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Warren Buffett: Wetten Sie nie gegen Amerika | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (18/2020)

Gestern fand die jährliche Hauptversammlung von Berkshire Hathaway statt. Wie gewohnt berichtete das Finanz-Urgestein Warren Buffett über das vergangene Wirtschaftsjahr und die aktuelle Lage. Wie gewohnt? Nein, auch hier ist das übliche pilgern von über 40.000 Finanzexperten durch die aktuelle Situation nicht möglich. Dieses Jahr fand die Konferenz rein digital statt und auch Charlie Munger konnte wie gewöhnlich nicht persönlich neben Warren Buffett sitzen – ihm geht es aber gesundheitlich sehr gut, so die Aussage.

Warren Buffett nutzte in einem einstündigen Sprint durch die US-amerikanische Wirtschaftsgeschichte die derzeitige wirtschaftliche Herausforderung einzuordnen. Von 1789 bis heute (231 Jahre) hat die noch junge USA viele Rückschläge erlebt, aber auf lange Sicht ist ein kontinuierliches Wachstum zu verzeichnen und die Zukunft der USA ist weiterhin rosig – so Warren Buffett. Er rät in seiner alten Weisheit: Bleiben Sie langfristig investiert und nutzen Sie die Situation Ihr Portfolio zu überprüfen.

Dies hat Warren Buffett selbst auch so gemacht – sein Portfolio umfasst keinerlei Airline Aktien (er hielt Aktien von Delta Air Lines, United Airlines, Southwest Airlines und American Airlines) mehr. Er rechnet nicht mit einer schnellen Erholung und sieht Airlines nur noch als spekulative Anlagemöglichkeit und nicht mehr als Investitionsmöglichkeit. Auch die deutsche vorzeige Airline Lufthansa wird wohl ohne staatliche Unterstützung nicht überleben – oder sollte man eher Verstaatlichung sagen?

Die reinen Zahlen des Abschlussbericht von Berkshire Hathaway lesen sich weiterhin wie ein Märchen – Steigerung des Betriebsgewinn um 6 Prozent auf 5,9 Mrd. USD, 137 Mrd. USD liquide Mittel, 1,7 Mrd. USD eigene Aktien zurückgekauft. Aber warum nutzt Warren Buffett die hohe Liquidität nicht um weitere Zukäufe in der aktuellen Krise zu tätigen? Diese Frage beschäftigt auch andere Finanzexperten und vermuten doch ein weiteres Abrutschen der Aktienmärkte und Einbußen in den nationalen Wirtschaften.

In seiner Rede lobt Warren Buffett noch einmal ausdrücklich die Handlungen der Notenbanken und die veranlassten Maßnahmen. Neben Paul Volcker in den 80er Jahren hebt Buffett Jerome Powell mit seinem entschlossenen Handeln heraus.

Nicht nur die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway hat positives zu vermelden. Auch die Aktienmärkte strotzen der aktuellen Krise. Dieser Monat war der beste seit 1987 (der sogenannte Flash-Crash) und trotzt damit den ganzen negativen Wachstumsprognosen, hohen Arbeitslosenzahlen und anhaltenden Beschränkungen. Zu Recht?

P.S. Wir sind gespannt, ob die Börsenweisheit „Sell in May and go away – but don‘t forget to come back in September“ auch in der aktuellen Situation bestand hat.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Hoffnung auf Normalität treibt die Börsen | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (15/2020)

Ostern ist das Fest der Hoffnung. Das ist genau, was wir in der aktuellen herausfordernden Zeit benötigen – die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Die Börse und die Hoffnung sind zukunftsorientiert. Beide können in gewissem Maße als der Motor des Lebens und der Antrieb unserer Existenz gesehen werden. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Hoffnung ohne Handeln ist nicht genug

In der vergangenen kurzen Börsenwoche legten die globalen Aktienindizes dank der Entwicklungen zur Eindämmung des Virus (dessen Namen wir nicht mehr nennen werden) und die erlassenen Maßnahmen zur Absicherung der globalen Wirtschaft deutlich zu. Der deutsche Leitindex DAX bescherte uns vor den Osterferien mit einem Wochenbeitrag von 10,91 Prozent ein kleines Osternest. Trotz der stark steigenden Arbeitslosenzahlen in den USA konnten sowohl der Dow Jones Industrial Average, als auch der S&P 500 Index, der die Aktien der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst, über 12 Prozent Performance erzielen.

Doch nur zu hoffen, dass die Zahl der Infizierten sinkt ist nicht genug. Wir müssen weiterhin konsequent handeln. Wir sind eindeutig noch nicht über den Berg – wie Frau Merkel vor den Osterferien sagte: Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden.

Die Notenbankhelden und Staaten arbeiten rund um die Uhr

Die Notenbanken (Zentralbanken) und Staaten rund um den Globus legen Milliardenprogramme auf, die dabei helfen sollen, die Folgen der Virus-Krise in den Griff zu bekommen. Dabei fragen wir uns, ob solche Maßnahmen für einen Anstieg der Inflation sorgen könnten. Die Mischung aus Angebotsverknappung, die durch den Produktionsrückgang ausgelöst wird, Hamsterkäufe, gewaltige Liquiditätsmaßnahmen der Notenbanken und explodierende Haushaltsdefizite führen bekannterweise zu einem Anstieg der Preise.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Stillstand des globalen Welthandels. Bislang konnte der Welthandel die Inflation eindämmen. Unternehmen, Verbraucher und Staaten haben von der günstigen Arbeitskraft und von den günstigen Rohstoffen der Schwellenlänger profitiert. Durch den Einbruch des Welthandels werden Produkte, die nicht mehr importiert werden können, teurer. Auf der anderen Seite werden Produkte, welche nicht mehr exportiert werden können, wesentlich günstiger, da wir ein Überangebot aufbauen.

Diese Kombination aus Inflation und Deflation könnte eine besondere Herausforderung für die Staaten und Notenbanken darstellen. Nichtsdestotrotz sind wir uns sicher, dass auch hierfür eine Lösung bereitsteht.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Ergebnisse des deutschen Verbraucherpreisindex am kommenden Donnerstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Definitiv Warren Buffett | Frank Fischer @ValueInvestoren

Frank Fischer | CEO & CIO, Shareholder Value Management AG | www.shareholdervalue.de

Im aktuellen Interview mit rendite, das Anlagemagazin der Börsen-Zeitung berichtet Frank Fischer, einer der erfolgreichsten Value Investoren Deutschlands, über seine ersten Erfahrungen mit Aktien und Geld.

Herr Fischer, wann und womit haben Sie Ihr erstes eigenes Geld verdient?
Ich habe mit sieben Jahren an der Endhaltestelle der Linie 23 in Frankfurt selbstgemalte Bilder verkauft, was meinem Vater äußerst unangenehm war.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Damit konnte ich mir dann selbst ein Gokart kaufen.

Was war Ihr erstes Investment an den Märkten?
Natürlich eine Aktie, lustigerweise ein Large Cap, und zwar BASF.

Was war Ihr erfolgreichstes Investment?
Ich denke, das war die Secunet. Wir sind bis heute investiert und nach wie vor überzeugt von dieser Firma.

An welches Fehlinvestment erinnern Sie sich?
Ehrlich gesagt gibt es da leider einige. Eines davon war Rosenthal Porzellan, denn das hat mir privat richtig wehgetan, denn es sah eigentlich zu sicher aus.

Treffen Sie Ihre private Anlageentscheidungen allein, oder beraten Sie sich mit jemandem?
Anlageentscheidungen treffe ich selbst, sonst hat meine Frau in vielen Dingen die Hosen an!

Gibt es eine bestimmte Anlagestrategie, die Sie verfolgen?
Wir sind Value-Investoren. Wir versuchen, den realen wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens zu ermitteln. Wenn der Preis für das Unternehmen an der Börse unter dem von uns ermittelten Wert liegt, prüfen wir anhand unserer Kriterien, ob sich ein Investment lohnt.

Welche Kennzahlen sind für Sie wichtig, wenn Sie sich ein Wertpapier näher anschauen?
Zu den Kennzahlen, die wir uns zunächst anschauen gehören, die Cash-flows und der Total Shareholder Return, also was dem Aktionär schließlich zufließt. Daneben gibt es ein paar Kriterien, die für uns wichtig sind. Der Kurs der Aktie sollte eine Sicherheitsmarge bieten, wir wollen höchstens 60 Cent für einen Euro zahlen. Das Unternehmen sollte eigentümergeführt sein und über strukturelle Wettbewerbsvorteile verfügen. Das können zum Beispiel Patente oder Kostenvorteile sein.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit beim Investieren?
Das Thema ist für uns sehr wichtig und hat unterschiedliche Facetten. Zum einen ist uns eine gute Corporate Governance sehr wichtig. Gut geführte, inhabergeführte Unternehmen sind nachhaltiger ausgerichtet als Firmen mit einem externen Manager. Daneben wollen wir bestimmte Themen wie Umweltverschmutzung oder Kinderarbeit nicht unterstützen.

Haben Sie bei der Geldanlage ein Vorbild?
Definitiv Warren Buffett. Er hat das Value Investing weiterentwickelt. Gleichzeitig ist er bei vielen ethischen, philosophischen und Governance-Themen ein Vorbild. Eines unser wichtigsten Auswahlkriterien für ein Unternehmen ist, dass das Management „skin in the game“ hat, also signifikant am Unternehmen beteiligt ist. Dieses Kriterium geht auf Warren Buffett zurück.

Ihr Motto beim Investieren lautet?
Als Value Investor braucht man Sitzfleisch und Demut vor den Märkten.

Welches Buch sollten Anleger gelesen haben?
„The intelligent investor“ von Benjamin Graham. Einfacher ist aber „Buffettology“ von Mary Buffett.

Welches Wertpapier oder welche Assetklasse würden Sie auf Jahressicht empfehlen?
Anleger haben angesichts der niedrigen Zinsen eigentlich keine Wahl, als in Aktien zu investieren. Zwar sind die Konjunkturerwartungen im Moment in einigen Bereichen sehr schwach, gleichzeitig schiebt aber die ansteigende Liquidität die Börsen an. Hinzu kommt, dass die ersten konjunkturellen Indikatoren sich wieder aufhellen. Wenn wir jetzt noch eine Lösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sehen, kann das der Börse weitere Impulse geben.

Sie haben eine Million Euro und müssen diese mit einem Anlagehorizont von zehn Jahren investieren. Wie würden Sie das Geld anlegen bzw. aufteilen?
Immer zu 100 % in Aktien. Besser noch mit Sicherheitsmarge und konzentriert in eigentümergeführte Firmen mit wirtschaftlichem Burggraben. Als Privatinvestor kann man natürlich auch über mehrere Aktienfonds streuen.

Vita von Frank Fischer:
Frank Fischer, Jahrgang 1964, ist Vorstandsvorsitzender (CEO) der Shareholder Value Management AG undübt dort die Funktion des Chief Investment Officers (CIO) aus. Der Diplom-Kaufmann managt den 1,7 Mrd. Euro schweren Frankfurter Aktien fonds für Stiftungen. Fischer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Stifter und Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Starke Lunge.






Das Woodstock des Kapitalismus, Warren Buffett & Co. | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (18/2019)

Es ist wieder soweit. Die ganze Welt hört zu! Warren Buffett, das „Orakel von Omaha“, verbrachte den vergangenen Samstag damit, mit Investoren von Berkshire Hathaway sowie dem Rest der Welt auf der Jahreshauptversammlung 2019 in Omaha zu sprechen. Der inzwischen 88-jährige Buffett und sein langjähriger Geschäftspartner und Stellvertreter Charlie Munger nahmen sich 6 Stunden Zeit, um auf die Fragen und Anliegen ihrer Aktionäre einzugehen.

Im ersten Quartal 2019 präsentiert die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway nur glänzende Zahlen: der operative Gewinn stieg im Jahresvergleich um 5 Prozent auf 5,6 Mrd. USD und der Nettoüberschuss betrug sogar 21,7 Mrd. USD. Im ersten Quartal tätigte Berkshire Aktienrückkäufe im Wert von 1,7 Mrd. USD. Aktionäre fiebern auf weitere kursstützende Aktienrückkäufe, da die Gesellschaft auf liquiden Mitteln von gut 114 Mrd. USD sitzt.

Eine der umstrittensten Fragen, die während der Hauptversammlung gestellt wurde bezog sich auf dem wachsenden Einfluss des Sozialismus in Amerika. Daraufhin antwortete Buffett: „Ich glaube nicht, dass sich das Land im Jahr 2020, 2040 oder 2060 dem Sozialismus zuwenden wird“. Es sei allerdings die Aufgabe einer florierenden kapitalistischen Nation dafür zu sorgen, durch Regulierung, dass niemand zurückgelassen wird.

Am Vergangenen Mittwoch trotzte Jerome Powell, Chairman der amerikanischen Notenbank, der Forderung von Donald Trump nach einer Zinssenkung und hielt die aktuelle Zinspolitik aufrecht – der Leitzins bleibt unverändert zwischen 2,25 und 2,50 Prozent. „Die Fed ist keine politische Institution und ihre Entscheidungen sind nicht von den kurzfristigen Überlegungen der Politik (Donald Trump) abhängig“, betonte Powell während der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung.

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Niedrig- Nullzinspolitik bleibt uns lange erhalten | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (15/2019)

Eine unspektakuläre Woche liegt nun hinter uns – zumindest was die Performance an den internationalen Kapitalmärkten angeht. Doch was die Zinspolitik der Notenbanken angeht war die vergangene Woche alles andere als langweilig.

In einem Interview mit The Hill verkündete Larry Kudlow, der Director of the National Economic Council der Vereinigten Staaten und oberster Wirtschaftsberater von Präsident Trump, am vergangenen Donnerstag, dass die US-Notenbank den Leitzins nicht noch einmal erhöhen wird – zumindest nicht zu seinen Lebzeiten. Dabei ist Larry Kudlow nur 71 Jahre jung. Die Fed stellte bei Ihrer März-Sitzung eine längere Zinspause in Aussicht. Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, sehen die Notenbanker keine Notwendigkeit darin die Zinsen anzuheben noch sie zu senken. Doch die Haltung von Präsident Trump bleibt dieselbe – er fordert Fed-Präsident Powell auf, die Zinsen signifikant zu senken.

Während wir in den USA von einer Niedrigzinspolitik sprechen, befinden wir uns in Europa in der Nullzinspolitik – und so schnell werden wir diese auch nicht los. Am vergangenen Mittwoch hat sich der Rat der European Central Bank (ECB) zu seiner Geldpolitik geäußert. Laut ECB bleiben der Hauptrefinanzierungssatz (Leitzins), der Spitzenrefinanzierungssatz und der Einlagensatz unverändert bei 0 Basispunkte, 25 Basispunkte und minus 40 Basispunkte. In seiner Rede am Mittwoch zeigte sich ECB-Präsident Mario Draghi über das Wachstum in der Währungsunion besorgt. Eine Rezession hält Draghi für unwahrscheinlich. Zum größten Teil ist das schwache Wachstumstempo dem eingebrochenen Welthandel zuzuschreiben, also den Zolldrohungen der USA gegenüber der Europäischen Union und dem Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Es ist wieder soweit – die US-Berichtssaison startet in die heiße Phase. JP Morgan Chase meldet Rekordzahlen was Umsatz (29,9 Mrd. USD) und Gewinn (9,2 Mrd. USD) angeht – weit über die Prognosen der Analysten. Doch die US Tech-Giganten lassen sich noch ein wenig Zeit: Alphabet (29. April), Amazon (25. April), Apple (30. April), Facebook (24. April), Microsoft (24. April), Netflix (16. April).

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Bullen erobern die Märkte zurück | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (14/2019)

Nach einem langen Urlaub im vierten Quartal 2018 sind die Bullen kaum aufzuhalten. Die ersten 14 Kalenderwochen des Jahres liegen nun hinter uns und der deutsche Leitindex verweilt weiterhin im grünen Bereich. Sei es der Brexit oder der Handelskrieg zwischen den USA und China: die Aktienmärkte sind kaum beeindruckt – die sensationelle Rallye geht weiter. Seit Jahresbeginn konnte der DAX 13,74 Prozent zulegen und der CSI 300 aus China satte 34,93 Prozent.

Werfen wir einen Blick über den Atlantik und gestatten wir unserem Freund Trump einen Besuch ab. Am vergangenen Freitag wurden die Arbeitsmarktberichte in den USA veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote blieb mit 3,8 Prozent nahezu auf dem niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren. Die Durchschnittslöhne stiegen im Februar um 3.2 Prozent, und gut 196.000 neue Arbeitsplätze wurden im März geschaffen. Donald Trump hat jedoch seine Angriffe auf die US-Notenbank verstärkt, indem er die Zentralbank aufforderte, die Zinsen zu senken.

Brexit: Noch steht der Termin eines Austritts für den 12. April fest, doch May bat um die Verlängerung zum 30. Juni. Am Mittwoch wird die EU bei einem Sondergipfel in Brüssel über einen Ausweg beraten und über die Verlängerungsbitte von May entscheiden. Sollte der EU-Gipfel bis Freitag um 24 Uhr keinen Fristaufschub gewährt haben, droht den UK ein chaotischer Brexit. Falls die EU am Mittwoch der Fristverlängerung zustimmt müssen die Briten an der Wahl zum Europaparlament teilnehmen.

Das zwischen den USA und China geplante Handelsabkommen soll Beijing bis 2025 Zeit gewähren, um die Verpflichtungen bei Rohstoffkäufen zu erfüllen und den amerikanischen Unternehmen ermöglichen, Unternehmen in der asiatischen Nation vollständig zu besitzen. In den kommenden Tagen soll ein Auskommen derart gestaltet werden, dass Trumps Anforderungen getroffen werden, um anschließend den Deal zu unterzeichnen. Das Abkommen muss unter anderem folgende Punkte beinhalten: China müsste eine höhere Menge amerikanischer Güter einkaufen, insbesondere Sojabohnen und Energieprodukte.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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