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Detlef lässt uns schwitzen und die Märkte bleiben ebenfalls heiß! | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (32/2020)

Die Aktienmärkte konnten im neuen Monat August die Gewinne des Vormonats fortsetzen. Die Angst vor der zweiten Welle ist an den Börsen scheinbar nicht angekommen. Der DAX schloss die Woche mit einem Plus von 2,94%, der Dow Jones mit 3,80% und auch die anderen Indizes schlossen mit einem Plus. Der US-Dollar war diese Woche der heißeste Kandidat am Markt. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegt hat.

Rekorde, Rekorde, Rekorde! – Höchststände für NASDAQ und Gold

Der US-Technology-Index Nasdaq 100 schloss am vergangenen Montag erstmalig über die magische Marke von 11.000 Zählern. Damit gehört der Index mit 27,55% Performance zu den Spitzenreitern der Weltbörsen. Viele der gelisteten NASDAQ Technologie Unternehmen gehören zu den absoluten Gewinnern der Krise wie etwa Amazon, Facebook und Apple, die fast tagtäglich neue Rekordkurse schreiben.

Auch Gold erreichte diese Woche erneute Höchstwerte und sprang erstmals über die 2.000 US-Dollar Grenze und schloss die Woche bei 2.035,16 US-Dollar. Der kleine Bruder Silber hat jedoch noch einige Luft bis zu seinem Allzeithoch.

Wann wird die Rally ein Ende haben? Wird es der zweite Lockdown werden, die Normalisierung der Märkte oder doch ein verändertes Nutzungsverhalten bei den Kunden? Eins ist sicher – die nächsten Monate werden einen Ausblick auf die weitere Zukunft geben.

Erholung trotz Hitzewelle in Deutschland

Das deutsche Statistikamt veröffentlichte die Exportzahlen für Juni 2020. Und eine Erholung ist deutlich spürbar. Die Exporte betrugen 96,1 Mrd. Euro und dagegen die Importe 80,5 Mrd. Euro. Deutschland bleibt somit seinem Ruf als Export-Weltmeister treu und erzielte erneut einen Handelsüberschuss. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies ein Plus von knapp 14,9%. Der Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt jedoch die Auswirkungen der Pandemie – zirka 10% weniger bei Ex- und Importen. Der April war jedoch um 30% weniger als im Vorjahr und bildet damit den Tiefpunkt in der Krise.

Die wirtschaftlichen Aussichten für Deutschland hellen sich somit weiter auf. Dennoch wird mit einer Rezession von knapp 6,5% gerechnet. Interessant wird es jedoch nach den Sommerurlauben, ob die Eindämmung der Pandemie weiterhin erfolgt hat oder es doch zu erneuten Einschränkungen kommt. Diese pessimistischen Perspektiven prophezeien sehr hohen Insolvenzen im Herbst. Also sollten wir alle ein Teil sein, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown kommt.

Trump kommt ins Schwitzen

Die US-Wirtschaftsdaten fielen im Juli besser als erwartet aus. Die Geschäftstätigkeit im Dienstleistungssektor nahm zu und die US-Wirtschaft schuf im Juli 1,76 Millionen neue Arbeitsplätze und übertraf damit die Schätzungen. Doch von einer Erholung der Wirtschaft in den USA ist noch nicht die Rede. Im Gegenteil – die weiterhin hohen Infektionszahlen bringen Trump immer mehr in Erklärungsnot.

Vom europäischen Beispiel angeregt, versuchte Trump ein weiteres Hilfspaket für die US-Wirtschaft abzuschließen. Dazu muss jedoch der Kongress seine Zustimmung geben. Die Gespräche dazu wurden jedoch gestern erfolglos abgebrochen. Als Konsequenz entschied Trump das Hilfspaket per Dekret. Wie bereits bekannt, hält sich der aktuelle US-Präsident nicht an gegebenen Gesetzen und wählt lieber einen Alleingang. Daher wird es wohl erneut zu Klagen gegen sein neustes Dekret geben – wie bei zahlreichen zuvor auch.

Der Wahlkampf mit Trump wird wohl für jeden Gegenkandidaten (egal ob Republikaner oder Demokrat) zu einem heißen Ritt.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





US-Konjunkturprognosen weit verfehlt | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (08/2020)

In der abgelaufenen Börsenwoche haben die globalen Aktienmärkte überwiegend rote Zahlen geschrieben. Grund dafür: Das Coronavirus richtet weiterhin Verwüstungen an und die US-Konjunktur schrumpft zum ersten Mal seit der letzten Finanzkrise. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Die US-Konjunktur überrascht mit roten Zahlen

Mit Ausnahme der Schließung der US-Regierung im Jahr 2013 schrumpfte die US-Konjunktur zum ersten Mal seit der globalen Finanzkrise im Februar. Dies geht aus den aktuellen Ergebnissen der Umfrage zum US-Markit-Einkaufsmanagerindex hervor. Die Erwartungen der Analysten wurden sowohl im Dienstleistungssektor als auch im Produktionssektor weit verfehlt. Die Schwäche war vor allem im Dienstleistungssektor zu beobachten, wo der erste Rückgang seit vier Jahren zu verzeichnen war. Auch die Produktion im verarbeitenden Gewerbe kam fast zum Stillstand, da die Aufträge zum Erliegen gekommen sind.

