits zweiten Absturz des Maschinentyps 373 Max 8 und Max 9 und Flugverboten für diese Maschine, sowie schmerzhaften Kursverlusten der Boeing-Aktie wurde mitgeteilt, dass Boeing die Auslieferung der Maschine 373 Max 8 aussetzt. Experten rechnen mit Strafschadensersatzansprüchen gegen Boeing in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar.

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Brexit rückt näher – keine Einigung in Sicht | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (09/2019)

29. März 2019 – ein Datum, welches momentan vielen Menschen ein Dorn im Auge ist und welches in die Weltgeschichte eingetragen werden könnte. Die Welt wartet mit einer großen Portion Ungewissheit auf ein Abschluss des Themas „BREXIT“. Bisher sind weit und breit keine Einigung des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union und kein Ablaufplan des Austritts in Sicht.  Stattdessen verbreiten sich auf der Insel die Gerüchte, dass der reichste Einwohner Sir Jim Ratcliffe nach Monaco auswandern wird. Mit ihm gemeinsam auch Steuergelder in Millionen-/ Milliardenhöhe. Zudem steigt die Anzahl der britischen Auswanderer allgemein ebenfalls an – so haben in 2018 fast 100.000 britische Bürger die einen irischen Pass beantragt. Ein harter Brexit könnte fatale Folgen mit sich bringen – so beispielsweise eine Verknappung der Güter in Supermärkten oder Apotheken.

Währenddessen hat auf der anderen Seite des Globusses eine neue Ära der amerikanischen Präsidentschaft begonnen: Zwischen den USA und Nordkorea wurde keine Einigung getroffen. Nordkorea hat die Aufhebung sämtlicher Sanktionen von den USA gefordert, Trump indes hat nicht zugestimmt. Zusätzlich startete Trumps Ex-Anwalt Cohen eine fiese Enthüllungsschlacht gegen ihn und warf ihm kriminelle Tätigkeiten vor. Trump kann nun kräftigen Gegenwind gegen seine Person befürchten.

Die Deadline am 1. März zwischen den USA und China wurde jedoch mit Einvernehmen beider Seiten verschoben. Gespräche mit Xi Jinping zur Lösung des Handelskonfliktes werden laut Trump noch stattfinden – wenigstens etwas Hoffnung für die Märkte, auch wenn eine Bestätigung diesbezüglich noch aussteht. 

Whatever it takes – but at what cost? Um die chinesische Wirtschaft zu stimulieren plant die chinesische Regierung Steuerkürzungen und Ausgaben in die Infrastruktur in Höhe von 370 Milliarden Yuan – mit massiven Schulden. Der CSI 300 notiert seit Jahresbeginn eine sehr starke Performance, inzwischen schon 24,55 Prozent seit Jahresbeginn. Es bleibt abzuwarten, ob die Pläne Chinas, auch mit Hinblick auf den Handelskonflikt, aufgehen werden. 

Die Börsen entwickelten sich diese Woche moderat. Lediglich die Rohstoffmärkte notierten im Wochenverlauf negative Zahlen. Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben dafür gesorgt, dass die Ölpreise gefallen sind. Der Einkaufsmanagerindex fiel auf sein Zwei-Jahres-Tief um 2,4 Prozent auf 54,2 Punkte. Auch der Goldpreis ist in den letzten zwei Wochen deutlich gefallen und notierte am Freitag bei 1306 US-Dollar je Feinunze. Auf Wochensicht hat Gold 2,62 Prozent Verluste gemacht. Grund dafür ist die allgemein positive Stimmung an den Märkten, da Gold nicht mehr als einzig sichere Anlage wahrgenommen wird. 

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?

Wie haben sich die Märkte im Februar geschlagen? 


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen