“Die Euro-Zone ist unumkehrbar, und sie ist stark.“

„Wir sollten politische Entscheidungen nicht dramatisieren. (…) Die Euro-Zone ist unumkehrbar, und sie ist stark.“ – Draghi

Die Märkte sind nach den veröffentlichten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) erleichtert und dafür ist heute tatsächlich ein Italiener zuständig. Die Treffen der EZB sind vollbracht und es ist ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar: die Entscheidungen deuten auf eine Normalisierung der Geldpolitik hin. Zwar hält die EZB momentan noch an den historisch niedrigen Leitzinsen von 0,0 Prozent fest, doch den Anleihekaufprogrammen soll per Dezember diesen Jahres ein Ende gesetzt werden. Bis Ende September 2018 sollen Anleihen im Gegenwert von 30 Milliarden Euro angekauft werden, danach lediglich noch 15 Milliarden Euro bis Ende des Jahres und anschließend soll das sogenannte „Quantitative Easing“ (QE) Programm enden. Bisher wurden die Kapitalmärkte durch die Geldpolitik der EZB aufgepumpt, um die Konjunktur zu beleben und eine Deflation zu vermeiden. Da im Mai 2018 die Inflationsrate auf 1,9 Prozent fiel, wurde das angestrebte Ziel der EZB erreicht. Die Euro-Zone verspricht verbesserte Konjunktur- und ansteigende Inflationsdaten. Investoren haben vom Treffen der EZB die deutliche Kommunikation von Zinsschritten erwartet, doch dieses fiel eher vage aus. Deshalb führte die folgende Enttäuschung zur Schwächung des Euro-Kurses: der Euro fiel gegen den Dollar auf 1,1667. Im Gegensatz dazu stieg der deutsche Leitindex DAX und schloss mit + 1,9 Prozent bei 13.162 Punkten. Auch der EURO STOXX 50 verzeichnete Steigerungen um +1,5 Prozent auf 3.534 Punkten.

Der Markt in den USA geht nach den FED-Sitzungen diese Woche von zwei weiteren Zinsschritten aus, also weitere 50 Basispunkte. Es ist zudem mit drei Zinsschritten im nächsten Jahr und einem im darauffolgenden Jahr zu rechnen. Momentan beläuft sich die Zinsspanne in den USA zwischen 1,75-2 Prozent und tendiert somit auch zur Normalisierung der Geldpolitik.

Text und Image: Demi Çelik

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