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Wenn aus Verlierern Gewinner werden | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (47/2020)

In der vergangenen Woche vollzog sich an den Aktienmärkten ein Balanceakt zwischen eingehenden positiven Nachrichten über Impfstoffe und ständig wachsenden wirtschaftlichen Restriktionen aufgrund der steigenden Virusfällen. Die Rotation aus dem Technologiesektor heraus und hin zu zyklischeren Aktien setzte sich fort, da die Impfstoffentwicklungen die Anlegerstimmung und das Vertrauen in die Aussichten für das nächste Jahr verbesserten. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Marktrotation setzt sich fort

Ein zentrales Thema an den Aktienmärkten in den letzten zwei Wochen war die sogenannte Rotation, d.h. der Führungswechsel über Anlageklassen, Sektoren und Anlagestile hinweg. Wir haben eine Reihe positiver Impfstoffankündigungen erhalten, zuerst von Pfizer am 9. November, dann am vergangenen Montag von Moderna und dann am vergangenen Mittwoch erneut von Pfizer über die Endergebnisse der Spätphase der Studie. Diese Nachricht trieb den S&P 500 auf ein neues Allzeithoch.

Im weiteren Verlauf der Woche geriet die Rallye aufgrund der sich verschlechternden Coronavirus-Trends ins Stocken. Mittlerweile wird das Tauziehen zwischen den Gewinnern und Verlieren der Pandemie etwas lebendiger, denn die letzten zwei Wochen haben einmal wieder gezeigt, dass gewisse Sektoren für eine Überraschung immer gut sind.

Wenn aus Verlierern Gewinner werden

Technologieaktien, wachstumsorientierte Anlagen und Aktien, die von den “Stay-at-home”-Trends profitieren, haben sich nicht nur während der pandemiebedingten Baisse besser gehalten, sondern den Markt seit dem Tiefpunkt im März auch angeführt. Die jüngsten Impfstoffentwicklungen wirkten jedoch als Katalysator für die jüngste Veränderung am Aktienmarkt, da das Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung gestärkt wurde.

Zyklische Sektoren, wie Energie und Finanzwerte, die von der Pandemie negativ beeinflusst wurden und empfindlicher auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft reagieren, schnitten besser ab, während Sektoren, die von der Pandemie profitiert haben, wie Technologie- und Kommunikationsdienstleistungen, hinterherhinkten. Eine ähnliche Rotation fand über alle Anlageklassen hinweg statt, wobei Small-Cap- und internationale Investitionen die US-amerikanischen Large-Cap-Investitionen übertrafen. Auch die Anlagestile waren betroffen, wobei Value Growth übertraf.

Wirtschaftswachstum und Zinssätze sind die wichtigsten Bestandteile der Rotation

Im Verlauf des letzten Bullenmarktes (2009 – Anfang 2020), der durch die Pandemie unterbrochen wurde, gab es mehrere Perioden der Rotation, die sich jedoch als kurzlebig erwiesen, da die wirtschaftliche Expansion durch ein langsames Wachstum, niedrige Zinsen und eine gedämpfte Inflation gekennzeichnet war. Wenn das Wirtschaftswachstum langsam und die Zinssätze niedrig sind, neigen die Investoren dazu, Unternehmen zu bevorzugen, die in der Lage sind, ihre Gewinne schneller als der Markt im Allgemeinen zu steigern, und die in der Regel zu höheren Bewertungen gehandelt werden, wie Aktien im Technologiesektor. Auf der anderen Seite kommen ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum und steigende Zinssätze Sektoren wie der Industrie- bzw. Finanzsektor zugute, die beide in internationalen, Small-Cap- und Value-Indizes stark gewichtet sind.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?
Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?
Welche IPOs bzw. Börsengänge stehen in der kommenden Woche an?

Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Börse: das Tauziehen geht weiter | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (42/2020)

An den Börsen geht das Tauziehen zwischen den Bullen & Bären weiter. Die Hoffnung auf ein weiteres Konjunkturpaket in den USA ließ die Börsen letzte Woche positiv abschließen. Die europäischen Aktienmärkte hingegen schlossen aufgrund der starksteigenden Covid-19-Fälle leicht negativ. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Bullen vs. Bären

Die Börsen weltweit schwankten in der vergangenen Woche zwischen grün und rot und spiegelten damit ein Tauziehen zwischen wachsenden Sorgen und ermutigenden Wirtschaftsdaten wider. Die Schwäche des Aktienmarktes war hauptsächlich auf die anhaltende Pattsituation bei den Konjunkturgesprächen zurückzuführen, zusammen mit dem jüngsten Anstieg der COVID-19-Fälle und den zusätzlichen Sorgen über die Wiedereröffnung der Wirtschaft.

