Die Kapitalmärkte haben eine turbulente Woche hinter sich gebracht: von Leitzinssenkungen, einer Eskalation im Handelskonflikt, Protesten gegen die Regierung in Hongkong bis hin zur „inversen Zinsstrukturkurve“ waren diese Woche alle Belastungsfaktoren präsent. Dementsprechend haben die Leitindizes große Schwankungen ertragen müssen, wobei sich gegen Ende der Woche Ruhe angemeldet hat.

Die US-Märkte konnten dank über den Erwartungen liegenden US-Konjunkturdaten erleichtert werden, jedoch bewegen sich die Renditen der US-Staatsanleihen in gefährlichen Bereichen. Die 30-jährigen Staatsanleihen sind erstmals unter die 2 Prozent-Marke gefallen und notieren derzeit bei 1,97 Prozent. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen haben ebenfalls in dieser Woche das erste Mal seit dem Sommer 2016 die Marke von 1,5 Prozent unterschritten. Aufgrund dieser Entwicklungen gab es am Mittwoch eine inverse Zinsstrukturkurve in den USA und in Großbritannien. Die Märkte reagierten aufgrund einer befürchteten Rezession mit massiven Ausverkäufen. Es ist aufgrund dieser Entwicklungen nur eine Frage der Zeit, wann die FED erneut eine Leitzinssenkung durchführen wird, nachdem im Juli die Zinsen das erste Mal nach zehn Jahren gesenkt wurden.

Jüngste Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China deuten auf mögliche Entspannungssignale hin. „I will solve the China problem“ lautete ein Tweet des US-Präsidenten am Freitag. Trump sei bereit Verhandlungen mit President Xi zu führen, wenn dieser die Konflikte in Hongkong in humaner Art und Weise beenden würde. Die versöhnlichen Äußerungen des US-Präsidenten deuten auf positive Entwicklungen hin, jedoch ist ein Durchbruch im Handelskonflikt noch nicht sichtbar.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell auf dem kommenden Jackson Hole Symposium am kommenden Freitag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen