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Volatilität setzt sich im Oktober fort | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (41/2020)

Die Kursschwankungen aus September setzen sich auch im Oktober fort. Viele Unsicherheiten bleiben uns auch in diesem Monat erhalten. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Das große US-Konjunkturpaket wird nicht umgesetzt

In der vergangenen Woche schwankte die US-Börse, als die Erwartungen für weitere Finanzhilfen für Haushalte und Unternehmen zwischen zweifelhaft und hoffnungsvoll schwankten. Nur wenige Tage später scheiterten die Verhandlungen zwischen den Republikanern und Demokraten über ein neues Konjunkturpaket.

Die Märkte erholten sich jedoch wieder, da die Aussicht bestand, dass kleinere und zielgerichtetere Hilfspakete möglicherweise eine gewisse Einigung unter den politischen Entscheidungsträgern finden könnten. Daraufhin haben die US-Aktienmärkte die vergangene Woche positiv abgeschlossen – der Dow Jones +3,27% und der S&P 500 +3,84%.

Gold & Silber steigen, während der Dollar schwächelt

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Gold und Silber erlebten vergangene Woche eine erneute Kaufdynamik, nachdem die Hoffnung wieder entfacht wurde, dass die US-Politiker ein Abkommen über ein umfassendes Konjunkturpaket zur Unterstützung der fragilen Wirtschaft abschließen könnten.

Auf der anderen Seite setzte sich vergangener Woche die Dollarschwäche fort. Der US-Dollar gilt als ein sicherer Hafen in Zeiten der Unsicherheit. In diesem Jahr ist er seinem Ruf nicht gerecht geworden. Die Stärke des US-Dollars ist relativ, und die Schwäche anderer wichtiger Währungen wie Pfund Sterling und Euro könnte zur Wiederbelebung des Dollars beitragen.

Es ist mal wieder soweit – Berichtsaison Q3 2020

Auch wenn die Corona-Krise die Welt weiter fest im Griff hat, nimmt diese Woche die Berichtssaison für das 3. Quartal 2020 Fahrt auf. Wie gewöhnlich machen die großen US-Banken wie JPMorgan, Citigroup und Goldman Sachs den Auftakt. Den großen US-Banken drohen angesichts hoher Arbeitslosenzahlen und des neuen dauerhaften Nullzinsumfelds schwere Zeiten. Hierzulande in Deutschland gibt es nur vereinzelt Zahlen von Unternehmen aus der 2. Reihe wie z.B. Metro.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Ein ungewöhnlicher Sommer geht zu Ende | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (35/2020)

Sommerloch? Von wegen! Wer auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ hörte, hat es dieses Jahr schnell bereut und hoffentlich schnell wieder gegengesteuert. Seit Anfang Mai hat der DAX 30 gut 24,52% zugelegt und der NASDAQ 37,60%. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Ein ungewöhnlicher Sommer ist fast vorbei

Die Aktienmärkte schlossen letzte Woche wesentlich solider – trotzdem noch auf dem Weg zum besten August seit 34 Jahren. Damit setzt sich die Rallye mit dem dritten Bärenmarkt in zwei Jahrzehnten fort: die Dotcom Blase, vor der Finanzkrise 2008 und jetzt während der Corona-Krise.

Die Momentum getriebene Rally zwingt die letzten Bären an der Wall Street zum Aufgeben. „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheint ja in jedem Investmentbank-Haus an der Wallstreet angekommen zu sein. Auch Citigroup hat sein Jahresendziel für den S&P 500 von 2900 auf 3300 Punkte angehoben und wie schon in unserem letzten Wochenrückblick erwähnt Goldman Sachs ist deutlich bullischer mit einem Jahresendziel von 3600 Punkte unterwegs. 

Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Erholung ungleichmäßig

Nach einem Rekordhoch von 6,9 Millionen Arbeitslosen-Amerikanern vor knapp einem halben Jahr, liegen die derzeitigen Arbeitslosenansprüche weiterhin bei über einer Million pro Woche, was deutlich mehr sind als zu jedem Zeitpunkt während der großen Finanzkrise im Jahr 2008.

In jüngerer Zeit, wo die Beschäftigung in großen Teilen der Dienstleistungswirtschaft weiterhin eingeschränkt ist, werden einige der vorübergehenden Entlassungen nun doch dauerhaft (die Zahl der dauerhaft arbeitslosen Personen hat sich von Februar bis Juli verdoppelt). Dies zieht eine Bedrohung für das Verbrauchervertrauen und den Verlauf der Erholung mit sich, was eine Abschätzung für den weiteren Verlauf an den Märkten erschwert.

Eine starke Berichtssaison macht Hoffnung

Das Ergebnis fällt schlecht aus, aber nicht so schlecht wie ursprünglich erwartet – und das ist wiederum positiv für die Aktienmärkte. Für 98% der S&P 500-Unternehmen, die ihre Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet haben, waren die Ergebnisse deutlich stärker als prognostiziert. Ein Grund dafür ist die Zusammensetzung der wichtigsten Indizes, welche auf Sektoren ausgerichtet sind, die von der Pandemie profitiert haben – z.B. unsere häufig erwähnten Tech-Konzerne.

Ein weiterer Grund könnte die ungezügelte Geldpolitik und negativen Realzinsen sein, da die Notenbankhelden bereit sind alles zu tun, um die Wirtschaften am Leben zu halten. Damit werden jedoch Korrekturen am Aktienmarkt ausgehebelt. Aber wie lange kann das noch gut ausgehen? Irgendwann müssen Kinder ihr Zuhause verlassen und lernen, auf eigenen Füßen zu gehen.

Last, but not least, möchten wir der Investoren-Legende Warren Buffett alles Gute zum 90. Geburtstag wünschen. Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten – mit einer Performance von rund 20 Prozent pro Jahr bei Berkshire Hathaway seit 1965!

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Die Hoffnung auf Normalität treibt die Börsen | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (15/2020)

Ostern ist das Fest der Hoffnung. Das ist genau, was wir in der aktuellen herausfordernden Zeit benötigen – die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Die Börse und die Hoffnung sind zukunftsorientiert. Beide können in gewissem Maße als der Motor des Lebens und der Antrieb unserer Existenz gesehen werden. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Hoffnung ohne Handeln ist nicht genug

In der vergangenen kurzen Börsenwoche legten die globalen Aktienindizes dank der Entwicklungen zur Eindämmung des Virus (dessen Namen wir nicht mehr nennen werden) und die erlassenen Maßnahmen zur Absicherung der globalen Wirtschaft deutlich zu. Der deutsche Leitindex DAX bescherte uns vor den Osterferien mit einem Wochenbeitrag von 10,91 Prozent ein kleines Osternest. Trotz der stark steigenden Arbeitslosenzahlen in den USA konnten sowohl der Dow Jones Industrial Average, als auch der S&P 500 Index, der die Aktien der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst, über 12 Prozent Performance erzielen.

Doch nur zu hoffen, dass die Zahl der Infizierten sinkt ist nicht genug. Wir müssen weiterhin konsequent handeln. Wir sind eindeutig noch nicht über den Berg – wie Frau Merkel vor den Osterferien sagte: Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden.

Die Notenbankhelden und Staaten arbeiten rund um die Uhr

Die Notenbanken (Zentralbanken) und Staaten rund um den Globus legen Milliardenprogramme auf, die dabei helfen sollen, die Folgen der Virus-Krise in den Griff zu bekommen. Dabei fragen wir uns, ob solche Maßnahmen für einen Anstieg der Inflation sorgen könnten. Die Mischung aus Angebotsverknappung, die durch den Produktionsrückgang ausgelöst wird, Hamsterkäufe, gewaltige Liquiditätsmaßnahmen der Notenbanken und explodierende Haushaltsdefizite führen bekannterweise zu einem Anstieg der Preise.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Stillstand des globalen Welthandels. Bislang konnte der Welthandel die Inflation eindämmen. Unternehmen, Verbraucher und Staaten haben von der günstigen Arbeitskraft und von den günstigen Rohstoffen der Schwellenlänger profitiert. Durch den Einbruch des Welthandels werden Produkte, die nicht mehr importiert werden können, teurer. Auf der anderen Seite werden Produkte, welche nicht mehr exportiert werden können, wesentlich günstiger, da wir ein Überangebot aufbauen.

Diese Kombination aus Inflation und Deflation könnte eine besondere Herausforderung für die Staaten und Notenbanken darstellen. Nichtsdestotrotz sind wir uns sicher, dass auch hierfür eine Lösung bereitsteht.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Ergebnisse des deutschen Verbraucherpreisindex am kommenden Donnerstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Coronavirus – Der nächste Störfaktor für das Wirtschafswachstum und die Märkte | Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski, Januar 2020

Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski | Leiter Research und stellvertretender Leiter Portfoliomanagement und Handel, AMF Capital AG | www.amf-capital.de

Die Märkte befinden sich im Moment im Griff des Coronavirus. Viele Anleger fühlen sich an 2002 erinnert, als China der Ausgangspunkt für den Ausbruch des SARS-Virus war. Damals kam es weltweit zu 8.000 Infizierungen und 800 toten. Der Schaden für die Wirtschaft bezifferte die Weltbank und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf rund 30 Mrd. USD. Der Anteil des chinesischen BIP an der Weltwirtschaft lag zu dieser Zeit jedoch nur bei knappen 5%, heute sind es 16,5%. Um die chinesische Wirtschaft zu stützen hat die People’s Bank of China (PBOC) den Markt mit Liquidität in Höhe von 1,2 Bio. Yuan (ca. 173,8 Mrd. USD) versorgt. Die Notenbank hat das Geld in Form von umgekehrten Repogeschäften zur Verfügung gestellt. Dabei kauft die PBOC den Banken Wertpapiere ab und pumpt dadurch Geld in den Markt. Hierdurch erhöht sich kurzfristig die Geldmenge im Wirtschafssystem. Es dürfte nicht die einzige Maßnahme bleiben, welche ergriffen wird – es wurde u.a. eine Senkung des Leitzinses in Aussicht gestellt.

Die Berichtssaison in Europa und den USA ist in vollem Gang: Die Q4-Zahlen von bisher 56% der S&P-500-Unternehmen liegen vor. Das Wachstum bei den Umsätzen konnte um rund 1,93% zulegen, während die Gewinne ein leicht negatives Bild zeigen. Die Zahlen liegen jedoch über den Erwartungen der Analysten, die Umsätze kamen mit +1,05% und die Gewinne mit +5,55% besser rein als erwartet.

In der Eurozone haben 31% der Stoxx-600-Firmen ihr Zahlenwerk präsentiert, hier lag das Gewinnwachstum bei -5,66% und das Umsatzwachstum bei -1,16%. Während die Umsätze um -1,50% schlechter ausfielen als erwartet wurde, lagen die Gewinne mit +5,80% über den Erwartungen am Markt.

Konjunktur

Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone im vierten Quartal 2019 bei +0,1% (VQ: +0,2%; [e]: +0,2%). Besonders schwach zeigte sich die Wirtschaft dabei in Frankreich und Italien, hier war das BIP sogar um -0,1% bzw. -0,3% rückläufig. Nach der ersten Schätzung verzeichnete die Wirtschaft damit ein Wachstum von 1,0% (VJ: +1,2%) im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund für das schwächere Wachstum lag in dem gebeutelten Industriesektor, der vor allem unter dem Handelskonflikt litt, sowie dem Strukturwandel in der Automobilbranche.

Beim internationalen Weltwirtschafsgipfel in Davos hat der internationale Währungsfonds (IWF) seine überarbeiteten Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum in den kommenden Jahren präsentiert. Für das laufende Jahr wird nur noch von einem Wachstum von +3,3% (zuvor: 3,4%) ausgegangen. Im darauffolgenden Jahr erwartet der IWF dann einen leichten Anstieg auf +3,4 (zuvor: +3,6). Als Hauptgrund für die nach unten angepasster Prognose zog der IWF die Neubewertungen der Schwellenländer heran und stellte hier insbesondere Indien hervor. Dort habe sich der Konsum stärker abgeschwächt, was mit einem deutlich langsameren Anstieg der Einkommen auf dem Land begründet wird.

Die EZB hält ihren Kurs der expansiven Geldpolitik bei und lässt den Leitzins unverändert. Die Risiken des Konjunkturausblickes sieht die Notenbank eher nach unten gerichtet. Vor dem Hintergrund der weiterhin nur schwachen Inflation in der Eurozone hält die EZB eine äußerst akkommodierende Geldpolitik für einen längeren Zeitraum für angebracht. Aus den Umfrageergebnissen der EZB zum Kreditgeschäft der Banken (Bank Lending Survey) geht hervor, dass die Kreditnachfrage der Unternehmen im Euroraum im vierten Quartal zum ersten Mal seit sechs Jahren rückläufig ist. Der Rückgang war vor allem in Spanien und Frankreich zu beobachten, während die Nachfrage in Italien zulegen konnte. Die Ergebnisse dürften die EZB darin bestärken ihren Kurs einer ultralockeren Geldpolitik fortzusetzen. Es deutet daher weiterhin nichts darauf hin, dass wir mit steigenden Renditen rechnen müssen. 

Auch die Fed verzichtete bei ihrer Sitzung auf eine Änderung des Zinsbandes, das sich damit weiterhin in der Spanne von 1,5% bis 1,75% befindet. Der Satz für die Überschussreserven der Banken (IOER) wurde hingegen auf 1,60% (zuvor: 1,55%) leicht nach oben angepasst.

