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Ein ungewöhnlicher Sommer geht zu Ende | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (35/2020)

Sommerloch? Von wegen! Wer auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ hörte, hat es dieses Jahr schnell bereut und hoffentlich schnell wieder gegengesteuert. Seit Anfang Mai hat der DAX 30 gut 24,52% zugelegt und der NASDAQ 37,60%. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Ein ungewöhnlicher Sommer ist fast vorbei

Die Aktienmärkte schlossen letzte Woche wesentlich solider – trotzdem noch auf dem Weg zum besten August seit 34 Jahren. Damit setzt sich die Rallye mit dem dritten Bärenmarkt in zwei Jahrzehnten fort: die Dotcom Blase, vor der Finanzkrise 2008 und jetzt während der Corona-Krise.

Die Momentum getriebene Rally zwingt die letzten Bären an der Wall Street zum Aufgeben. „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheint ja in jedem Investmentbank-Haus an der Wallstreet angekommen zu sein. Auch Citigroup hat sein Jahresendziel für den S&P 500 von 2900 auf 3300 Punkte angehoben und wie schon in unserem letzten Wochenrückblick erwähnt Goldman Sachs ist deutlich bullischer mit einem Jahresendziel von 3600 Punkte unterwegs. 

Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Erholung ungleichmäßig

Nach einem Rekordhoch von 6,9 Millionen Arbeitslosen-Amerikanern vor knapp einem halben Jahr, liegen die derzeitigen Arbeitslosenansprüche weiterhin bei über einer Million pro Woche, was deutlich mehr sind als zu jedem Zeitpunkt während der großen Finanzkrise im Jahr 2008.

In jüngerer Zeit, wo die Beschäftigung in großen Teilen der Dienstleistungswirtschaft weiterhin eingeschränkt ist, werden einige der vorübergehenden Entlassungen nun doch dauerhaft (die Zahl der dauerhaft arbeitslosen Personen hat sich von Februar bis Juli verdoppelt). Dies zieht eine Bedrohung für das Verbrauchervertrauen und den Verlauf der Erholung mit sich, was eine Abschätzung für den weiteren Verlauf an den Märkten erschwert.

Eine starke Berichtssaison macht Hoffnung

Das Ergebnis fällt schlecht aus, aber nicht so schlecht wie ursprünglich erwartet – und das ist wiederum positiv für die Aktienmärkte. Für 98% der S&P 500-Unternehmen, die ihre Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet haben, waren die Ergebnisse deutlich stärker als prognostiziert. Ein Grund dafür ist die Zusammensetzung der wichtigsten Indizes, welche auf Sektoren ausgerichtet sind, die von der Pandemie profitiert haben – z.B. unsere häufig erwähnten Tech-Konzerne.

Ein weiterer Grund könnte die ungezügelte Geldpolitik und negativen Realzinsen sein, da die Notenbankhelden bereit sind alles zu tun, um die Wirtschaften am Leben zu halten. Damit werden jedoch Korrekturen am Aktienmarkt ausgehebelt. Aber wie lange kann das noch gut ausgehen? Irgendwann müssen Kinder ihr Zuhause verlassen und lernen, auf eigenen Füßen zu gehen.

Last, but not least, möchten wir der Investoren-Legende Warren Buffett alles Gute zum 90. Geburtstag wünschen. Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten – mit einer Performance von rund 20 Prozent pro Jahr bei Berkshire Hathaway seit 1965!

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Erwartungen sind hoch, aber das Vertrauen schwindet | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (25/2020)

Nachdem vorletzte Woche die Märkte herbe Verluste aufzeigten und nicht sicher war, ob es der Beginn einer Talfahrt wird oder nur eine Gewinnmitnahme, bestimmte die vergangene Woche der Abwärtstrend die Märkte. Wieviel Einfluss dabei Wirecard auf den DAX hatte, ist nicht abschätzbar. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Wirecard – vertrauenswürdig oder selbst Opfer?

