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Der Countdown läuft | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (40/2020)

Heutzutage gibt es nichts Aufregenderes als eine Tüte Popcorn während Ihrer Lieblings-Präsidentschaftsdebatte im Fernsehen läuft. Aber der Höhepunkt war am vergangenen Freitag, nachdem die Welt davon erfuhr, dass Donald Trump und seine Frau mit Covid-19 infiziert wurden. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Chaotische TV-Debatte

Die Präsidentschaftsdebatte, die am vergangenen Dienstag zwischen Donald Trump und Joe Biden stattfand, war nichts weniger als unterhaltsam. Bitte entschuldigen Sie, dass ich etwas übertreibe, aber die US-Präsidentschaftsdebatte hat mich in die 90er Jahre zurückversetzt, als die Jerry-Springer-Show besonders populär war.

Aktuell befindet sich das Land in einer der schlimmsten Rezessionen seit „The Great Depression“. Momentan gibt es immer noch 6,8 Millionen mehr Arbeitslose in den USA als im Februar vor der Pandemie. Anstatt eine tragfähige Lösung zu präsentieren, um das Land wieder auf den richtigen Weg zu bringen, verbringen die beiden Kandidaten die meiste Zeit damit, mit dem Finger zu zeigen und sich gegenseitig zu unterbrechen. Nach der chaotischen TV-Debatte planen die Veranstalter Änderungen am Konzept. Wir sind gespannt!

POTUS infiziert die Aktienmärkte

Und nun kommen wir zum absoluten „Höhepunkt“ der vergangenen Woche. Vier Wochen vor den US-Präsidentschaftswahlen am 3. November kündigte Präsident Trump per Twitter, dass seine Frau (FLOTUS) und er (POTUS) sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Der positive Corona-Test von US-Präsident Donald Trump hat weltweit für Unruhe an den Kapitalmärkten gesorgt.

Die Nachricht vom Freitag bringt das Coronavirus wieder in die vordersten Reihen der Schlagzeilen. Dies könnte Auswirkungen auf das Verhalten der Verbraucher haben, die angesichts einer andauernden und hartnäckig anhaltenden Pandemie bei der Rückkehr zu normalen wirtschaftlichen Aktivitäten nun vorsichtiger sein könnten.

Bald kommt der „Digital Euro“?

Wir hatten diese Woche äußerst interessante Nachrichten aus Frankfurt: Europas Notenbank-Helden intensivieren ihre Arbeit an einem digitalen Euro. Die Europäischen Zentralbank wagt den ersten großen Schritt zur Einführung einer digitalen Währung. Technisch würde ein digitaler Euro dem Bitcoin ähneln. Aber im Gegensatz zu der Kryptowährung stünde er unter Aufsicht einer Zentralbank.

Die Rechtsabteilung der Zentralbank hat beim Amt für geistiges Eigentum der Europäischen Union eine Anmeldung für die Marke „Digital Euro” eingereicht. Es wird erwartet, dass die EZB demnächst ihre Einschätzung darüber veröffentlicht, ob eine digitale Währung eingeführt werden soll. Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Wird nun die entscheidende Runde eingeläutet? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (38/2020)

Diese Woche war nun einmal etwas eindeutiger als die letzten – leider endete sie mit einem Minus an allen Märkten. Dabei waren erneut die Tech-Werte aus Amerika am meisten unter Druck (NASDAQ 100: -1,36%). Dagegen konnten die Rohstoff-Werte, wie in „normalen“ Zeiten, mit einem Plus schließen – Gewinner hier war Öl (+8,06%). Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

FED Entscheidung wie erwartet!

Jerome Powell hat diese Woche die Fortführung der eingeschlagenen Zinsstrategie verkündigt. Das heißt, weiterhin Nullzinsen für die Marktteilnehmer. Doch die erwartete und erhofft Kehrtwende an den Märkten blieb aus. Auch der Kurs des Dollars konnte nur kurzfristig von der Entscheidung profitieren und schloss die Woche bei 0,8446 EUR.

Wahrscheinlich haben viele nichts von der Entscheidung mitbekommen, da der Blick in den USA nun voll auf die Wahlen ausgerichtet ist. Diese Woche begannen die „Early Votings“ in Minnesota, Virgina, South Dakota und Wyoming – deutlich vor der eigentlichen Präsidentschaftswahlen – was Trump deutlich erbost, da diese Stimmen nicht mehr durch seine Wahlkampagne beeinflusst werden kann. Denn noch liegt er hinten.

Unrühmliches Ende eines langen Exits?

Trotz Drohung durch die EU hat das britische Unterhaus dem umstrittenen Binnenmarktgesetz zugestimmt. Damit nimmt Boris Johnson den Rechtsbruch billigend in Kauf, denn so kann das Austrittsabkommen von Nordirland mit der EU ausgehebelt werden. Interessant wird nun sein, zu welchem Gegenschlag die EU ausholen wird. Wird es doch einen ungeordneten Austritt aus der EU geben und damit noch mehr Chaos in den unsicheren Zeiten?

Welche Rolle spielt bei allem der ruhende Bär?

So ruhend ist der Bär aus dem Osten eigentlich gar nicht. Ob Corona, US-Wahlen, Flüchtlingskrise, Nordstream 2, Vergiftungen usw. eine Verwicklung von Russland ist immer gegenwärtig. Doch ein richtiges Muster lässt sich noch nicht erkennen – dafür sind die Medienberichte jedoch deutlich zu gering. Eins kann man aber sagen: Nicht nur Politik und Gesellschaften werden durch Eingriffe beeinflusst, auch die Märkte selbst.

Könnten zum Beispiel die großen Tech-Konzerne gerade einbrechen, weil die Angst vor einer erneuten Wahleinmischung so groß ist. Könnte eine Destabilisierung der Aktienmärkte dem ressourcenreichen Land in die Hände spielen oder gar ein schwacher Dollar besser für Auslandsexporte sein? Am Ende wird es nur einen geben, der das beantworten kann. Wir können nur hoffen, dass der Schlag nicht unerwartet kommt.

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Das Auf und Ab an den Märkten geht weiter – wer sitzt fest im Sattel? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (37/2020)

Die Märkte waren in dieser Woche wieder sehr stark in Bewegung. Besonders war hierbei der Ungleichtakt zwischen den USA und Europa. Ähnliches Bild konnten wir an den Rohstoffmärkten sehen – während sich Gold und Silber nur marginal veränderten, geriet Öl (-6,42%) enorm unter Druck – das freut derzeit die Autofahrer. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Trump fest im Sattel, aber wer hält die Zügel?

Die Märkte in den USA schlossen alle samt im Minus (Dow Jones -1,66%, NASDAQ -4,60% und S&P 500 -2,51%). Dies wäre zur Vorwoche sicherlich nicht stark verwunderlich, wenn nicht die europäischen Indizes mit einem Plus schlossen (DAX 2,80%, Euro Stoxx 1,69%).

Sicherlich hat die “Labor Day” Woche rund um die Trauerfeier anlässlich 9/11 ihren Anteil an der schwachen Woche an den US-Märkten gehabt. Doch auch der US-Wahlkampf wird seinen Einfluss auf die Zurückhaltung an den amerikanischen Märkten haben. Nachdem Trump in den letzten Umfragewerten deutlich aufholen konnte, wird sich wohl Verunsicherung breit machen bei den Anlegern, ob des Ausgangs der Wahl und der zukünftigen Wirtschaftsausrichtung im Land.

Die EU und Euro-Zone sollte sich gut festhalten

Die EU hat die Bruttoinlandszahlen der Mitgliedsstaaten diese Woche vorgestellt. Dabei waren sicherlich keine Jubelsprünge zu erwarten, aber die vorgelegten Zahlen sorgten dennoch für Ernüchterung. Die EU verzeichnete ein Minus von 12,1% und die Euro-Zone -11,9%. Von Erholung sind wir also weiterhin noch entfernt. Die größten Verlierer sind dabei die alt-bekannten Länder Spanien (-18,5%), Portugal (-14,1%) und Frankreich (-13,8%). Deutschland liegt mit -10,1% im Mittelfeld.

Als wäre die Krise nicht genug, bäumt sich ein vermeintlich beruhigtes Pferd wieder auf. Zwischen der EU und Großbritannien ist ein Streit entstanden, da die festgelegten Austrittsvereinbarungen wohl souveräne Staaten in ihrem Freihandelsabkommen beschneiden. Wie lang wird dieser wilde Rodeo noch andauern?

Gibt die FED nächste Woche den Märkten die Sporen?

Die EZB hat in ihrer Sitzung am Donnerstag verkündet keine Lockerungssignale auszusenden. Was die vorgelegten GDP-Zahlen wohl auch kaum begründen würden. Von ihrem PEPP-Programm in Höhe von 1,35 Billionen € wurden erst 500 Mrd. € ausgeschöpft und das langjährige Inflationsziel von knapp unter 2% ist ebenfalls weit entfernt.

Die FED hat bereits einen Strategiewechsel verkündet und alle sind auf die Aussagen nächste Woche gespannt und die Reaktionen an den Märkten. Die FED will nun Inflationszahlen über zwei Prozent tolerieren, wenn sie vorher lange darunter lag. Doch wie sehen dann die Maßnahmen von der FED aus? Wir werden es nächste Woche spätestens wissen.

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Talfahrt – Zeit zum Kaufen, Halten oder Aussteigen? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (36/2020)

Diese Woche haben die Märkte seit längerer Zeit wieder Verluste eingefahren. Dow Jones, NASDAQ und DAX beendeten ihre Woche jeweils mit einem Minus. Wird damit nun die Talfahrt eingeläutet oder ist es eine erneute Möglichkeit sein Portfolio aufzustocken? Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Tech-Werte außer Puste

Die Technologie-Helden Amazon, Apple & Co. haben diese Woche einen großen Rückschlag hinnehmen müssen – und damit fing der September gleich mit einem BANG an! Heißt es jetzt für Anleger „buy the dip“ oder sollten wir uns nun die alte Börsenweisheit „sell in may and go away“ neu überdenken. Der NASDAQ schloss die Woche 374 Punkte tiefer und ging mit einem Minus von 3,12% ins Wochenende.

Aber einen Grund für den Abverkauf gab es nicht wirklich. Der NASDAQ notierte am vergangenen Dienstag sogar einen Allzeithoch. 1 Tag später kam es aber zu einem deutlichen Kursrückgang – der Index gab um 5,23% nach, und das ist der größte Kursrückgang seit dem Tief aus dem März 2020.

US-Wahlen – Wer ist das schlimmere Übel?

Die Wahlen in Amerika nehmen immer mehr Fahrt auf. Das merkt man daran, dass es nun schmutzig wird. Diese Woche geriet Nancy Pelosi – ihres Zeichens Chefin der US-Demokraten – ins Visier einer vermeintlichen Verschwörung. Drei Worte nur dazu: Friseur, Maske und Kamera.

Derweilen betritt Trump nun ein Terrain, in dem er sich sehr wohl fühlt und durch pompöse und beeindruckende Veranstaltungen in einem Teil der Bevölkerung in der Gunst wieder steigt. Dagegen tut sich Biden deutlich schwerer in dieser politischen Schlammschlacht und sein betagtes Alter fällt hin und wieder doch auf.

Folglich stellt sich die Frage für Amerika, welcher Präsident das größere Übel für das Land sein wird. Diese Unsicherheit überträgt sich in gewisser Weise bereits auf die Märkte aus.

Egal wie der Wahlkampf ausgehen wird, eins ist jetzt schon gewiss – Amerika wird eine Spaltung der Bevölkerung aufweisen. Und in dieser Ausgangslage können schlechte wirtschaftliche Zeiten wohl kaum verkraftet werden.

Verbraucherpreisindizes veröffentlicht – Wann kommt die Inflation?

In Deutschland wurde der Verbraucherpreisindex für Juli 2020 veröffentlicht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat Juni 2020 um 0,5 %. Das bedeutet, dass die Kauflaune wieder gesunken ist. Sicherlich ist dies auch auf die Urlaubszeit zurückzuführen. Das Wachstum des Verbraucherpreises in den USA beläuft sich auf 1% und in China sogar auf 2,5%.

Viele Politiker beschwören bereits jetzt herauf, dass die schwierigen Zeiten für die Wirtschaft nun vorbei seien und es weiter bergauf gehen wird. Sollte sich dies bewahrheiten und die Erfolgsmeldungen zu den ersten Impfstoffen die Kauflaune der Menschen wieder anheizen, dann müssen sich die Zentralbanken gut vorbereiten. Denn diese Konstellation kann einen sprunghaften Anstieg der Inflation begünstigen.

Die Zeiten bleiben – egal wie sich das Rad drehen mag – herausfordernd für jeden und alle.

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Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Ein ungewöhnlicher Sommer geht zu Ende | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (35/2020)

Sommerloch? Von wegen! Wer auf die alte Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ hörte, hat es dieses Jahr schnell bereut und hoffentlich schnell wieder gegengesteuert. Seit Anfang Mai hat der DAX 30 gut 24,52% zugelegt und der NASDAQ 37,60%. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Ein ungewöhnlicher Sommer ist fast vorbei

Die Aktienmärkte schlossen letzte Woche wesentlich solider – trotzdem noch auf dem Weg zum besten August seit 34 Jahren. Damit setzt sich die Rallye mit dem dritten Bärenmarkt in zwei Jahrzehnten fort: die Dotcom Blase, vor der Finanzkrise 2008 und jetzt während der Corona-Krise.

