Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (22/2018)

Es ist ein Rückblick auf eine bewegte Woche diesen Sonntag: nach dreimonatiger Unsicherheit bezüglich der Regierungsbildung in Italien wurde diese letzten Endes gebildet. Die europakritischen Parteien Lega und 5-Sterne haben sich einigen können und regieren nun als gewählte Koalition über Italien. Diese Nachricht sorgte zu Beginn für Panik auf den Märkten, der italienische Leitindex FTSE MIB sank innerhalb einer Woche um -3,9 Prozent – die Angst vor der Rückkehr der Eurokrise war groß. Der Eurokurs ist dementsprechend kurzfristig auf 1,15 gefallen, hat sich allerdings im Nachhinein wieder stabilisieren können. Zudem sind die Renditen für italienische, aber auch für portugiesische und spanische Staatsanleihen angestiegen.

Mit Beginn des Monats Juni lief die Schonfrist für die Handelszölle von Seiten der USA auf Aluminium und Stahl ab. Die europäischen Politiker äußerten sich stark kritisch: „Dieser wirtschaftliche Nationalismus führt zum Krieg. Das ist genau das, was in den 1930er Jahren passiert ist“, so Macron. Die EU möchte dementsprechend mit Vergeltungszöllen reagieren.

Für Bewegungen auf den Märkten haben auch die robusten Arbeitsmarktdaten aus den USA gesorgt, welche besser als erwartet ausgefallen sind – Gehälter und Löhne sind in den USA angestiegen und die Arbeitslosenquote sank auf 3,8 Prozent. Am Donnerstag wurde zusätzlich der Bayer-Monsanto-Deal von Seiten der US-Justizbehörde bestätigt.

Der DAX schloss das Wochenende fest bei 12.724,27 Punkten, obwohl der Index innerhalb der Woche von über 13.000 Punkten auf unter 12.600 Punkten sank und eine Wochenbilanz von -1,8 Prozent aufwies. Auch die amerikanischen Leitindizes schlossen positiv mit 24.635,21 Punkten beim Dow Jones und 2.734,62 Punkten beim S&P 500. Insgesamt haben alle Leitindizes eine volatile Woche hinter sich.

Autorin und Image: Demi Çelik, EVE Cartoons

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.