Die US-Märkte fanden jedoch einen Hoffnungsschimmer durch einen positiven Bericht, der zeigte, dass die Verbraucherausgaben im September trotz des Mangels an erneuter Hilfe aus Washington stark angestiegen waren, was eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber der wirtschaftlichen Erholung signalisierte.

Wirtschaftlicher Ausblick

Experten zufolge hat die Wirtschaft höchstwahrscheinlich den Tiefpunkt erreicht, aber das Wachstumstempo wird sich verlangsamen, und die Rückkehr zum Niveau vor der Pandemie wird Zeit brauchen. Trotz der Unsicherheiten sollte eine allmähliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt zusammen mit niedrigen Zinssätzen und fiskalischen Maßnahmen dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung bis 2021 aufrechtzuerhalten.

Die Pandemie hat eine zweigleisige Wirtschaft geschaffen, da die großen Industriezweige entweder weiterhin Kapazitätsengpässe oder eine schwache Nachfrage haben. So lagen beispielsweise im August die Konsumausgaben für Waren um 5% über dem Höchststand vom Februar, während die Ausgaben für die weitaus größere Kategorie von Dienstleistungen (z.B. Restaurants, Hotels) um 7% unter dem Höchststand blieben. Dieser ungleichmäßige Aufschwung hindert die Wirtschaft daran, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, und er wird wahrscheinlich anhalten, bis ein Impfstoff eintrifft.

Wie geht es an den Aktienmärkten weiter?

Die längerfristigen Aussichten für die Aktienmärkte sind positiv und werden durch das Wirtschaftswachstum, die Unternehmensgewinne und die niedrigen Zinssätze unterstützt. Kurzfristig erwarten Börsianer eine weiterhin hohe Volatilität aufgrund der Ungewissheit, die weiterhin die Marktteilnehmer beschäftigt.

Das vor uns liegende Quartal wird angesichts der Virusproblematik, der schwindenden finanziellen Unterstützung und der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China immer schwieriger. Und hier in Europa droht sogar in 10 Wochen ein harter Brexit, wenn die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien scheitern. Eine neue Hausse ist möglich, aber nicht ohne Kopfschmerzen zwischendurch.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Der Countdown läuft | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (40/2020)

Heutzutage gibt es nichts Aufregenderes als eine Tüte Popcorn während Ihrer Lieblings-Präsidentschaftsdebatte im Fernsehen läuft. Aber der Höhepunkt war am vergangenen Freitag, nachdem die Welt davon erfuhr, dass Donald Trump und seine Frau mit Covid-19 infiziert wurden. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Chaotische TV-Debatte

Die Präsidentschaftsdebatte, die am vergangenen Dienstag zwischen Donald Trump und Joe Biden stattfand, war nichts weniger als unterhaltsam. Bitte entschuldigen Sie, dass ich etwas übertreibe, aber die US-Präsidentschaftsdebatte hat mich in die 90er Jahre zurückversetzt, als die Jerry-Springer-Show besonders populär war.

Aktuell befindet sich das Land in einer der schlimmsten Rezessionen seit „The Great Depression“. Momentan gibt es immer noch 6,8 Millionen mehr Arbeitslose in den USA als im Februar vor der Pandemie. Anstatt eine tragfähige Lösung zu präsentieren, um das Land wieder auf den richtigen Weg zu bringen, verbringen die beiden Kandidaten die meiste Zeit damit, mit dem Finger zu zeigen und sich gegenseitig zu unterbrechen. Nach der chaotischen TV-Debatte planen die Veranstalter Änderungen am Konzept. Wir sind gespannt!

POTUS infiziert die Aktienmärkte

Und nun kommen wir zum absoluten „Höhepunkt“ der vergangenen Woche. Vier Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen am 3. November kündigte Präsident Trump per Twitter, dass seine Frau (FLOTUS) und er (POTUS) sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Der positive Corona-Test von US-Präsident Donald Trump hat weltweit für Unruhe an den Kapitalmärkten gesorgt.

Die Nachricht vom Freitag bringt das Coronavirus wieder in die vordersten Reihen der Schlagzeilen. Dies könnte Auswirkungen auf das Verhalten der Verbraucher haben, die angesichts einer andauernden und hartnäckig anhaltenden Pandemie bei der Rückkehr zu normalen wirtschaftlichen Aktivitäten nun vorsichtiger sein könnten.

Bald kommt der „Digital Euro“?

Wir hatten diese Woche äußerst interessante Nachrichten aus Frankfurt: Europas Notenbank-Helden intensivieren ihre Arbeit an einem digitalen Euro. Die Europäischen Zentralbank wagt den ersten großen Schritt zur Einführung einer digitalen Währung. Technisch würde ein digitaler Euro dem Bitcoin ähneln. Aber im Gegensatz zu der Kryptowährung stünde er unter Aufsicht einer Zentralbank.

Die Rechtsabteilung der Zentralbank hat beim Amt für geistiges Eigentum der Europäischen Union eine Anmeldung für die Marke „Digital Euro” eingereicht. Es wird erwartet, dass die EZB demnächst ihre Einschätzung darüber veröffentlicht, ob eine digitale Währung eingeführt werden soll. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

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Erwartungswerte positiv – Märkte im Minus & Ängste steigen | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (39/2020)

Die Märkte haben diese Woche erneut Verluste eingefahren und die hohe Volatilität der vergangenen Monate ist ebenfalls zurück. Die Lichtblicke sind aktuell sehr rar und der ein oder andere Experte sehnt sich schon nach dem Jahresabschluss von 2020. Abhaken, abschreiben und besser im Jahr 2021 neu starten. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Die wirtschaftliche Erholung hält an

Unterschiedliche Institute haben in der vergangenen Woche ihre Erwartungswerte noch einmal verbessert und damit die Prognosen für die wirtschaftliche Erholung nach oben korrigiert. Das Ifo-Institut geht aktuell „nur“ noch von einem Wirtschaftsabschwung von 5,2% aus – was weniger als in der Finanzkrise 2008/09 war. Auch die GFK verzeichnete einen leichten Anstieg ihres Konsumklimaindex um 0,1 Punkte auf -1,6 und führt dies auf die Konjunkturpakete der Regierung zurück. Selbst in Spanien werden die erwarten Einbrüche reduziert (-21,5 Prozent gegenüber prognostizierten 22,1 Prozent). Dennoch reden wir hier immer noch von deutlichen Wirtschafstabschwüngen und die Risiken von erneuten Einbrüchen steigen derzeit weiter.

Was erwarten die Märkte?

Diese Woche waren die Märkte deutlich im Minus und auch die Rohstoffe mussten deutlich abgeben. Der DAX schloss mit einem Minus von 4,93% die Woche ab, der Dow Jones mit minus 1,75% – dabei retteten die Tech-Werte aus dem NASDAQ (+1,96%) die Woche. Auch Gold (-4,63%) und Silber (-14,84%) verloren deutlich. Diese Konstellation erinnert doch sehr stark an den diesjährigen März. Und tatsächlich schauen die Märkte sehr besorgt auf die hohen Infektionszahlen, die sich in vielen Ländern erneut einstellen und schon wieder zu Lockdowns führt. Aber auch die US-Wahl wird von den Märkten sehr besorgt beobachtet und die ansteigenden Arbeitslosenzahlen in Amerika helfen nicht gerade für eine positive Stimmung.

Ängste essen Seelen auf

Das berühmte Zitat „Angst essen Seele auf“ bezeichnet die aktuelle Situation sehr schön. Jeder fragt sich gerade, wie geht wohl die anhaltende Pandemie weiter? Wie werde ich davon betroffen sein? Wann ist wieder ein normales Leben möglich und werde ich finanziell sicher aufgestellt sein? Doch aktuell beschäftigen viele Menschen weitere Ängste – z.B. ist der Ausgang der US-Wahlen eine der größten Ängste der Deutschen. Auch in den USA wird der Ausgang der Wahl mit bangen erwartet. Unterstützt von der Aussage von Trump, dass er eine friedliche Übergabe bei einer Niederlage nicht garantieren kann – was von seinen Sprechern im Nachgang zügig nachgebessert wurde.

Wichtig ist jedoch für alle und insbesondere die, die sich an den Finanzmärkten tummeln, beschäftigt euch mit euren Ängsten. Ü­­berlegt euch das schlechteste Ereignis und arbeitet Maßnahmen aus. Dann seid ihr, wenn es tatsächlich so eintrifft, vorbereitet und werdet nicht überrascht. Wodurch meist noch viel schlimmere und unüberlegte Reaktionen gefolgt sind.

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Wird nun die entscheidende Runde eingeläutet? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (38/2020)

Diese Woche war nun einmal etwas eindeutiger als die letzten – leider endete sie mit einem Minus an allen Märkten. Dabei waren erneut die Tech-Werte aus Amerika am meisten unter Druck (NASDAQ 100: -1,36%). Dagegen konnten die Rohstoff-Werte, wie in „normalen“ Zeiten, mit einem Plus schließen – Gewinner hier war Öl (+8,06%). Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

FED Entscheidung wie erwartet!

Jerome Powell hat diese Woche die Fortführung der eingeschlagenen Zinsstrategie verkündigt. Das heißt, weiterhin Nullzinsen für die Marktteilnehmer. Doch die erwartete und erhofft Kehrtwende an den Märkten blieb aus. Auch der Kurs des Dollars konnte nur kurzfristig von der Entscheidung profitieren und schloss die Woche bei 0,8446 EUR.

Wahrscheinlich haben viele nichts von der Entscheidung mitbekommen, da der Blick in den USA nun voll auf die Wahlen ausgerichtet ist. Diese Woche begannen die „Early Votings“ in Minnesota, Virgina, South Dakota und Wyoming – deutlich vor der eigentlichen Präsidentschaftswahlen – was Trump deutlich erbost, da diese Stimmen nicht mehr durch seine Wahlkampagne beeinflusst werden kann. Denn noch liegt er hinten.

Unrühmliches Ende eines langen Exits?

Trotz Drohung durch die EU hat das britische Unterhaus dem umstrittenen Binnenmarktgesetz zugestimmt. Damit nimmt Boris Johnson den Rechtsbruch billigend in Kauf, denn so kann das Austrittsabkommen von Nordirland mit der EU ausgehebelt werden. Interessant wird nun sein, zu welchem Gegenschlag die EU ausholen wird. Wird es doch einen ungeordneten Austritt aus der EU geben und damit noch mehr Chaos in den unsicheren Zeiten?

Welche Rolle spielt bei allem der ruhende Bär?

So ruhend ist der Bär aus dem Osten eigentlich gar nicht. Ob Corona, US-Wahlen, Flüchtlingskrise, Nordstream 2, Vergiftungen usw. eine Verwicklung von Russland ist immer gegenwärtig. Doch ein richtiges Muster lässt sich noch nicht erkennen – dafür sind die Medienberichte jedoch deutlich zu gering. Eins kann man aber sagen: Nicht nur Politik und Gesellschaften werden durch Eingriffe beeinflusst, auch die Märkte selbst.

Könnten zum Beispiel die großen Tech-Konzerne gerade einbrechen, weil die Angst vor einer erneuten Wahleinmischung so groß ist. Könnte eine Destabilisierung der Aktienmärkte dem ressourcenreichen Land in die Hände spielen oder gar ein schwacher Dollar besser für Auslandsexporte sein? Am Ende wird es nur einen geben, der das beantworten kann. Wir können nur hoffen, dass der Schlag nicht unerwartet kommt.

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Ein ungewöhnlicher Sommer geht zu Ende | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (35/2020)

Sommerloch? Von wegen! Wer auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ hörte, hat es dieses Jahr schnell bereut und hoffentlich schnell wieder gegengesteuert. Seit Anfang Mai hat der DAX 30 gut 24,52% zugelegt und der NASDAQ 37,60%. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Ein ungewöhnlicher Sommer ist fast vorbei

Die Aktienmärkte schlossen letzte Woche wesentlich solider – trotzdem noch auf dem Weg zum besten August seit 34 Jahren. Damit setzt sich die Rallye mit dem dritten Bärenmarkt in zwei Jahrzehnten fort: die Dotcom Blase, vor der Finanzkrise 2008 und jetzt während der Corona-Krise.

Die Momentum getriebene Rally zwingt die letzten Bären an der Wall Street zum Aufgeben. „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheint ja in jedem Investmentbank-Haus an der Wallstreet angekommen zu sein. Auch Citigroup hat sein Jahresendziel für den S&P 500 von 2900 auf 3300 Punkte angehoben und wie schon in unserem letzten Wochenrückblick erwähnt Goldman Sachs ist deutlich bullischer mit einem Jahresendziel von 3600 Punkte unterwegs. 

Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Erholung ungleichmäßig

Nach einem Rekordhoch von 6,9 Millionen Arbeitslosen-Amerikanern vor knapp einem halben Jahr, liegen die derzeitigen Arbeitslosenansprüche weiterhin bei über einer Million pro Woche, was deutlich mehr sind als zu jedem Zeitpunkt während der großen Finanzkrise im Jahr 2008.