Die Stimmung bei den deutschen Unternehmen hat sich zu Jahresbeginn überraschend eingetrübt. Wie aus dem Ifo-Geschäftsklimaindex für Januar hervorgeht, ging das Barometer auf 95,9 Punkte (Vm: 96,3 Punkte; [e]: 97,0 Punkte) zurück. Die im Vorfeld befragten Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg der Stimmung gerechnet, da mit dem Phase-Eins-Abkommen zwischen China und den USA sowie der Entwicklung rund um einen Hard Brexit zwei Belastungsfaktoren weggefallen waren. Für den Rückgang war vor allem die Erwartungskomponente verantwortlich, während die aktuelle Lage von den Unternehmen leicht positiver beurteilt wurde als im Vormonat.

Das Verbrauchervertrauen ist in Deutschland für den Monat Februar angestiegen. Die nachlassende Spannung im internationalen Handelsstreit sorgte dafür, dass der entsprechende Konsumklimaindex auf 9,9 Punkte (Vm: 9,6 Punkte; [e]: 9,6 Punkte) zulegen konnte. Als Exportnation ist es gerade für Deutschland wichtig, dass ein freier Warenaustausch möglich ist.

Auch in den USA ist die Kauflaune der US-Verbraucher gestiegen. Für Januar ermittelte das Forschungsinstitut Conference Board einen Anstieg des Index auf 131,6 Punkte (Vm: 126,5 Punkte; [e]: 128,0 Punkte). Die Konsumenten bewerteten dabei sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftsaussichten besser. Der US-Konsum ist eine tragende Säule des US-Wachstums, er macht ca. 70% der dortigen Wirtschafsleistung aus. 

In China schwächte sich der Einkaufsmanagerindex im Januar auf 51,9 Punkte (Vm: 52,6 Punkte) ab. Überraschend ist der Rückgang dahingehend, dass es mit dem unterschriebenen Phase-Eins-Abkommen zu einer Annährung im Handelsstreit zwischen den USA und China gekommen ist und dies eigentlich zu einem positiven Effekt führen sollte. Zudem sind in den Daten die Auswirkungen des Corona-Virus noch nicht komplett enthalten, da dieser erst gegen Ende des Monats ausgebrochen ist.

Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Konjunkturrückblick mit Markus Mitrovski.






Der Urlaub der US-Regierung ist vorbei | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (04/2019)

Im Streit um die Haushaltssperre in den USA ist es am vergangenen Freitag bei einem Treffen von Präsident Donald Trump mit oppositionellen Demokraten zu einem Durchbruch gekommen. Die zwei Parteien haben einen ´Deal´ im Haushaltsstreit erreicht – nun dürfen sich Regierungsmitarbeiter nach dem lang verdienten Urlaub wieder an die Arbeit begeben. Der sogenannte ´Government Shutdown´ ist die bisher längste Haushaltssperre seit 1995 – doch die Märkte zeigten sich wenig beeindruckt. Die von uns untersuchten Leitindizes liegen seit Jahresanfang deutlich vorne.

Die Stimmung der US-Konsumenten zeigt allerdings ein anderes Bild. Der Shutdown in den USA bleibt nicht ohne Folgen: Der Index zum Konsumentenvertrauen der Universität Michigan ist um fast acht Punkte auf 90,7 gefallen – deutlich schwächer als erwartet (Prognose war 97,0). Das entspricht dem tiefsten Stand seit Oktober 2016. Der Einbruch des Konsumentenvertrauens im Januar steht zwar im Einklang mit einer Verlangsamung des Wachstumstempos, deutet aber noch nicht auf den Beginn eines nachhaltigen Rückgangs der Wirtschaftstätigkeit hin. Dennoch spüren die Verbraucher mittlerweile die Notwendigkeit, ihre vorsorglichen Ersparnisse zu schützen, was in der Regel durch eine Reduzierung ihrer diskretionären Ausgaben geschieht.

Die Berichtssaison zum 4. Quartal 2018 nimmt Fahrt auf. Bislang haben 76 Prozent der S&P 500 Unternehmen die Erwartungen in der laufenden Berichtssaison übertroffen. Die unerwartet gute US-Berichtssaison bescherte Anlegern feste Kurse am vergangenen Freitag. Doch der Showdown findet in der kommenden Woche statt. Mehr als ein Drittel der Dow Jones Unternehmen veröffentlichen in der 5. Kalenderwoche des Jahres ihre Bilanzen – darunter Boeing, McDonald’s und Apple. Hierzulande nimmt die Berichtssaison ebenfalls an Fahrt auf – SAP, Siemens und die Deutsche Bank werden diese Woche ihre Bilanzen enthüllen.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen