Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (27/2018)

Die Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China verstärkten die Nervosität und Unsicherheit auf den Märkten diese Woche, weshalb die Anleger an den Börsen vorerst verhalten reagierten. Trotz der Gefahr einer Eskalation im Handelskonflikt bleibt die grundlegende Stimmung erhalten, dass die Konflikte drastisch zunehmen müssten, um sich langfristig auf die Weltwirtschaft auszuwirken. Die US-Notenbank FED drückte allerdings in Ihrer letzten Sitzung die Sorge aus, dass die von Trump betriebene Handelspolitik die Investitionen der Unternehmen und somit das Wirtschaftswachstum schwächen könnten.

Neben dem Handelskonflikt wurden diese Woche die US-Arbeitsmarktdaten beobachtet: Dieser lieferte uneinheitliche, gemischte Signale. Die Zahl der Beschäftigen in den USA stieg zwar um 213.000 neue Stellen an, doch gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote von 3,8 auf 4,0 Prozent an und die Stundenlöhne stiegen nicht an. Die amerikanische Wirtschaft hat dem Arbeitsmarktbericht zufolge noch Wachstumspotenzial, begleitet von geringem Inflationsdruck.

Trotz Unsicherheiten auf den Märkten verabschiedeten sich die Länderindizes alle positiv ins Wochenende: Der DAX legte um 1,5 Prozent auf 12.501,00 Punkte zu. Der S&P 500 gewann 2,3 Prozent auf 2.759,82 Punkte, der Dow Jones schloss rund 1,5 Prozent höher bei 24.456,48 Punkten und der Nasdaq ebenfalls 3,4 Prozent höher bei 7.688,39 Punkten.

Der Euro handelte am Freitag gegen den US-Dollar nach positiven Zahlen zu den deutschen Auftragseingängen fester und liegt aktuell bei 1,1745. Laut dem Statistischen Bundesamt Destatis sind die Bestellungen in der deutschen Industrie gegenüber dem Vormonat um 2,6 Prozent angestiegen.

In der Kalenderwoche 28 stehen folgende Termine an: am Montag werden die saisonbereinigten Exporte im Mai in Deutschland veröffentlicht. Am Dienstag folgen dann die wichtigen Konjunkturerwartungen des ZWE Index. Am Donnerstag werden in den USA die Verbraucherpreise für den Juni veröffentlicht und am Freitag das Konsumklima Uni Michigan für den Juli.

Text & Image: Demet Çelik

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