In jüngerer Zeit, wo die Beschäftigung in großen Teilen der Dienstleistungswirtschaft weiterhin eingeschränkt ist, werden einige der vorübergehenden Entlassungen nun doch dauerhaft (die Zahl der dauerhaft arbeitslosen Personen hat sich von Februar bis Juli verdoppelt). Dies zieht eine Bedrohung für das Verbrauchervertrauen und den Verlauf der Erholung mit sich, was eine Abschätzung für den weiteren Verlauf an den Märkten erschwert.

Eine starke Berichtssaison macht Hoffnung

Das Ergebnis fällt schlecht aus, aber nicht so schlecht wie ursprünglich erwartet – und das ist wiederum positiv für die Aktienmärkte. Für 98% der S&P 500-Unternehmen, die ihre Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet haben, waren die Ergebnisse deutlich stärker als prognostiziert. Ein Grund dafür ist die Zusammensetzung der wichtigsten Indizes, welche auf Sektoren ausgerichtet sind, die von der Pandemie profitiert haben – z.B. unsere häufig erwähnten Tech-Konzerne.

Ein weiterer Grund könnte die ungezügelte Geldpolitik und negativen Realzinsen sein, da die Notenbankhelden bereit sind alles zu tun, um die Wirtschaften am Leben zu halten. Damit werden jedoch Korrekturen am Aktienmarkt ausgehebelt. Aber wie lange kann das noch gut ausgehen? Irgendwann müssen Kinder ihr Zuhause verlassen und lernen, auf eigenen Füßen zu gehen.

Last, but not least, möchten wir der Investoren-Legende Warren Buffett alles Gute zum 90. Geburtstag wünschen. Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten – mit einer Performance von rund 20 Prozent pro Jahr bei Berkshire Hathaway seit 1965!

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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Spezial: Der Wettlauf zum Goldberg – Bezos, Zuckerberg und Musk | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (34/2020)

Wer erinnert sich noch an die guten, alten Geschichten aus Entenhausen? Dort lebt die reichste Ente der Welt in einem Geldspeicher. Und sie liebt nichts mehr, als in ihrem Goldberg zu schwimmen. Was nach reiner Fantasterei klingt, wird heutzutage zur Realität. Werfen wir einen Blick darauf in unserem Spezial, was vergangene Woche die Reichsten und Einflussreichen bewegt hat.

Das Spiel in dieser Woche ging um Rekordhochs!

Der NASDAQ erreichte diese Woche ein weiteres Rekordhoch und der S&P 500 übertraf das im Februar erreichte Rekordhoch aus der Zeit vor der Pandemie. Die Reiter dieser Rekordwelle sind jedoch nur eine kleine Anzahl an Unternehmen.

Natürlich sind das Apple, Amazon, Facebook, Alphabet und Tesla und die Gründer dieser Unternehmen sind gleichzeitig das Markenzeichen der Unternehmen. Von Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Elon Musk hat schon jeder gehört. Allein in diesem Jahr ist das Vermögen von Jeff Bezos um über 70 Milliarden Dollar gewachsen, was seine Scheidungskosten von 38 Milliarden Dollar mehr als ausgleicht – gar nicht so schlecht.

Auch Elon Musk, der Gründer von Tesla, hat in letzter Zeit viele Schlagzeilen gemacht und ist jetzt der viertreichste Mann der Welt. Sein Vermögen ist dieses Jahr um über 50 Milliarden US-Dollar gewachsen und seine Firma Tesla gehört nun zu den 10 größten Unternehmen im S&P 500, was ihre Marktkapitalisierung betrifft. Nur um es besser Vergleichen zu können – Tesla ist nun wertvoller als alle europäischen Autohersteller zusammen.

Der Aktienmarkt hat sich also so gut entwickelt, dass sogar Goldman Sachs sein Jahresendziel für den S&P 500 auf 3.600 Punkte angehoben hat. Aus heutiger Sicht bedeutet dies weitere 5,97% positive Performance, was den S&P 500 auf 11,43% zum Jahresultimo bringen würde.

Erholung dauert lang – hier wiederlegende Statistiken:

Wenn wir auf frühere Bärenmärkte seit 1956 zurückblicken, stellen wir fest, dass es im Durchschnitt vier Jahre dauerte, bis sich Aktien von einem Tief auf ein neues Rekordhoch erholten. Letzte Woche bewies der S&P 500 das Gegenteil, als er innerhalb von nur sechs Monaten nach dem März-Tief von 2,304 Punkten ein neues Rekordhoch erreichte – das ist so ziemlich die schnellste Erholung, die bisher verzeichnet wurde.

Wir sollten uns fragen, ob das alles zu schön ist, um wahr zu sein. Immerhin sind in der US-Wirtschaft immer noch fast 13 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen aufgrund der Pandemie. Und die derzeit guten Arbeitsmarktzahlen in den USA sind mit Vorsicht zu genießen. Es wurden zwar mehr Arbeitsplätze geschaffen, als die meisten Menschen erwartet hätten, die Zugewinnen sich aber in Wirklichkeit um unverhältnismäßig viele Teilzeitbeschäftigte handeln – was bedeutet, dass die Menschen wieder zu Arbeitsplätzen mit weniger Arbeitsstunden und weniger Bezahlung zurückkehren.

Aber die Börse sieht die Realität anders. Amerikas Lieblingsunternehmen Apple hat nun die magische 2 Billionen Dollar Market Cap durchbrochen und ist nun das wertvollste Unternehmen des Planeten.

Der gesamte Technologiesektor macht jetzt 30,7% der Marktkapitalisierung des amerikanischen Aktienmarktes aus. Allein der Technologiesektor war die treibende Kraft hinter der schnellen Erholung der Aktienmärkte. Um die Jahrtausendwende während der Dotcom-Blase war die Marktkapitalisierung der Technologieaktien noch höher, nämlich 33% des gesamten amerikanischen Aktienmarktes – und wir alle wissen, wie diese Geschichte endete. Sollten wir also besorgt sein? Befinden wir uns in der Mitte der nächsten Blase – der so genannten FANG-Blase?

Laut Citigroup, ja! Das Panik / Euphorie-Modell der Citigroup hatte kürzlich den höchsten Stand seit 2002. Die Bank of America Merrill Lynch kommentierte in ihrer Mitte Juli durchgeführten Umfrage unter globalen Fondsmanagern, dass 71% der Fondsmanager immer noch der Meinung sind, dass der Aktienmarkt ‘überbewertet’ ist, während rekordverdächtige 74% der Fondsmanager glauben, dass US-Technologieaktien der ‘most crowded trade’ sind, und das ist der höchste Wert in der Geschichte der Umfrage.

In der Zwischenzeit geht der Wettlauf um die Reichtümer weiter und die Gewinner werden in Geld schwimmen.

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Ist an der Börse eine Verschnaufpause angesagt? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (33/2020)

Es war eine weitere positive Woche für den Aktienmarkt, und der S&P 500 flirtet sogar mit neuen Höchstkursen. Auf der anderen Seite standen die Edelmetalle unter einem gewissen Druck und hatten ihren ersten wöchentlichen Rückgang seit Anfang Juni. Werfen wir einen Blick darauf was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Edelmetalle doch nicht so edel?

Der Grund dafür liegt in der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen, die im Laufe der vergangenen Woche um fast 15 Basispunkte gestiegen sind. Und wie wir alle wissen, höhere Renditen treiben den Dollar tendenziell in die Höhe und setzen Edelmetalle wie Gold und Silber unter Druck, da diese keinen Zins erwirtschaften. Darüber hinaus stieg der Dollar auch aufgrund starker Zahlen des US-Arbeitsmarkts nach oben – und das machte Gold und Silber in der vergangenen Woche für Anleger weniger attraktiv. Gold schloss die Woche mit -4,45% und Silber etwas schwächer mit -6,54%. Dennoch ist der längerfristige Aufwärtstrend für Gold und Silber intakt, und das hat viel mit der USD-Schwäche, dem Ausmaß der Konjunkturmaßnahmen und dem Niedrigzinsumfeld zu tun.

Wirtschaft vs. Aktienmarkt

Die Wirtschaft ist noch weit davon entfernt das BIP-Niveau vor der Pandemie wieder zu erreichen, aber die massive Erholung an den Aktienmärkten spiegelt den zukunftsorientierten Charakter wieder. Schließlich preisen die Aktienmärkte die Zukunft und nicht die Gegenwart ein. Die Rallye, die wir am Markt erleben, gibt daher einen Funken Hoffnung auf eine anhaltende wirtschaftliche Erholung und eine Erholung der Unternehmensgewinne für den Rest dieses Jahres und auch in 2021.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken bei der Markterholung eine führende Rolle gespielt haben. Die fiskalische Entlastung durch den US-Kongress hat bisher wirksam dazu beigetragen, die Einkommenslücke zu schließen, die durch den historischen Anstieg der Arbeitslosigkeit entstanden ist. In der Zwischenzeit hat die Fed beispiellose geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen sowie Zinssenkungen, Unterstützung der Kreditmärkte und Anleihenkäufe durchgeführt. Diese Maßnahmen stimmen die Aktienmärkte optimistisch, dass die monetären Bedingungen noch einige Zeit günstig bleiben werden. Und das gilt auf für die EuroZone. Die Europäische Zentralbank hat sich zu ihrem Programm zum Ankauf von Anleihen verpflichtet und wird diese Käufe mit hoher Wahrscheinlichkeit bis mindestens Juni 2021 fortsetzen – und das ist positiv für den Aktienmarkt in Europa.

Dennoch könnte uns die Politik einen Strich durch die Rechnung machen

Es scheint eine Ewigkeit her zu sein, aber erst im Januar legten die Vereinigten Staaten und China ihre Differenzen beiseite und einigten sich auf ein Handelsabkommen. Aber seitdem ist viel passiert. Der Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump läuft auf Hochtouren – und seine Rhetorik gegenüber Peking hat sich seitdem nicht verbessert. Er schimpft weiterhin gegen China, das seiner Meinung nach “seine Wiederwahl mit aller Macht verhindern will”. Beide Länder scheinen die Hoffnung oder gar das Interesse an dem Handelsabkommen verloren zu haben – und dies ist eines der Themen, die uns bis mindestens November begleiten wird.

Apropos November. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zwischen Donald Trump und dem demokratischen Kandidaten Joe Biden werden die Märkte zusätzlich verunsichern und beunruhigen. Wir erwarten, dass bis November die Aktienmärkte etwas volatiler reagieren werden. Hoffentlich haben wir eine Lektion aus 2016 gelernt – wo sich alle sicher waren, dass Hillary Clinton gewinnen würde. Auch wenn Joe Biden gute Chancen hat sollten wir uns an den alten Spruch erinnern: Das Stück ist nicht zu Ende, bevor der Vorhang fällt – und der Vorhang fällt erst am 7. November 2020 oder vielleicht auch erst später.

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Drei Kugeln Eis für eine mögliche heiße Zeit | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (30/2020)

Nachdem diese Woche, nach einem wahren Marathon, der EU-Gipfel mit einem gemeinsamen Ergebnis endete, gehen die EU-Staatsoberhäupter in ihren wohlverdienten Sommerurlaub. Währenddessen entwickelt sich der Wirecard-Skandal zu einem ausgewachsenen Polit-Thriller-Auflösung ungewiss. Zumindest führen einzelne Stränge aktuell nach Russland und der Druck auf innenpolitische Positionen erhöht sich zunehmend. Und was macht die zweite Welle? In vielen Ländern wird weiterhin die erste Welle geritten – ein Abschwung ist nicht zu verzeichnen – und die Reiselust verstärkt die Situation noch einmal. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Einmal bitte Vanille – Gewinne werden mitgenommen

Zwei Wochen hintereinander beendet der NASDAQ die Woche im Minus (Nasdaq: -1,52%). Er bleibt jedoch weiterhin seit Jahresbeginn mit +20,04% mit Abstand der stärkste Index. Von einer wirklichen Talfahrt kann man hier also nicht sprechen. Vielmehr ist eine normale Gewinnmitnahme durch die Marktteilnehmer zu unterstellen. Es wird spannend sein, wie sich die Anleger mit dem schwächelnden US-Dollar in den nächsten Wochen verhalten, da es eine gute Einstiegsmöglichkeit für internationale Anleger bietet.

Schoko-Eis weiter die Nummer 1 – so auch Gold und Silber

Die Kombination aus Überschuss von Liquidität als auch der schwache US-Dollar sind zwei wesentliche Gründe, warum viele Anleger in Gold und Silber investieren. Aber auch eine mögliche Vorbereitung auf einen Kurssturz könnte sich hier abzeichnen. Silber ist im Wochenverlauf mit knapp 18% gestiegen und hat gezeigt, dass auch der kleine Bruder für eine gute Überraschung gut ist! Gold hat in der gleichen Woche die magische Marke von 1.900 USD gebrochen und ist im Wocheverlauf mit über 5 Prozent gestiegen. Wie lange bleiben die beiden ultimativen Währungen so stark? Oder kommt bald ein neuer Rohstoff in den Fokus?

Erdbeere mag nicht jeder – sowie die USA und China sich nicht?

Noch 100 Tage bis zur Präsidentschaftswahl in den USA und Trumps Kurs ist weiterhin nicht nachvollziehbar. Kehrtwende in der Pandemie, fragwürdiger Einsatz der Bundespolizei in US-Großstädten und weitere Eskalation mit China. Diese Woche erreichte es einen weiteren Höhepunkt mit der Schließung der chinesischen Botschaft in Houston, die prompt mit der Schließung des US-Konsulat in Chengdu beantwortet wurde. Bereits am Anfang der Woche drohte Trump mit dem Einreiseverbot von politischen Vertretern aus China. Wohin führt diese Eskalation? Ist es vielleicht Trumps Trumpf im Wahlkampf, den er zum Ende ausspielen wird? Zumindest hat er diesen dringend nötig, da seine Umfragewerte weiter sinken und der Rückhalt für seine zweite Kandidatur in den Lobbys ebenfalls immer mehr abnimmt.

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Das Sommerloch ist da – wenig Bewegung an den Märkten | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (29/2020)

Die vergangene Woche war spürbar ruhiger – Langzeit-Themen wie EU-Hilfspaket, Erholung nach der Pandemie sowie aktuelle Themen wie Aufarbeitung des Wirecard Skandals oder die bevorstehende US-Wahlen haben keinen großen Einfluss auf das aktuelle Marktgeschehen. In Deutschland haben die Anleger weiterhin die 13.000 Punkt im Blick und in den USA ist der Tech-Markt erstmals schwächer als der S&P 500. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Inflationsrate wirklich ein Zeichen steigender Kauflaune in der aktuellen Phase?

Die Inflationsraten in Deutschland und den USA sind im vergangenen Monat Juni weiter gestiegen. In beiden Ländern ist ein Plus von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Dabei sind wie üblich die Energiepreise ausgeklammert, die jedoch in den letzten Wochen wieder einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Als größter Treiber der Inflationsrate sind Nahrungsmittel zu benennen – insbesondere Obst und Fleisch haben hohe Zuschläge aufzuweisen. Fraglich ist, ob in der aktuellen Phase von einem kleinen Trend zu gestiegener Kauflaune gesprochen werden kann. Vielmehr schlägt hier zu buche, dass die Angebotslage weiterhin durch die Pandemie eingeschränkt bzw. aufwendiger ist und die Nachfrage durch die startenden Wirtschaften sich Richtung Ursprung bewegen. Ein wirklicher Anstieg ist es wohl kaum, sondern wohl eher der Gummizugeffekt nach der Krise.

Totgesagte leben länger!

Diese Woche verzeichneten alle klassischen Märkte ein kleines Plus am Ende der Woche. Nur der NASDAQ 100 (der Überflieger der letzten Monate) und der chinesische CSI 300 schlossen im Minus – die chinesische Regierung wird wohl nach den letzten Wochen etwas aufatmen. Heißt das nun, dass die schon fast „totgesagten“ klassischen Märkte wieder zurück im Geschäft sind? Sicherlich wirken sich die Inflationszahlen sowie die Erweiterung des Balance Sheet der FED (+ 38 Milliarden zum Vormonat) positiv auf die klassischen Märkte aus. Doch auch der Dip bei den Tech-Aktien könnte eine Chance zur Erweiterung des Portfolios dienen – aber nach der Rallye ist auch eine Gewinnmitnahme keine schlechte Idee.

Und was macht die EU?

Aktuell tagen die mächtigsten Vertreter der EU in Brüssel und verhandeln um das 750 Mrd. € Hilfspaket. Einen einfachen Verhandlungsweg hat keiner vermutet, aber eine Lösung scheint in weiter Ferne zu liegen. Frankreichs Staatspräsident Macron drohte schon mit vorzeitiger Abreise, während Merkel mit Geburtstagskuchen und Verhandlungsgeschick die unterschiedlichen Standpunkte zusammenführen will. Und als wäre die Abstimmung rund um die 1,8 Billionen € Haushaltsetat nicht schwer genug, wird über die rechtsstaatliche Situation in Polen und Ungarn diskutiert. Und was macht Brexit-Boris in dieser Zeit eigentlich? Freut er sich, nicht mehr am Verhandlungstisch zu sitzen oder ärgert er sich, keinen Teil vom Kuchen abzubekommen? Vielleicht fällt der Brexit ja doch noch aus. Wir werden sehen.

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