Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (31/2018)

Die Märkte verabschiedeten sich nach zwei Verlusttagen in Folge etwas stabiler in das Wochenende: der deutsche Leitindex DAX schloss bei rund 12.643 Punkten und hat ein Wochenplus von lediglich einem Prozent erzielt. Weltweit sind die Märkte in risikoaverser Stimmung, denn das Damoklesschwert des Handelskonfliktes schwebt weiterhin über den Köpfen der Anleger. Das Sentiment wird aufgrund der sich verschärften Situation zwischen den USA und China stark belastet.

Diese Woche drohte Trump damit, die Zölle auf chinesische Importe von den bisherigen 10 Prozent auf 25 Prozent zu erhöhen – das entspricht einem Volumen von 200 Milliarden Dollar.

Die Berichtssaison läuft momentan zudem auf Hochtouren. Feierlaune gab es dabei für Apple: Die Aktie von Apple überschritt als erstes Unternehmen weltweit die 1-Billion-USD-Marke und sorgte somit für positive Technologie-Werte. Gemessen an der Marktkapitalisierung war Apple somit achtmal wertvoller als das deutsche Unternehmen SAP.

Mit Blick auf die weiteren Indizes lässt sich kein besonders positiver Trend erkennen: der EURO STOXX 50 ging diese Woche lediglich um 0,3 Prozent auf 3.483,52 Punkten nach oben. Die Zolldrohung Trumps hat auch an der Wall Street Ihre Spuren hinterlassen, denn die amerikanischen Börsen präsentierten sich diese Woche ebenfalls eher uneinheitlich. Der S&P 500 schloss mit einer geringfügigen Steigerung um 0,2 Prozent bei 2.839,11 Punkten, während der Dow Jones gleichbleibend bei 25.458,50 Punkten schloss. Der Nasdaq schloss trotz positiver Entwicklungen aufgrund der Apple-Aktie diese Woche negativ um 0,5 Prozent bei 7.812,01 Punkten.

Eine interessante Nachricht gab es diese Woche von Seiten der Bank of England, welche das erste Mal nach der Finanzkrise in 2009 den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent erhöht hat. Die BoE rechnet mit Ihren Projektionen in den kommenden Jahren mit stetigem Wachstum Großbritanniens und kommunizierte zudem, dass bis 2021 die Inflation mit ein bis zwei weiteren Zinserhöhungen unter Kontrolle gehalten werden soll.

Ein letzter Blick sollte auf die Entwicklungen in den USA geworfen werden: seit nun neun Jahren befindet sich die amerikanische Wirtschaft im Aufschwung, doch die US-Zinsstrukturkurve deutet möglicherweise auf ein neues Szenario hin. Diese hat sich in der letzten Zeit deutlich abgeflacht und der Abstand zwischen 2-jährigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen wird immer geringer – ist das ein Warnsignal? Ein weiteres Signal könnte die sinkende Arbeitslosenquote sein, welche inzwischen 3,9 Prozent beträgt – how low can Trump go?!?

In der 32. Börsenwoche erwarten die Anleger neben den zahlreichen Zwischenberichten der Unternehmen einige Konjunkturdaten: Am Montag wird in Deutschland der Auftragseingang Industrie für den Juni veröffentlicht. Dem folgt am Dienstag das Handelsbilanzsaldo und die Erzeugung im produzierenden Gewerbe für den Juni. Am Mittwoch werden das Handelsbilanzsaldo aus China für den Juli und am Donnerstag die Verbraucherpreise für den Juni erwartet. Zudem werden in den USA die Erzeugerpreise für den Juli veröffentlicht. Vor dem Wochenende werden dann am Freitag die BIP-Zahlen Q2 aus Großbritannien veröffentlicht.





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