Die Verschlechterung der Lage steht zum größten Teil im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus in China. Besonders unter Druck kamen der Reise- und Tourismussektor, da viele Flüge und Reisen nach Asien insbesonders nach China gestrichen wurden. Sinkende Exporte nach China setzen den US-Produktionssektor, aber auch den Produktionssektor in Deutschland massiv unter Druck. US-Unternehmen berichteten jedoch auch über eine erhöhte Vorsicht bei ihren Ausgaben, da sie sich Sorgen um eine breitere wirtschaftliche Verlangsamung und die Unsicherheit vor den Präsidentschaftswahlen im Laufe dieses Jahres machen.

In der vergangenen Woche sahen wir wieder einmal ein Lehrstück darüber, wie volatil die Aktienmärkte sein können und vor allem wie Angst und Gier das Anlegerverhalten bestimmen können. Die Woche fing insgesamt freundlich an bis die Angst um das Coronavirus und die US-PMI-Zahlen gegen Ende der Woche für schlechte Laune sorgten. Der deutsche Leitindex DAX verlor 1,2 Prozent. Der NASDAQ 100 zeigt in der Wochenbilanz ein Minus von 1,84 Prozent. Der chinesische Leitindex CSI 300 konnte aufgrund der Liquiditätsmaßnahmen der Zentralbank (People’s Bank of Chine) überzeugen und schloss die Woche mit einem Plus von 4,06 Prozent ab.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf den ifo-Geschäftsklimaindex am kommenden Montag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen





Und dann gab’s 4 | Die Kapitalmärkte im Fokus – Wochenrückblick (03/2020)

Während die Amis neue Rekorde an den Aktienmärkten feiern, müssen die Anleger hierzulande noch ein wenig Geduld aufbringen. Am vergangenen Montag schloss der NASDAQ 100 erstmals einen Handelstag über die 9.000 Punkte Marke. Der Dow Jones Industrial Average hat auch nicht enttäuscht und nähert sich an das Ziel von Donald Trump, nämlich die Marke von 30.000 Punkten. Werfen wir einen Blick darauf, was vergangene Woche die Märkte bewegte.

Und dann gab’s vier

Wenn Sie eine Frage haben, hat Google eine Antwort. Dank Google ist jeder ein Arzt, Steuerberater, Anwalt und Vermögensverwalter gleichzeitig. Dank Google sind auch viele Investoren um einiges wohlhabender geworden. Die Aktie ist in den letzten drei Monaten um 17 Prozent und im letzten Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Damit wurde Alphabet, der Mutterkonzern von Google, die vierte Billionen-Dollar-Firma an der Wall Street neben Apple, Microsoft und Amazon – das größte Unternehmen Europas ist Nestlé mit einem Wert von rund 325 Milliarden US-Dollar.

Die vier Tech-Giganten machen knapp 40 Prozent des NASDAQ 100 aus und sind die Hauptreiber der außergewöhnlichen Performance der vergangenen Jahre. Doch wie lange soll die Rallye der Tech-Werte gehen? Wir sind doch schon längst in der Verlängerung, oder? Mithilfe der Liquiditätsspritze durch die US-Notenbank Fed ist jedoch alles möglich – Quantitative Easing bis ins Unendliche!

Das Phase-1-Handelsabkommen zwischen China und den USA ist aus dem Weg geräumt

Das bedeutet, dass sich die Märkte jetzt darauf konzentrieren können, ob sich die Wachstumsaussichten aufhellen werden. Die Anzeichen sind nicht allzu schlecht. Trotz des tobenden Handelskrieges wuchs das chinesische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal im Vergleich zum Vorquartal unverändert um 6 Prozent. Die Industrieproduktion, die Anlageinvestitionen und die Einzelhandelsumsätze stiegen stärker an als erwartet.

Das Wachstum und die Inflation in der Eurozone sind gestiegen. Die Inflationserwartungen gemessen an den Geldmärkten sind auf dem höchsten Stand seit Mai letzten Jahres und die Konjunkturüberraschungsindizes im Euroraum sowie weltweit zeigen einen positiven Trend nach oben. Die jüngsten Wirtschaftsdaten, einschließlich der US-Einzelhandelsumsätze, deuten auf positive Wachstumsaussichten für das laufende Jahr. Kein Wunder also, dass die Aktienmärkte in den USA auf neue Höchststände geklettert sind.

Wir warten gespannt auf die kommende Woche und vor allem auf die Zinsentscheidung der EZB am kommenden Donnerstag. Seien Sie gespannt auf unseren nächsten Wochenrückblick.

Wie haben sich die Börsen in der vergangenen Woche entwickelt?

Welche wichtigen Konjunkturdaten und Termine erwarten die Anleger in der kommenden Börsenwoche?


Quellen: Bloomberg, Reuters, Guidants, finanzen.net, OnVista, aktuelle Tageszeitungen/ Onlinezeitungen