Diese Woche wurde gespannt auf Eröffnung des Jahresabschlusses von Wirecard gewartet, da diese bereits mehrfach verlegt wurde. Doch auch dieses Mal wurden die Analysten vor den Kopf gestoßen. Das hatte dramatische Auswirkungen auf den DAX, der sich zum Wochenende jedoch wieder stabilisieren konnte und mit einem Plus von 3,19% schließen konnte. Wirecard dagegen verlor 71,97% innerhalb nur einer Woche. Doch der nominelle Wertverlust wiegt sicherlich nicht so schwer, wie der Vertrauensverlust, den Moody‘s mit ihrem Rating auf Ramschniveau Ausdruck verlieh. Derweilen stellte sich Ex-Chef Markus Braun selbst als Opfer dar und trat mit sofortiger Wirkung zurück. Nachfolger James Freis hat viel aufzuarbeiten – insbesondere die Suche nach den fehlenden 1,9 Mrd. € wird eine große Herausforderung. Es gibt jedoch noch einen viel größeren Verlierer bei der ganzen Story, und zwar den deutschen Aktienmarkt. Wie beim Platzen der Tech-Blase Anfang der 2000er ist das Grundvertrauen der Anleger erschüttert. Und gerade als sich eine neue Kultur am Entwickeln war.

Was tun, wenn selbst den Rettern das Vertrauen schwindet?

In der vergangenen Woche fand der EU-Gipfel zur Klärung des EU-Haushalts per Videokonferenz statt. Im Fokus dabei stand das geplante 750 Mrd. € Hilfspaket. Einige Länder benötigen dringend und umgehen die Finanzspritze, um ihren krisengebeutelten Wirtschaften wieder Leben einzuhauchen. Doch es gibt viele Fragen bzgl. Auszahlung, Rückzahlung und Summen. Eine Einigung war nicht zu erwarten, aber ein wirklicher Durchbruch zeichnete sich am Ende auch nicht ab – man vermeldete lediglich Annäherungen. Was dieses Ergebnis für einen Vertrauen erweckt, zeigte eine Reaktion von Christine Lagarde, die vor negativen Marktreaktionen warnte, falls das erwartete Hilfspaket nicht abgeschlossen wird, da die Marktteilnehmer die angekündigten Hilfen bereits eingepreist hätten und nur dadurch etwas Ruhe an den Märkten bestehen. Was sagt das nun über das Vertrauen zu den groß angekündigten Hilfsprogrammen der Regierungen aus?

Und wer vertraut eigentlich noch Trump?

Der US-Präsident setzt seinen Wahlkampf fort und trotzt dabei der aktuellen Pandemie. Seinem Rundumschlag in Tulsa hörten weit weniger Anhänger zu als angenommen. Der Grund liegt für Trump nahe – es seien die Medien mit ihrer Angstmacherei. Doch eine kürzlich durchgeführte Umfrage in den USA könnte einen anderen Grund darlegen. Das Vertrauen in den derzeitigen US-Präsidenten ist so schlecht wie nur dreimal zuvor in der Geschichte der Vereinigten Amerikanischen Staaten. Über 54% der Bevölkerung sprach sich gegen Trump aus und vielleicht ist es mittlerweile sogar noch mehr. Die Gallup Umfrage im Juni ergab nur 39% Befürwortung für den amtierenden US-Präsidenten und seine Politik. Derweilen regen sich erste Stimmen, dass das Vertrauen in einen fairen und demokratischen Wahlkampf schwinden. Es bleibt in den nächsten Wochen spannenden wie sich Erwartungen und Vertrauen in dieser herausfordernden Zeit weiterentwickeln, da sie die Grundwerte eines guten Marktes sind.

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Deflation sowie Inflation | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (20/2020)

Nach einer Reihe enttäuschender Wirtschaftsdaten und eskalierender Spannungen zwischen den USA und China lösten die Aktienmärkte den Großteil der Gewinne der Vorwoche wieder auf. Die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion in den USA verzeichneten im April den stärksten Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen, was den vollständigen und plötzlichen Stopp der wirtschaftlichen Aktivität widerspiegelt. Werfen wir einen Blick darauf was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Inflation, Deflation oder sogar beides?

Die jüngste Inflationsmessung in den USA zeigte im vergangenen Monat einen starken Rückgang der US-Kerninflation (CPI, consumer price index) von 2,1 Prozent auf 1,4 Prozent – der größte Rückgang seit 1957. Allerdings lässt die Kerninflation die Preise von Energie und Lebensmitteln, da diese sehr volatil sind bzw. sein können, außen vor. Erwähnenswert ist jedoch, dass die Lebensmittelpreise in diesem Monat um 1,5 Prozent gestiegen sind. Die Preise für alle sechs großen US-Lebensmittelkonzerne im Lebensmitteleinzelhandel stiegen im Laufe des Monats um mindestens 1,5 Prozent. Lebensmitteleinkäufer sehen in dieser Zeit des Hortens und der wirtschaftlichen Notlage kaum Schnäppchen.

Hierzulande sehen wir ein ähnliches Bild. In Deutschland erreichte die Inflation den tiefsten Stand seit November 2016. Die Teuerungsrate fiel im April auf 0,9 Prozent nach 1,4 Prozent im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die billigen Energiepreise sind ein Grund, warum die Inflation allgemein gesunken ist. Der Ölpreis ist sehr stark gedrückt worden und dadurch verbilligte sich Energie insgesamt um 5,8 Prozent zum April 2019. Tanken kostete gut 15 Prozent und Heizöl fast 24 Prozent weniger.

Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen weit überdurchschnittlich um 4,8 Prozent. “Hier wurden die Auswirkungen der Pandemie insbesondere durch die Preisanstiege bei Obst (+11,0 Prozent) und Gemüse (+6,5 Prozent) deutlich”, erklärten die Statistiker. Dienstleistungen kosteten 1,3 Prozent mehr, wobei die Wohnungsmieten um 1,4 Prozent anzogen.

Die Pandemie wirkt sich bisher überwiegend deflationär aus, was bedeutet, dass die Zentralbanken auf absehbare Zeit ihre sehr akkommodierende Geldpolitik beibehalten werden.

MMM – Die modernen monetären Magier

Die Arbeitslosenzahlen der vergangenen Woche weisen ein Plus in Höhe von 2,981 Millionen auf. Damit steigt die Zahl der Anträge insgesamt auf 36,5 Millionen Menschen. Die gute Nachricht: der Zuwachs ist deutlich zurückgegangen. Die schlechte Nachricht: wir reden immer noch von Millionen Anträgen pro Woche.

Um der Wirtschaft zu helfen, den wirtschaftlichen Abschwung zu überstehen und eine mögliche Erholung zu unterstützen, haben die modernen monetären Magier bzw. die Notenbank-Helden die eine oder andere Nachtschicht einlegen müssen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat in dieser kritischen Zeit aggressiv gehandelt, indem sie Unternehmen und Verbrauchern über 2 Billionen Dollar an kostengünstigen Finanzmitteln zur Verfügung stellte.

Insgesamt beläuft sich die bisherige Reaktion der US-Notenbank auf den daraus resultierenden wirtschaftlichen Abschwung auf 14 Prozent des BIP und könnte noch höher ausfallen, wenn der Kongress neue Hilfsmaßnahmen verabschiedet.  Dieses Ausgabenniveau steht im Vergleich zu nur 4 Prozent des BIP während der Rezession 2008-2009. Abgesehen von der Höhe der Ausgaben ist dies auch die schnellste Reaktion auf einen Abschwung in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ob der entstandene Schaden so schnell durch monetäre Maßnahmen wegzuzaubern ist, bleibt noch offen. Sicher ist jedoch, dass ohne die zügigen Maßnahmen der modernen monetären Magier ein weitaus größerer Schaden entstanden wäre.

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Mit FAANG-Aktien durch die Krise | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (16/2020)

Innerhalb der letzten vier Wochen haben über 22 Millionen US-Amerikaner ihren Job verloren. Die Börsen sind dennoch freundlich ins Wochenende gegangen, denn anscheinend hatten sie mit noch schlimmeren Daten gerechnet. Besonders die FAANG-Aktien haben sich im Zuge der Pandemie als krisenfest erwiesen.

Mit FAANG-Aktien durch die Krise

Was sind FAANG-Aktien überhaupt? FAANG ist ein Akronym, das Jim Cramer, Moderator von Mad Money bei CNBC, einer Gruppe von Aktien gegeben hat, welche die technologische Revolution der nächsten Generation anführen. Das Akronym setzt sich aus dem ersten Buchstaben dieser fünf Aktien zusammen: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google – jetzt unter dem Namen der Muttergesellschaft Alphabet. Diese Aktien gehören zu den Nutznießern der Virus-Krise. Vor allem der Streaming-Anbieter Netflix und der weltgrößte Online-Händler Amazon konnten auch innerhalb der Krise enorm an Boden gut machen.

Durch die Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen weltweit sind Amazons Lieferdienste sehr gefragt – wer nicht mehr arbeiten geht hat umso mehr Zeit das hart verdiente Geld auszugeben. Die Amazon-Aktie ist seit Jahresbeginn um 28,53 Prozent (stand 17.04.2020) gestiegen – von einer Krise ist hier keinesfalls die Rede. Auch der Online Streaming-Gigant Netflix gehört zu den Gewinnern der Krise. Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens steigt zu Hause die Nachfrage und somit auch der Konsum nach Unterhaltung. Seit ihrem tiefsten Schlusskurs (298,84 USD) am 16. März 2020 haben die Aktien von Netflix per 17. April 2020 41,53 Prozent zugelegt.

Was hätte eine Investition seit Jahresbeginn in den FAANG-Aktien gebracht? Wir haben Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google in einem Portfolio mit jeweils 20 Prozent gleichgewichtet und sind zu den folgenden Ergebnissen gekommen: Year to Date (YTD) stünde unser Portfolio mit einer Performance in Höhe von 7,67 Prozent weit vor den führenden Indizes entfernt. Der DAX (-19,80 Prozent), Euro Stoxx 50 (-22,88 Prozent), Dow Jones Industrial Average (-15,05 Prozent) und der S&P 500 (-11,03 Prozent) haben noch einen langen Weg bis zur Nulllinie.

Ob Sie es glauben oder nicht, es wird eine Zeit kommen, in welcher diese Pandemie im Rückspiegel zu sehen sein wird. In gewisser Weise bieten die derzeitigen Veränderungen im Konsumverhalten, die sich bereits abzeichnen, jedoch auch gute Chancen für Investoren. Falls unser Leben nach dem Virus mit wesentlichen Einschränkungen verbunden ist, könnten Tech-Aktien weiter an Bedeutung gewinnen.

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Das Virus, dessen Namen nicht mehr genannt werden soll | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (14/2020)

Jeden Tag infizieren sich mehr Menschen mit dem Virus, dessen Namen wir nicht mehr nennen werden. Die Zahl der aktiven Fälle hat fast eine Million erreicht. Mehr als 250 Tausend Menschen haben sich bisher von dem Virus erholt. Dennoch steht die Menschheit vor einem schweren Kampf. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Die Arbeitslosigkeit nimmt rasant zu

Das öffentliche Leben, wie wir es kennen, wird von Tag zu Tag weiter heruntergefahren. In Deutschland heißt es noch „Kontaktsperre“ während anderer Länder härtere Maßnahmen ergreifen. Dies hat jedoch seinen Preis. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im März hierzulande bundesweit 2,335 Millionen Menschen ohne Job. Das entspricht eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent – 60.000 Menschen weniger als im Februar. Allerdings muss man diese Angaben mit Vorsicht genießen – hier wurden Daten berücksichtig, die bis zum 12. März eingegangen sind. Die bevorstehende Arbeitslosenquote für April dürfte wesentlich schlechter ausfallen. 

Jede Woche beantragen weitere Amerikaner Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Laut den Zahlen des US-Ministeriums verloren im März landesweit mehr als zehn Millionen Amerikaner ihre Jobs. Allein in der vergangenen Woche meldete sich eine Rekordzahl von knapp 6,65 Millionen Menschen zusätzlich arbeitslos. Experten zufolge ist mit einer dramatischen Verschlechterung der Arbeitsmarktlage in den USA zu rechnen.

Yuval Noah Harari: die Welt nach dem Virus

Yuval Noah Harari, Historiker & Bestseller-Autor, schrieb folgendes in seiner neuesten Kolumne für Financial Times:

Auch dieser Sturm wird vorübergehen. Aber die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, könnte unser Leben für die kommenden Jahre verändern. Die Menschheit befindet sich in mitten einer globalen Krise – vielleicht die größte Krise unserer Generation. Die Entscheidungen, die „wir“ in den nächsten Wochen treffen, werden die Welt für die kommenden Jahre / Dekade prägen. Sie werden nicht nur unseren Alltag, sondern auch unsere Wirtschaft, Politik und Kultur prägen. Wir müssen vor allem die langfristigen Folgen unseres Handelns in Betracht ziehen. […] Viele kurzfristige Notfallmaßnahmen (wie Quarantänen, Kontaktsperren, Online-Konferenzen und Helikoptergeld) werden zu einem festen Bestandteil des Lebens danach sein. Die Menschheit steht gerade vor zwei besonders wichtigen Entscheidungen: zwischen totalitärer Überwachung und der stärkeren Einbindung der Bürger und zwischen nationalistischer Isolation und globaler Solidarität. 

Für welchen Weg werden wir uns entscheiden? Isolation oder Solidarität? Wir müssen uns jetzt entscheiden!

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf das OPEC-Treffen am kommenden Montag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick. Bis dahin bleiben Sie gesund!Lesen Sie hier den vollständigen Artikel von Yuval Harari: https://www.ft.com/content/19d90308-6858-11ea-a3c9-1fe6fedcca75

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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Rebound an Aktienmärkten lässt hoffen! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (13/2020)

Die Aktienmärkte rund um den Globus haben vergangene Woche gezeigt, dass sie auch aufwärts können – für die „Risk-Takers“ unter uns war das eine kurzfristige Belohnung. Kommt jetzt schon die nachhaltige Erholung oder müssen wir uns noch ein wenig gedulden?! Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Rebound an den Aktienmärkten lässt hoffen

Eine Woche nach dem der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial Average den zweit höchsten prozentualen Verlust seiner Geschichte eingefahren hat, ging es letzte Woche an den Aktienmärkten rund um den Globus wieder steil nach oben! Satte 11,37 Prozent konnte der Dow am vergangenen Dienstag wieder gut machen – daher auch die Bezeichnung „Turnaround Tuesday“. Das entspricht den größten prozentualen Tagesgewinn seit dem 15. März 1933.

Auch hierzulande feierte der deutsche Leitindex DAX den viert größten Tagesgewinn seiner Geschichte und bescherte Anlegern 10,98 Prozent Wertsteigerung – was ja durchaus auch ein gutes Jahresergebnis wäre. Viele werden sich an dieser Stelle Fragen, ob jetzt schon die Erholung kommt – die Meinungen gehen zu Recht auseinander. Auf der einen Seite sorgt der Stillstand der Wirtschaft für Unruhe und Panik, auf der anderen Seite sorgen die Maßnahmen der Politik und der Notenbanken für Hoffnung. Die Börsen spiegeln die Erwartungen der Investoren an die Zukunft wider, daher ist für uns die viel wichtigere Frage: Wird sich die Wirtschaft nach der Corona-Krise erholen? Wenn die Antwort „Ja“ lautet, sollte man heute schon handeln.

Schneller, höher, weiter, tiefer…

Die Aktienmärkte bewegen sich heutzutage mit einem nie dagewesen Tempo. Ein Grund dafür ist die Geschwindigkeit und die Reichweite von Nachrichten, die uns heute erreichen. Sei es ein Buschbrand in Australien oder ein Tweet aus dem Weißen Haus! Beeinflussen diese Nachrichten die Aussichten meiner Beteiligungen bzw. Aktien fundamental? Anscheinend, denn die Mehrheit der Anleger verfällt in blanke Panik und drückt auf den roten Sell-Knopf.

Durch die Nachrichtenlage rund um das Coronavirus sind zurzeit viele Anleger der Panik zum Opfer gefallen und haben systematisch ihre Aktien verkauft. Die Kreuzfahrt-Branche ist möglicherweise zu Recht abgewertet worden während Unternehmen wie Amazon und Microsoft nicht. Die Reisebeschränkung auf unabsehbare Zeit könnte viele Reedereien in die Insolvenz treiben. Daher ist eine Beteiligung in Unternehmen dieser Branche abzuraten. Währenddessen gewinnen Dienstleistungsunternehmen wie Microsoft, Amazon, Google (Alphabet) und Netflix an Bedeutung.

Wo es Verlierer gibt, gibt es auch meistens Gewinner – Profiteure sind Online-Lieferanten wie Amazon. Durch die #StayAtHome- und #HomeOffice-Initiative finden dank Teams, Zoom und Telefon-Konferenzen Meetings weiterhin problemlos statt. Für die Langeweile zu Hause hat Netflix eine Lösung und alles rund um das Thema Coronavirus findet man schnell auf Google. Viele Online-Anbieter nutzen den großen Bedarf an „Home-Schooling“, um ihr Angebot zu erweitern. Daher fragen Sie sich aktuell: Wird dieser Firma zu den Gewinnern oder Verlierern der Krise gehören?

