Der Markt bricht ein ohne Trump? | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenüberblick (34/2018)

Die 34. Börsenwoche schloss am Freitag ohne Überraschungen ab: der deutsche Leitindex DAX befindet sich inzwischen auf einem positiven Kurs und schloss zum Wochenende mit einer positiven Steigerung um 1,7 Prozent bei 12.405,60 Punkten. Der EURO STOXX schließt sich dem guten Verlauf an und beendete die Woche mit einer Steigerung um 1,8 Prozent bei 3.421,36 Punkten. Die amerikanischen Leitindizes schlossen ebenfalls fester: der S&P 500 erlebte diese Woche ein neues hoch und schloss mit einem Wochenplus von 1,5 Prozent bei 2.874,58 Punkten. Somit hält der Index weiterhin an seinem Titel fest – dem längsten Bullenmarkt der Geschichte. Seit über 3457 Tagen erlebte der S&P 500 keinen Kursrückgang um mehr als 20 Prozent und hat seit März 2009 um über 300 Prozent zugelegt. ¼ der Performance leistete dabei der Technologie-Sektor. Der Dow Jones schloss am Freitag ebenfalls fester bei 25.797 Punkten und einer minimalen Steigerung um 0,1 Prozent. Auch der Nasdaq gewann 1,5 Prozent und schloss bei 7.945,98 Punkten.

Donald Trump kritisierte diese Woche den FED-Chef Powell, da dieser seiner Ansicht nach das Ziel des günstigen Geldes verfehlt hätte. Dieser hat während Trumps Amtszeit die Leitzinsen in den USA fünfmal angehoben und hält trotz der Kritik auch weiterhin an seiner Strategie fest. Beim sogenannten Jackson Hole trafen sich die Währungshüter der Welt und besprachen bedeutende Themen der Weltwirtschaft – Hauptthema war natürlich auch hier der Handelskonflikt. Powell versicherte während des Jackson Hole nochmals, dass er sich weiterhin für die Fortsetzung des Kurses der behutsamen Zinsschritte einsetze.

Es stellt sich hier die Frage, ob durch die von Trump eingeführte Steuerreform ein Konjunkturprogramm im Spätzyklus läuft und dieses auf Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt trifft und letzten Endes zu einer Überhitzung der Wirtschaft sowie der Inflation führen könnte.

Währenddessen verliefen die Gespräche zwischen den USA und China bezüglich des Handelskonfliktes ergebnislos, weshalb die Märkte ab Mittwoch recht energielos erschienen.

Die einzig positive Nachricht aus China war indes, dass sich die Finanzmärkte für ausländische Investoren und Banken beschränkungslos geöffnet haben.

Der deutsche Staat notierte währenddessen im ersten Halbjahr Milliarden Überschüsse und Angela Merkel lehnte den Wunsch des Bundesbank-Chefs Jens Weidmann, an die Spitze der Europäischen Zentralbank zu kommen, ab.

Die Ölpreise sind am Freitag angestiegen und haben deutliche Gewinne aus dem frühen Handel ausgebaut. Der Grund dafür war der schwache Dollar, denn dieser stützt die Ölpreise. Ein gesunkener Dollarkurs macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen günstiger. Aufgrund eines Streiks der Ölmitarbeiter an der Nordsee und die Situation im Iran besteht allerding ein überraschender Rückgang der Ölreserven. Experten rechnen allerdings nicht mit einem weiteren Anstieg der Preise, da der Handelskonflikt zwischen USA und China  das vermeiden sollte.

In der 35 Börsenwoche erwarten die Anleger folgende Konjunkturtermine: Am Montag wird der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht, gefolgt von der US-Handelsbilanz am Dienstag. Am Mittwoch steht die GfK-Konsumklima auf dem Kalender, sowie am Donnerstag die Daten zum US-Arbeitsmarkt. Die Woche schließt mit der europäischen Arbeitslosenquote am Freitag ab.

 

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