Die Momentum getriebene Rally zwingt die letzten Bären an der Wall Street zum Aufgeben. „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheint ja in jedem Investmentbank-Haus an der Wallstreet angekommen zu sein. Auch Citigroup hat sein Jahresendziel für den S&P 500 von 2900 auf 3300 Punkte angehoben und wie schon in unserem letzten Wochenrückblick erwähnt Goldman Sachs ist deutlich bullischer mit einem Jahresendziel von 3600 Punkte unterwegs. 

Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Erholung ungleichmäßig

Nach einem Rekordhoch von 6,9 Millionen Arbeitslosen-Amerikanern vor knapp einem halben Jahr, liegen die derzeitigen Arbeitslosenansprüche weiterhin bei über einer Million pro Woche, was deutlich mehr sind als zu jedem Zeitpunkt während der großen Finanzkrise im Jahr 2008.

In jüngerer Zeit, wo die Beschäftigung in großen Teilen der Dienstleistungswirtschaft weiterhin eingeschränkt ist, werden einige der vorübergehenden Entlassungen nun doch dauerhaft (die Zahl der dauerhaft arbeitslosen Personen hat sich von Februar bis Juli verdoppelt). Dies zieht eine Bedrohung für das Verbrauchervertrauen und den Verlauf der Erholung mit sich, was eine Abschätzung für den weiteren Verlauf an den Märkten erschwert.

Eine starke Berichtssaison macht Hoffnung

Das Ergebnis fällt schlecht aus, aber nicht so schlecht wie ursprünglich erwartet – und das ist wiederum positiv für die Aktienmärkte. Für 98% der S&P 500-Unternehmen, die ihre Ergebnisse für das zweite Quartal gemeldet haben, waren die Ergebnisse deutlich stärker als prognostiziert. Ein Grund dafür ist die Zusammensetzung der wichtigsten Indizes, welche auf Sektoren ausgerichtet sind, die von der Pandemie profitiert haben – z.B. unsere häufig erwähnten Tech-Konzerne.

Ein weiterer Grund könnte die ungezügelte Geldpolitik und negativen Realzinsen sein, da die Notenbankhelden bereit sind alles zu tun, um die Wirtschaften am Leben zu halten. Damit werden jedoch Korrekturen am Aktienmarkt ausgehebelt. Aber wie lange kann das noch gut ausgehen? Irgendwann müssen Kinder ihr Zuhause verlassen und lernen, auf eigenen Füßen zu gehen.

Last, but not least, möchten wir der Investoren-Legende Warren Buffett alles Gute zum 90. Geburtstag wünschen. Buffett gilt als erfolgreichster Investor aller Zeiten – mit einer Performance von rund 20 Prozent pro Jahr bei Berkshire Hathaway seit 1965!

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Spezial: Der Wettlauf zum Goldberg – Bezos, Zuckerberg und Musk | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (34/2020)

Wer erinnert sich noch an die guten, alten Geschichten aus Entenhausen? Dort lebt die reichste Ente der Welt in einem Geldspeicher. Und sie liebt nichts mehr, als in ihrem Goldberg zu schwimmen. Was nach reiner Fantasterei klingt, wird heutzutage zur Realität. Werfen wir einen Blick darauf in unserem Spezial, was vergangene Woche die Reichsten und Einflussreichen bewegt hat.

Das Spiel in dieser Woche ging um Rekordhochs!

Der NASDAQ erreichte diese Woche ein weiteres Rekordhoch und der S&P 500 übertraf das im Februar erreichte Rekordhoch aus der Zeit vor der Pandemie. Die Reiter dieser Rekordwelle sind jedoch nur eine kleine Anzahl an Unternehmen.

Natürlich sind das Apple, Amazon, Facebook, Alphabet und Tesla und die Gründer dieser Unternehmen sind gleichzeitig das Markenzeichen der Unternehmen. Von Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Elon Musk hat schon jeder gehört. Allein in diesem Jahr ist das Vermögen von Jeff Bezos um über 70 Milliarden Dollar gewachsen, was seine Scheidungskosten von 38 Milliarden Dollar mehr als ausgleicht – gar nicht so schlecht.

Auch Elon Musk, der Gründer von Tesla, hat in letzter Zeit viele Schlagzeilen gemacht und ist jetzt der viertreichste Mann der Welt. Sein Vermögen ist dieses Jahr um über 50 Milliarden US-Dollar gewachsen und seine Firma Tesla gehört nun zu den 10 größten Unternehmen im S&P 500, was ihre Marktkapitalisierung betrifft. Nur um es besser Vergleichen zu können – Tesla ist nun wertvoller als alle europäischen Autohersteller zusammen.

Der Aktienmarkt hat sich also so gut entwickelt, dass sogar Goldman Sachs sein Jahresendziel für den S&P 500 auf 3.600 Punkte angehoben hat. Aus heutiger Sicht bedeutet dies weitere 5,97% positive Performance, was den S&P 500 auf 11,43% zum Jahresultimo bringen würde.

Erholung dauert lang – hier wiederlegende Statistiken:

Wenn wir auf frühere Bärenmärkte seit 1956 zurückblicken, stellen wir fest, dass es im Durchschnitt vier Jahre dauerte, bis sich Aktien von einem Tief auf ein neues Rekordhoch erholten. Letzte Woche bewies der S&P 500 das Gegenteil, als er innerhalb von nur sechs Monaten nach dem März-Tief von 2,304 Punkten ein neues Rekordhoch erreichte – das ist so ziemlich die schnellste Erholung, die bisher verzeichnet wurde.

Wir sollten uns fragen, ob das alles zu schön ist, um wahr zu sein. Immerhin sind in der US-Wirtschaft immer noch fast 13 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen aufgrund der Pandemie. Und die derzeit guten Arbeitsmarktzahlen in den USA sind mit Vorsicht zu genießen. Es wurden zwar mehr Arbeitsplätze geschaffen, als die meisten Menschen erwartet hätten, die Zugewinnen sich aber in Wirklichkeit um unverhältnismäßig viele Teilzeitbeschäftigte handeln – was bedeutet, dass die Menschen wieder zu Arbeitsplätzen mit weniger Arbeitsstunden und weniger Bezahlung zurückkehren.

Aber die Börse sieht die Realität anders. Amerikas Lieblingsunternehmen Apple hat nun die magische 2 Billionen Dollar Market Cap durchbrochen und ist nun das wertvollste Unternehmen des Planeten.

Der gesamte Technologiesektor macht jetzt 30,7% der Marktkapitalisierung des amerikanischen Aktienmarktes aus. Allein der Technologiesektor war die treibende Kraft hinter der schnellen Erholung der Aktienmärkte. Um die Jahrtausendwende während der Dotcom-Blase war die Marktkapitalisierung der Technologieaktien noch höher, nämlich 33% des gesamten amerikanischen Aktienmarktes – und wir alle wissen, wie diese Geschichte endete. Sollten wir also besorgt sein? Befinden wir uns in der Mitte der nächsten Blase – der so genannten FANG-Blase?

Laut Citigroup, ja! Das Panik / Euphorie-Modell der Citigroup hatte kürzlich den höchsten Stand seit 2002. Die Bank of America Merrill Lynch kommentierte in ihrer Mitte Juli durchgeführten Umfrage unter globalen Fondsmanagern, dass 71% der Fondsmanager immer noch der Meinung sind, dass der Aktienmarkt ‘überbewertet’ ist, während rekordverdächtige 74% der Fondsmanager glauben, dass US-Technologieaktien der ‘most crowded trade’ sind, und das ist der höchste Wert in der Geschichte der Umfrage.

In der Zwischenzeit geht der Wettlauf um die Reichtümer weiter und die Gewinner werden in Geld schwimmen.

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Detlef lässt uns schwitzen und die Märkte bleiben ebenfalls heiß! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (32/2020)

Die Aktienmärkte konnten im neuen Monat August die Gewinne des Vormonats fortsetzen. Die Angst vor der zweiten Welle ist an den Börsen scheinbar nicht angekommen. Der DAX schloss die Woche mit einem Plus von 2,94%, der Dow Jones mit 3,80% und auch die anderen Indizes schlossen mit einem Plus. Der US-Dollar war diese Woche der heißeste Kandidat am Markt. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Rekorde, Rekorde, Rekorde! – Höchststände für NASDAQ und Gold

Der US-Technology-Index Nasdaq 100 schloss am vergangenen Montag erstmalig über die magische Marke von 11.000 Zählern. Damit gehört der Index mit 27,55% Performance zu den Spitzenreitern der Weltbörsen. Viele der gelisteten NASDAQ Technologie Unternehmen gehören zu den absoluten Gewinnern der Krise wie etwa Amazon, Facebook und Apple, die fast tagtäglich neue Rekordkurse schreiben.

Auch Gold erreichte diese Woche erneute Höchstwerte und sprang erstmals über die 2.000 US-Dollar Grenze und schloss die Woche bei 2.035,16 US-Dollar. Der kleine Bruder Silber hat jedoch noch einige Luft bis zu seinem Allzeithoch.

Wann wird die Rally ein Ende haben? Wird es der zweite Lockdown werden, die Normalisierung der Märkte oder doch ein verändertes Nutzungsverhalten bei den Kunden? Eins ist sicher – die nächsten Monate werden einen Ausblick auf die weitere Zukunft geben.

Erholung trotz Hitzewelle in Deutschland

Das deutsche Statistikamt veröffentlichte die Exportzahlen für Juni 2020. Und eine Erholung ist deutlich spürbar. Die Exporte betrugen 96,1 Mrd. Euro und dagegen die Importe 80,5 Mrd. Euro. Deutschland bleibt somit seinem Ruf als Export-Weltmeister treu und erzielte erneut einen Handelsüberschuss. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies ein Plus von knapp 14,9%. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt jedoch die Auswirkungen der Pandemie – zirka 10% weniger bei Ex- und Importen. Der April war jedoch um 30% weniger als im Vorjahr und bildet damit den Tiefpunkt in der Krise.

Die wirtschaftlichen Aussichten für Deutschland hellen sich somit weiter auf. Dennoch wird mit einer Rezession von knapp 6,5% gerechnet. Interessant wird es jedoch nach den Sommerurlauben, ob die Eindämmung der Pandemie weiterhin erfolgt hat oder es doch zu erneuten Einschränkungen kommt. Diese pessimistischen Perspektiven prophezeien sehr hohen Insolvenzen im Herbst. Also sollten wir alle ein Teil sein, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown kommt.

Trump kommt ins Schwitzen

Die US-Wirtschaftsdaten fielen im Juli besser als erwartet aus. Die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor nahm zu und die US-Wirtschaft schuf im Juli 1,76 Millionen neue Arbeitsplätze und übertraf damit die Schätzungen. Doch von einer Erholung der Wirtschaft in den USA ist noch nicht die Rede. Im Gegenteil – die weiterhin hohen Infektionszahlen bringen Trump immer mehr in Erklärungsnot.

Vom europäischen Beispiel angeregt, versuchte Trump ein weiteres Hilfspaket für die US-Wirtschaft abzuschließen. Dazu muss jedoch der Kongress seine Zustimmung geben. Die Gespräche dazu wurden jedoch gestern erfolglos abgebrochen. Als Konsequenz entschied Trump das Hilfspaket per Dekret. Wie bereits bekannt, hält sich der aktuelle US-Präsident nicht an gegebenen Gesetzen und wählt lieber einen Alleingang. Daher wird es wohl erneut zu Klagen gegen sein neustes Dekret geben – wie bei zahlreichen zuvor auch.

Der Wahlkampf mit Trump wird wohl für jeden Gegenkandidaten (egal ob Republikaner oder Demokrat) zu einem heißen Ritt.

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Drei Kugeln Eis für eine mögliche heiße Zeit | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (30/2020)

Nachdem diese Woche, nach einem wahren Marathon, der EU-Gipfel mit einem gemeinsamen Ergebnis endete, gehen die EU-Staatsoberhäupter in ihren wohlverdienten Sommerurlaub. Währenddessen entwickelt sich der Wirecard-Skandal zu einem ausgewachsenen Polit-Thriller-Auflösung ungewiss. Zumindest führen einzelne Stränge aktuell nach Russland und der Druck auf innenpolitische Positionen erhöht sich zunehmend. Und was macht die zweite Welle? In vielen Ländern wird weiterhin die erste Welle geritten – ein Abschwung ist nicht zu verzeichnen – und die Reiselust verstärkt die Situation noch einmal. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Einmal bitte Vanille – Gewinne werden mitgenommen

Zwei Wochen hintereinander beendet der NASDAQ die Woche im Minus (Nasdaq: -1,52%). Er bleibt jedoch weiterhin seit Jahresbeginn mit +20,04% mit Abstand der stärkste Index. Von einer wirklichen Talfahrt kann man hier also nicht sprechen. Vielmehr ist eine normale Gewinnmitnahme durch die Marktteilnehmer zu unterstellen. Es wird spannend sein, wie sich die Anleger mit dem schwächelnden US-Dollar in den nächsten Wochen verhalten, da es eine gute Einstiegsmöglichkeit für internationale Anleger bietet.

Schoko-Eis weiter die Nummer 1 – so auch Gold und Silber

Die Kombination aus Überschuss von Liquidität als auch der schwache US-Dollar sind zwei wesentliche Gründe, warum viele Anleger in Gold und Silber investieren. Aber auch eine mögliche Vorbereitung auf einen Kurssturz könnte sich hier abzeichnen. Silber ist im Wochenverlauf mit knapp 18% gestiegen und hat gezeigt, dass auch der kleine Bruder für eine gute Überraschung gut ist! Gold hat in der gleichen Woche die magische Marke von 1.900 USD gebrochen und ist im Wocheverlauf mit über 5 Prozent gestiegen. Wie lange bleiben die beiden ultimativen Währungen so stark? Oder kommt bald ein neuer Rohstoff in den Fokus?

Erdbeere mag nicht jeder – sowie die USA und China sich nicht?

Noch 100 Tage bis zur Präsidentschaftswahl in den USA und Trumps Kurs ist weiterhin nicht nachvollziehbar. Kehrtwende in der Pandemie, fragwürdiger Einsatz der Bundespolizei in US-Großstädten und weitere Eskalation mit China. Diese Woche erreichte es einen weiteren Höhepunkt mit der Schließung der chinesischen Botschaft in Houston, die prompt mit der Schließung des US-Konsulat in Chengdu beantwortet wurde. Bereits am Anfang der Woche drohte Trump mit dem Einreiseverbot von politischen Vertretern aus China. Wohin führt diese Eskalation? Ist es vielleicht Trumps Trumpf im Wahlkampf, den er zum Ende ausspielen wird? Zumindest hat er diesen dringend nötig, da seine Umfragewerte weiter sinken und der Rückhalt für seine zweite Kandidatur in den Lobbys ebenfalls immer mehr abnimmt.

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Das Sommerloch ist da – wenig Bewegung an den Märkten | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (29/2020)

Die vergangene Woche war spürbar ruhiger – Langzeit-Themen wie EU-Hilfspaket, Erholung nach der Pandemie sowie aktuelle Themen wie Aufarbeitung des Wirecard Skandals oder die bevorstehende US-Wahlen haben keinen großen Einfluss auf das aktuelle Marktgeschehen. In Deutschland haben die Anleger weiterhin die 13.000 Punkt im Blick und in den USA ist der Tech-Markt erstmals schwächer als der S&P 500. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Inflationsrate wirklich ein Zeichen steigender Kauflaune in der aktuellen Phase?

Die Inflationsraten in Deutschland und den USA sind im vergangenen Monat Juni weiter gestiegen. In beiden Ländern ist ein Plus von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Dabei sind wie üblich die Energiepreise ausgeklammert, die jedoch in den letzten Wochen wieder einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Als größter Treiber der Inflationsrate sind Nahrungsmittel zu benennen – insbesondere Obst und Fleisch haben hohe Zuschläge aufzuweisen. Fraglich ist, ob in der aktuellen Phase von einem kleinen Trend zu gestiegener Kauflaune gesprochen werden kann. Vielmehr schlägt hier zu buche, dass die Angebotslage weiterhin durch die Pandemie eingeschränkt bzw. aufwendiger ist und die Nachfrage durch die startenden Wirtschaften sich Richtung Ursprung bewegen. Ein wirklicher Anstieg ist es wohl kaum, sondern wohl eher der Gummizugeffekt nach der Krise.

Totgesagte leben länger!

Diese Woche verzeichneten alle klassischen Märkte ein kleines Plus am Ende der Woche. Nur der NASDAQ 100 (der Überflieger der letzten Monate) und der chinesische CSI 300 schlossen im Minus – die chinesische Regierung wird wohl nach den letzten Wochen etwas aufatmen. Heißt das nun, dass die schon fast „totgesagten“ klassischen Märkte wieder zurück im Geschäft sind? Sicherlich wirken sich die Inflationszahlen sowie die Erweiterung des Balance Sheet der FED (+ 38 Milliarden zum Vormonat) positiv auf die klassischen Märkte aus. Doch auch der Dip bei den Tech-Aktien könnte eine Chance zur Erweiterung des Portfolios dienen – aber nach der Rallye ist auch eine Gewinnmitnahme keine schlechte Idee.

Und was macht die EU?

Aktuell tagen die mächtigsten Vertreter der EU in Brüssel und verhandeln um das 750 Mrd. € Hilfspaket. Einen einfachen Verhandlungsweg hat keiner vermutet, aber eine Lösung scheint in weiter Ferne zu liegen. Frankreichs Staatspräsident Macron drohte schon mit vorzeitiger Abreise, während Merkel mit Geburtstagskuchen und Verhandlungsgeschick die unterschiedlichen Standpunkte zusammenführen will. Und als wäre die Abstimmung rund um die 1,8 Billionen € Haushaltsetat nicht schwer genug, wird über die rechtsstaatliche Situation in Polen und Ungarn diskutiert. Und was macht Brexit-Boris in dieser Zeit eigentlich? Freut er sich, nicht mehr am Verhandlungstisch zu sitzen oder ärgert er sich, keinen Teil vom Kuchen abzubekommen? Vielleicht fällt der Brexit ja doch noch aus. Wir werden sehen.

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Die Sportligen küren ihre Meister – wer ist der Meister an den Märkten? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (28/2020)

In der Bundesliga und in der Premier League stehen die Meister bereits fest. In La Liga gibt es das gewohnte „Kopf an Kopf-Rennen“ der beiden Erzrivalen und in der Serie A wird es wohl Juventus Turin. Doch wer sind die Meister an den Märkten – wer konnte die herausfordernde Zeit für sich entscheiden und wer verlor den Kampf? Trotz Sommerpause konnten auch noch in dieser Woche heiße Wetten abgeschlossen werden. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

We are the Champions – die Meister der Märkte

Hätte man am 18. März den Mut gehabt den DAX bei 8441,71 Punkten zu kaufen, läge man nur 4 Monate später mit 49,66 Prozent vorne. Noch besser sehen die Tech Giganten aus den USA bzw. der NASDAQ 100 Index, der vom Tiefpunkt (20. März) bis vergangen Freitag 57,52 Prozent Performance machte und bei der YTD mit 24,08 Prozent liegt.

Im 1-Jahresvergleich konnten zwei Werte im DAX eine ähnlich gute Performance ablegen – das Tech-Unternehmen Infineon und der Strom-Konzern RWE mit jeweils über 45% Kursgewinn.

In den USA gibt es einen meisterlichen Gewinner – Tesla überbot im letzten Jahr alles – knapp 550% Kursgewinn. Mit Abstand gefolgt von einem klaren Gewinner der Homeoffice-Lage ZOOM Communications (+201%).

Wo es Gewinner gibt, muss es bekanntlich auch Absteiger geben. Im DAX wird das relativ klar sein – die Deutsche Lufthansa und Wirecard. Doch wie sieht es in den USA aus? Größter Verlierer ist auch hier eine Fluglinie, und zwar American Airlines.

Womit schmückt man Gewinner?

Mit Gold natürlich! Das Edelmetall ist gefragt wie lange nicht mehr. Der Goldpreis stieg erstmals seit 2011 über 1800 Dollar pro Unze. Ungewöhnlich dabei ist, dass bei steigenden Aktien Gold genauso so eine starke Bewegung nach oben macht. Normalerweise sollte einer der beiden Werte in einer Krise einen positiven Verlauf nehmen. Dabei gilt Gold als das Tafelsilber (unser heimlicher Gewinner ;-)) der Finanzexperten, wenn man sich in einer Krise befindet. Doch dieses Mal nicht. Hier haben wohl die kräftigen Finanzspritzen und großzügigen Hilfspakete einen enormen Push an den Märkten begünstigt. Wir sind gespannt, ob es zu einer Bereinigung kommt und das gewohnte Bild – Gold hoch, Märkte runter (vice versa) – wieder zu sehen ist.

Zum Gewinnen verdammt

Durch die politisch gewollte Hausse an Chinas Börsen kennen seit acht Tagen die Aktien im Reich der Mitte nur eine Richtung: aufwärts. Das ist offenbar sogar der Regierung in nun China zu viel an Kursgewinnen. Der CSI 300 erreichte eine 5-Jahres Hoch (4.854 Punkte) und legte in nur 5 Handelstagen satte 12% zu. Ausgelöst wurde dieser Hype durch die Regierung, die Geld für ihre digitale Wirtschaft benötigt. Auch die chinesische Staatswährung wird von den Bullen positiv beeinflusst. Die Lage ist jedoch zu schön, um wahr zu sein, sodass die Regierung und staatliche Medien zur Vernunft an den Märkten aufriefen. Hoffen wir, dass sich die Halbierung im Jahr 2015 nicht wiederholt und die Marktteilnehmer tatsächlich zum Gewinnen verdammt sind.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

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