In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern viel Kreativität für die Langeweile zu Hause, denn wie man so schön sagt: Die Not macht erfinderisch!

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Veröffentlichung der Arbeitslosenquote in Deutschland am kommenden Dienstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick. Bis dahin bleiben Sie gesund!

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Wir schaffen das (isoliert) zusammen! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (11/2020)

Die Grenzen schließen und die Menschheit isoliert sich nun zu Hause. In der vergangenen Woche hat der deutsche Leitindex allein am Donnerstag den zweitgrößten Tagesverlust (-12,24 Prozent) seiner Geschichte erlitten. Aufgrund der Corona-Pandemie befindet sich unsere Welt unter Quarantäne und keiner weiß so richtig wie es weitergehen wird. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Mut ist gefragt! Verkaufen kann jeder…

Wieder einmal handelten Börsianer weltweit nach dem Motto „Cash is King“ und verkauften regelrecht ihre Aktien. Die Aktienmärkte befinden sich nach wie vor im Sell-Off-Modus. Allein in der vergangenen Börsenwoche verlor der DAX gewaltige 20 Prozent und rutschte sogar im Wochenverlauf unter die Marke von 9.000 Punkten. Und wieder einmal gab es weltweit einen Run auf haltbare Lebensmittel – besonders in Deutschland und Österreich ist der Bedarf nach Toilettenpapier sehr hoch. In 200 Jahren werden Verhaltensforscher das Jahr 2020 und die Corona-Krise genau beleuchten und zur Erkenntnis kommen: alle Sorgen lösen sich mit genügend Toilettenpapier von allein.

Doch wer langfristig denkt sollte jetzt nicht in Panik verfallen und alles verkaufen – und wer kurzfristig denkt, soll langfristig denken! Auch wenn es schwer ist zurzeit Vorhersagen über den kurzfristigen Verlauf des Corona-Virus zu treffen, eines ist sicher: Jede Krise wird an den Börsen wieder aufgeholt. Deshalb ist in Zeiten wie diesen besonders viel Mut gefragt, denn Panik ist hochgradig ansteckend, vor allem in Situationen in denen nichts bekannt ist. Wie der Urvater des Value-Investing Benjamin Graham einst sagte: In Aktien zu investieren bedeutet mit der Volatilität umzugehen. Anstatt in Zeiten von Marktstress nach dem Ausgang zu suchen begrüßt der kluge Investor Abschwünge als Chance, große Investitionen zu tätigen.  

Notenbankhelden – die Retter in der Not und Kreditgeber der letzten Instanz

Anders als in der Finanzkrise 2008, als das Bankensystem zu kollabieren drohte, haben wir es im Jahr 2020 mit einem Virus zu tun, das vor allem die Lieferketten der Wirtschaft zunächst einmal zum Stillstand bringt – zumindest bis das Virus eingedämmt ist und bis die Zahl der Geheilten die Zahl der Neuinfizierten übertrifft. Man könnte sagen, die Wirtschaft macht nun eine Pause. Doch während dieser Pause müssen Rechnungen trotzdem beglichen werden. Das fällt der Wirtschaft besonders schwer, wenn die Verbraucher zu Hause isoliert sind und eben nicht „verbrauchen“ können.

Wir haben es also mit einer Liquiditätskrise zu tun. Während dieser „Pause“ braucht die Wirtschaft genügend Liquidität, um permanente Schäden zu vermeiden. Die Notenbankhelden sehen sich durch die Corona-Pandemie gezwungen weiter aufs Gaspedal zu drücken. Am vergangenen Donnerstag beschloss die amerikanische Notenbank, den Geschäftsbanken weitere 1,5 Billionen Dollar an Zentralbankgeld zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Auch die Europäische Zentralbank EZB beschloss vergangene Woche, den Geschäftsbanken weitere umfangreiche Leihgeschäfte zu extrem günstigen Konditionen anzubieten. Zudem wird sie bis Ende diesen Jahres weitere 120 Milliarden Euro in den Kauf von Anleihen stecken.

Diese Maßnahmen sollen die Banken in die Lage versetzen, besser auf den krisenbedingten Mehrbedarf der Unternehmen an Liquidität zu reagieren. Darüber hinaus werden Hilfspakete von Staaten zur Bewältigung der Corona-Krise ausgelegt. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern in diesen volatilen Zeiten viel Geduld und Mut – und verpassen Sie nicht die Chance sich langfristig an dem Erfolg von „Great Businesses“ zu beteiligen, denn jetzt sind diese Unternehmen besonders günstig zu kaufen.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed am kommenden Mittwoch. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Und dann gab’s 4 | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (03/2020)

Während die Amis neue Rekorde an den Aktienmärkten feiern, müssen die Anleger hierzulande noch ein wenig Geduld aufbringen. Am vergangenen Montag schloss der NASDAQ 100 erstmals einen Handelstag über die 9.000 Punkte Marke. Der Dow Jones Industrial Average hat auch nicht enttäuscht und nähert sich an das Ziel von Donald Trump, nämlich die Marke von 30.000 Punkten. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Und dann gab’s vier

Wenn Sie eine Frage haben, hat Google eine Antwort. Dank Google ist jeder ein Arzt, Steuerberater, Anwalt und Vermögensverwalter gleichzeitig. Dank Google sind auch viele Investoren um einiges wohlhabender geworden. Die Aktie ist in den letzten drei Monaten um 17 Prozent und im letzten Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Damit wurde Alphabet, der Mutterkonzern von Google, die vierte Billionen-Dollar-Firma an der Wall Street neben Apple, Microsoft und Amazon – das größte Unternehmen Europas ist Nestlé mit einem Wert von rund 325 Milliarden US-Dollar.

Die vier Tech-Giganten machen knapp 40 Prozent des NASDAQ 100 aus und sind die Hauptreiber der außergewöhnlichen Performance der vergangenen Jahre. Doch wie lange soll die Rallye der Tech-Werte gehen? Wir sind doch schon längst in der Verlängerung, oder? Mithilfe der Liquiditätsspritze durch die US-Notenbank Fed ist jedoch alles möglich – Quantitative Easing bis ins Unendliche!

Das Phase-1-Handelsabkommen zwischen China und den USA ist aus dem Weg geräumt

Das bedeutet, dass sich die Märkte jetzt darauf konzentrieren können, ob sich die Wachstumsaussichten aufhellen werden. Die Anzeichen sind nicht allzu schlecht. Trotz des tobenden Handelskrieges wuchs das chinesische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal unverändert um 6 Prozent. Die Industrieproduktion, die Anlageinvestitionen und die Einzelhandelsumsätze stiegen stärker an als erwartet.

Das Wachstum und die Inflation in der Eurozone sind gestiegen. Die Inflationserwartungen gemessen an den Geldmärkten sind auf dem höchsten Stand seit Mai letzten Jahres und die Konjunkturüberraschungsindizes im Euroraum sowie weltweit zeigen einen positiven Trend nach oben. Die jüngsten Wirtschaftsdaten, einschließlich der US-Einzelhandelsumsätze, deuten auf positive Wachstumsaussichten für das laufende Jahr. Kein Wunder also, dass die Aktienmärkte in den USA auf neue Höchststände geklettert sind.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Zinsentscheidung der EZB am kommenden Donnerstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Tief durchatmen und los geht’s! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (47/2019)

Nach der sechswöchigen Rallye haben die Aktienmärkte nun eine Pause eingelegt. Heißt es jetzt tief durchatmen und los geht’s oder müssen Anleger eine längere Pause der Bullen befürchten? Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Die Märkte sind wahrscheinlich zu schnell gesprintet

Die Aktienmärkte haben in den letzten sechs Wochen kräftig zugelegt. Der deutsche Leitindex DAX hat in diesem Zeitraum (Kalenderwoche 41 – 46) satte 10,23 Prozent Performance erzielt – die amerikanischen Standardwerte (S&P 500) dagegen konnten in dieser sechswöchigen Aufwärtsphase nur 5,71 Prozent erzielen. Allerdings erwies sich die vergangene Woche als zu schwierig um positive Ergebnisse zu liefern (siehe Performance-Tabelle unten).

Grund dafür waren die überraschend schwachen Ergebnisse des Markit-Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister im Euroraum zusammenfasst. Der Einkaufsmanagerindex ist eine monatliche Umfrage des Instituts IHS Markit, die auf den Einschätzungen von mehr als 400 ausgewählten Einkaufsmanagern oder Geschäftsführern basiert. Im November fiel der Einkaufsmanagerindex in der Eurozone um 0,3 auf 50,3 Punkte. „Aufgrund der anhaltenden Handelskonflikte verharrte die Industrie in der tiefsten Rezession seit sechs Jahren“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Daten signalisieren, dass die Wirtschaft im Euroraum auf Quartalsbasis derzeit nur um 0,1 Prozent wächst.

EZB-Chefin Lagarde: „Wir werden kontinuierlich die Nebeneffekte unserer (Geld)Politik beobachten“

Die neue Chefin der Europäischen Zentralbank heißt Christine Lagarde. Lagarde qualifizierte sich für den EZB-Posten in erster Linie durch ihren vorherigen Arbeitgeber – den Internationalen Währungsfonds (IWF). Von 2011 bis 2019 hat Lagarde, als Kreditgeber letzter Instanz, Mitgliedstaaten bei Zahlungsschwierigkeiten mit Krediten geholfen. Der IWF vergibt unter bestimmten fiskalischen Bedingungen befristete Kredite an Staaten, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Lagarde am vergangenen Freitag in ihrer ersten Rede als EZB-Präsidentin die Politik auffordert mehr Investitionen zu tätigen, um das Wachstum in der Eurozone anzukurbeln. „Investitionen sind ein besonders wichtiger Teil der Antwort auf die Herausforderungen von heute, da sie sowohl die Nachfrage von heute als auch das Angebot von morgen sind“, sagte Lagarde. Darüber hinaus versicherte Lagarde weiterhin die Unterstützung der EZB, um der Wirtschaft zu helfen und um auf zukünftige Risiken zu reagieren. Wir wünschen Frau Lagarde viel Erfolg dabei!

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am kommenden Dienstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

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Konsumieren statt Produzieren | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (45/2019)

Konsum ist die neue Produktion. Die von Reuters und der University of Michigan veröffentlichten Verbrauchervertrauen-Daten halfen den US-Aktienmärkten neue Höhen zu erreichen. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Solange die Amerikaner konsumieren kann die Welt weiter investieren

Wohl gemerkt der oben genannte Satz lautet nicht „produzieren“ sondern „konsumieren“. Die Hauptsäule der US-Konjunktur schlechthin ist der private Konsum. Dieser umfasst die Konsumausgaben privater Haushalte und privater Organisationen. In den USA trägt der private Konsum etwa 70 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Daher ist es auch kein Wunder, dass die US-Aktienmärkte steigen, wenn die Stimmung der US-Konsumenten sich aufhellt.

Das Barometer der „University of Michigan“ und einer der vielbeachteten Indikatoren für das US-Verbrauchervertrauen stieg auf 95,5 Zähler im Oktober von 93,2 Punkten im September. Das entspricht einen Anstieg von 2,5 Prozent und ist ein wesentlicher Treiber der neu erklommenen Höchststände an den amerikanischen Aktienmärkten.  

Neue Hochstände trotz Kontraktion

Der US-Einkaufsmanagerindex des „Institute for Supply Management“ (ISM) lag im vergangenen Monat bei 48,3 Prozent, verglichen mit 47,8 Prozent im September. Trotz des überschaubaren Anstiegs von 1 Prozent, lagen die Ergebnisse hinter den Erwartungen von Ökonomen, die von 49,1 Prozent ausgegangen sind.

Warum ist das wichtig? Eine Zahl unter 50 Prozent stellt einen Rückgang des Sektors dar. Der Fertigungssektor macht 12 Prozent des US-BIP aus und ist damit einer der wichtigsten Sektoren der Wirtschaft. Der Sektor verzeichnete jedoch im August seinen ersten Rückgang und beendete eine 35-monatige Expansionsphase, in der der PMI durchschnittlich 56,5 Prozent betrug.

Die Erholung aus der Kontraktionsphase scheint in Sicht zu sein, doch die Bewegung in die Expansionsphase findet im Schneckentempo statt. Die Börsianer beachten den US-Fertigungssektor kaum, denn es gilt: Solange die Amerikaner konsumieren kann die Welt weiter investieren. So konnten sich der S&P 500 und der Dow Jones Industrial mit neuen Hochständen in das Wochenende verabschieden. 

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die ZEW Umfrage über die Konjunkturerwartungen in Deutschland am kommenden Dienstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen