Die Woche fing gleich mit einem Paukenschlag an! US-Präsident Donald Trump erwischte mit seinen Trade-War Tweets am vergangenen Sonntag die Börsen auf dem falschen Fuß und sorgte erstmals für eine Korrektur an den Aktienmärkten weltweit.

Die Märkte waren die ganze Woche über rückläufig, da Trump die Aussichten auf ein neues China-Handelsabkommen abwechselnd positiv und negativ einschätzte. Am Freitag traten neue US-Zölle auf chinesische Güter in Höhe von 200 Mrd. USD in Kraft, nachdem die beiden Seiten nicht in der Lage waren, die Details eines neuen Handelsabkommens festzulegen. Doch China lässt sich nicht alles gefallen. Die chinesische Regierung kündigte am Freitag, dass sie Gegenmaßnahmen gegen die neuen Zölle ergreifen wird – die Details sind noch nicht klar.

Die wiederkehrenden Handelskriegsängste zwischen China und den USA lösten am vergangenen Donnerstag einen Rezessionsindikator auf dem US-Rentenmarkt aus – die inverse Zinskurve.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen fiel unter die der 3-monatigen US-Staatsanleihen. Die amerikanische Notenbank Fed sowie Larry Kudlow, Chief Economist Advisor von Präsident Trump, betrachten die inverse Zinskurve zwischen 3-monatigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen als wesentlichen Indikator einer möglichen Rezession bzw. Abkühlung der Wirtschaft. Die inverse Zinskurve hielt jedoch nicht lange an. Am Donnerstagnachmittag notierten die 10-jährige US-Staatsanleihen wieder höher als die 3-monatigen.

Trotz Handelskriegsängsten gab es einige interessante Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt. Die Thyssenkrupp AG konnte am vergangenen Freitag den größten Tagesgewinn der Geschichte einbuchen, 24,10 Prozent. Grund dafür ist die abgesagte Stahlfusion mit Tata Steel, ein indisches multinationales Stahlunternehmen.

Das deutsche Unternehmen mit Hauptsitz in Essen will künftig eine Restrukturierung vornehmen. Zunächst sollen weltweit 6.000 Arbeitsplätze gestrichen werden – davon allein 4.000 in Deutschland. Am kommenden Dienstag wird Thyssenkrupp seine Quartalszahlen für das erste Quartal 2019 veröffentlichen.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen